Sei nicht so
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Beschreibung
Der Kampf einer Tochter um die eigene Identität
Alice steht als Comedienne im Rampenlicht und oft neben sich. Ihre Mutter lebt seit Wochen mit den Füßen im Wasser, weil die Badewanne übergelaufen ist, ihr Vater hat sich mit den Worten »die Pipeline ist defekt« ins Jenseits verabschiedet, und ihr Publikum weiß nicht, ob es über ihre Witze lachen oder weinen soll. Dann erfährt Alice von einer Zufallsbekanntschaft auch noch, dass sie keine eigene Persönlichkeit hat.
Wie soll das alles weitergehen – vor allem, wenn das Gehen an sich infrage gestellt wird?
In ihrem Debütroman erzählt Kirstin Warnke davon, wie Alice sich befreit. Mit viel Humor, Situationskomik und Empathie.
»Der Roman hat mich zum Lachen gebracht, mich durchgeschüttelt, mich wahnsinnig gemacht und mir die Tränen in die Augen getrieben. Was für eine schriftstellerische Leistung!« Christian Ehring, »Extra 3«
»Sprachlich beste Literatur, intensiv und mitreißend geschrieben, dabei voller Komik des Alltags.« Michael Pöppl, Tagesspiegel
»Kirstin Warnke hat nun einen großen Roman geschrieben, irgendwo zwischen Heinz Strunk und Wilhelm Meister.« Edo Reents, FAZ
»Man staunt darüber, was Warnke der guten alten Thomas-Mann-Leitidee von der Sehnsucht nach Gewöhnlichkeit auf sehr zeitgenössische Art abzugewinnen vermag.« Edo Reents, FAZ
»Dabei gedeiht in diesem Schattendasein eine Erkenntnistiefe, die grelle Schlaglichter wirft – auf die Familie wie auf die in glänzenden essayistschen Passagen sezierte vermeintliche Normalität der anderen.« Edo Reents, FAZ
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Kirstin Warnke, geboren am 6.11. 1981 in Berlin, studierte an der Freien Universität Berlin Theaterwissenschaften und Anglistik.Sie ist Mitglied der Künstlergruppe A Rose Is und spielte in Produktionen von Christoph Schlingensief an der Volksbühne Berlin. Im Jahr 2013 absolvierte sie die von Frank Elstner geleitete "Masterclass" und gründete den YouTube-Kanal „Kikki Mora“, für den sie eigene Videos herstellt, welche zum Teil auch auf zuio.tv zu sehen sind. Als Autorin und Hauptdarstellerin der Comedyserie Frau Dingens will zum Fernsehen und "The Dingens Show" war sie seit 2014 auf Tele 5 zu sehen. In der Musiktheaterinszenierung idem am Theater Hebbel am Ufer berichtete sie aus ihrer „fake-fiktiven“ Biographie als ihr alter Ego „Katharina Wilke“. Von 2016-2021 ist sie regelmäßig in der ARD-Satiresendung Extra 3 aufgetreten, als sie selbst, aber auch in Rollen wieder burschikosen Parteienforscherin Ute Rehbein und als „Marlies Heidel“ in Anspielung auf die AfD-Politikerin Alice Weidel.Im Jahr 2019 erhielt sie das Stipendium der Roger-Willemsen-Stiftung für "Performance und Literatur." Zur Zeit ist sie zu sehen an der Komödie-Berlin in "Der Chinese", im Kino in "Als Susan Sontag im Publikum saß" (RPKahl) und in "Schlingensief - in das Schweigen hineinschreien." Freie Autorin bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Dozentin an der DEKRA Medienhochschule für das Genre Komödie.Theater-Engagements am HAU1, Ballhaus Ost, Tribüne Berlin, BAT, Theaterdiscounter, Theater unterm Dach, Theater in der Basilika, Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater.
