Blick ins Buch

Romane

Schwimmen mit Elefanten

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Über das Buch

Ein Junge wird von einem ehemaligen Fahrer, der in einem ausrangierten Bus auf dem Gelände der Verkehrsbetriebe wohnt, in die Geheimnisse des Schachs eingeweiht. Der Mann hat sofort das außergewöhnliche Talent des Jungen erkannt, der am besten spielt, wenn er unter dem Schachbrett sitzt – ohne die Figuren vor sich zu haben, ohne seinem Gegner in die Augen zu sehen, die Gedanken bei einem Elefanten, mit dem er befreundet ist. Jedoch wird ihm aufgrund dieser Angewohnheit der Beitritt in den örtlichen Schachklub verwehrt. Er darf nur einen Schachautomaten bedienen, der die Gesichtszüge des berühmten Großmeisters Alexander Alexandrowitsch Aljechin trägt. Im Inneren des Automaten, eingezwängt zwischen Hebeln und Knöpfen, treibt der Junge seine Kunst zur Vollendung. Doch dann kommt es zu einem verhängnisvollen Zwischenfall. Yoko Ogawa hat einen hinreißenden Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft geschrieben – und über den Zauber des Schachspielens.

Editionen (2)

ISBN9783954380138
VerlagLiebeskind
Erscheinungsdatum19.08.13
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

24 Bewertungen

4 Rezensionen

4,0

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  • salufi
    salufi

    220 Follower

    4,0

    In dem Buch geht es um einen Jungen, der sich immer mehr in die Welt des Schachs vertieft und dabei von einem ungewöhnlichen Lehrer begleitet wird. Es dreht auch hauptsächlich um die Schönheit des Schachspiels. Ich fand das Buch sehr schön, vor allem, weil ich selbst Schach spiele. Die Atmosphäre des Buchs ist ruhig und auch recht traurig. „Für ihn ging es nie darum