Beiträge
Alice muss mit dieser Mutter leben - dieser Mutter, die sie bis zu ihrem 6. Lebensjahr vor angeblichen Feinden versteckt hat, sie von der Außenwelt abgeschirmt hat und sie hat verwahrlosen lassen. Dann holt der Vater Alice zu sich und es entbrennt ein Sorgerechtsstreit, der Alice alles abverlangt. Als Erwachsene steht Alice als Comedienne auf der Bühne und weiß doch nicht, wer sie ist. Ein unsichtbares Band fesselt sie an die Mutter, die sie beschimpft, anpöbelt, beschuldigt und dann wieder liebevoll und freundlich zu sein scheint. Aber Alice kann ihr Leben so nicht leben. Sie muss sich von dieser Frau, die ihr nur geschadet hat, irgendwie lösen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wieso ich mir „Sei nicht so“ von Kirstin Warnke gekauft habe. Vielleicht, weil der Klappentext so traurig und doch stark klang. Und genau so habe ich auch diesen Roman empfunden. Alice‘s Mutter ist unerträglich. Sie ist psychisch krank und Alice ist ihr ungeschützt ausgeliefert. Erst als der Vater die Reißleine zieht, lernt sie in anderes Leben kennen. Doch ihre Mutter bleibt immer Teil ihres Lebens und sie erholt sich nie von dem, was ihr kontinuierlich angetan wurde und auch noch als Erwachsene angetan wird. Es war beklemmend diese Beziehung zu verfolgen, hat mich wütend und fassungslos gemacht und zugleich habe ich verstanden, warum Alice all das über sich hat ergehen lassen. Wie großartig war es zu lesen, wie Alice sich langsam gefunden hat, ihren eigenen Weg beschritten hat und es war beinahe schmerzhaft zu erleben, dass sie ihre Mutter doch nie gänzlich aus ihrem System bekommen kann. Wortgewandt und betont leicht wird diese Geschichte erzählt, versucht die Schwere zu kaschieren. Ein Buch, das weh tut, das zornig macht und Mitgefühl generiert - ein Roman über ein unvorstellbares Leben, das so nah an der Realität ist, dass es einem den Atem raubt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Beschreibung
Der Kampf einer Tochter um die eigene Identität
Alice steht als Comedienne im Rampenlicht und oft neben sich. Ihre Mutter lebt seit Wochen mit den Füßen im Wasser, weil die Badewanne übergelaufen ist, ihr Vater hat sich mit den Worten »die Pipeline ist defekt« ins Jenseits verabschiedet, und ihr Publikum weiß nicht, ob es über ihre Witze lachen oder weinen soll. Dann erfährt Alice von einer Zufallsbekanntschaft auch noch, dass sie keine eigene Persönlichkeit hat.
Wie soll das alles weitergehen – vor allem, wenn das Gehen an sich infrage gestellt wird?
In ihrem Debütroman erzählt Kirstin Warnke davon, wie Alice sich befreit. Mit viel Humor, Situationskomik und Empathie.
»Der Roman hat mich zum Lachen gebracht, mich durchgeschüttelt, mich wahnsinnig gemacht und mir die Tränen in die Augen getrieben. Was für eine schriftstellerische Leistung!« Christian Ehring, »Extra 3«
»Sprachlich beste Literatur, intensiv und mitreißend geschrieben, dabei voller Komik des Alltags.« Michael Pöppl, Tagesspiegel
»Kirstin Warnke hat nun einen großen Roman geschrieben, irgendwo zwischen Heinz Strunk und Wilhelm Meister.« Edo Reents, FAZ
»Man staunt darüber, was Warnke der guten alten Thomas-Mann-Leitidee von der Sehnsucht nach Gewöhnlichkeit auf sehr zeitgenössische Art abzugewinnen vermag.« Edo Reents, FAZ
»Dabei gedeiht in diesem Schattendasein eine Erkenntnistiefe, die grelle Schlaglichter wirft – auf die Familie wie auf die in glänzenden essayistschen Passagen sezierte vermeintliche Normalität der anderen.« Edo Reents, FAZ
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Kirstin Warnke, geboren am 6.11. 1981 in Berlin, studierte an der Freien Universität Berlin Theaterwissenschaften und Anglistik.Sie ist Mitglied der Künstlergruppe A Rose Is und spielte in Produktionen von Christoph Schlingensief an der Volksbühne Berlin. Im Jahr 2013 absolvierte sie die von Frank Elstner geleitete "Masterclass" und gründete den YouTube-Kanal „Kikki Mora“, für den sie eigene Videos herstellt, welche zum Teil auch auf zuio.tv zu sehen sind. Als Autorin und Hauptdarstellerin der Comedyserie Frau Dingens will zum Fernsehen und "The Dingens Show" war sie seit 2014 auf Tele 5 zu sehen. In der Musiktheaterinszenierung idem am Theater Hebbel am Ufer berichtete sie aus ihrer „fake-fiktiven“ Biographie als ihr alter Ego „Katharina Wilke“. Von 2016-2021 ist sie regelmäßig in der ARD-Satiresendung Extra 3 aufgetreten, als sie selbst, aber auch in Rollen wieder burschikosen Parteienforscherin Ute Rehbein und als „Marlies Heidel“ in Anspielung auf die AfD-Politikerin Alice Weidel.Im Jahr 2019 erhielt sie das Stipendium der Roger-Willemsen-Stiftung für "Performance und Literatur." Zur Zeit ist sie zu sehen an der Komödie-Berlin in "Der Chinese", im Kino in "Als Susan Sontag im Publikum saß" (RPKahl) und in "Schlingensief - in das Schweigen hineinschreien." Freie Autorin bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Dozentin an der DEKRA Medienhochschule für das Genre Komödie.Theater-Engagements am HAU1, Ballhaus Ost, Tribüne Berlin, BAT, Theaterdiscounter, Theater unterm Dach, Theater in der Basilika, Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater.
Beiträge
Alice muss mit dieser Mutter leben - dieser Mutter, die sie bis zu ihrem 6. Lebensjahr vor angeblichen Feinden versteckt hat, sie von der Außenwelt abgeschirmt hat und sie hat verwahrlosen lassen. Dann holt der Vater Alice zu sich und es entbrennt ein Sorgerechtsstreit, der Alice alles abverlangt. Als Erwachsene steht Alice als Comedienne auf der Bühne und weiß doch nicht, wer sie ist. Ein unsichtbares Band fesselt sie an die Mutter, die sie beschimpft, anpöbelt, beschuldigt und dann wieder liebevoll und freundlich zu sein scheint. Aber Alice kann ihr Leben so nicht leben. Sie muss sich von dieser Frau, die ihr nur geschadet hat, irgendwie lösen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wieso ich mir „Sei nicht so“ von Kirstin Warnke gekauft habe. Vielleicht, weil der Klappentext so traurig und doch stark klang. Und genau so habe ich auch diesen Roman empfunden. Alice‘s Mutter ist unerträglich. Sie ist psychisch krank und Alice ist ihr ungeschützt ausgeliefert. Erst als der Vater die Reißleine zieht, lernt sie in anderes Leben kennen. Doch ihre Mutter bleibt immer Teil ihres Lebens und sie erholt sich nie von dem, was ihr kontinuierlich angetan wurde und auch noch als Erwachsene angetan wird. Es war beklemmend diese Beziehung zu verfolgen, hat mich wütend und fassungslos gemacht und zugleich habe ich verstanden, warum Alice all das über sich hat ergehen lassen. Wie großartig war es zu lesen, wie Alice sich langsam gefunden hat, ihren eigenen Weg beschritten hat und es war beinahe schmerzhaft zu erleben, dass sie ihre Mutter doch nie gänzlich aus ihrem System bekommen kann. Wortgewandt und betont leicht wird diese Geschichte erzählt, versucht die Schwere zu kaschieren. Ein Buch, das weh tut, das zornig macht und Mitgefühl generiert - ein Roman über ein unvorstellbares Leben, das so nah an der Realität ist, dass es einem den Atem raubt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️




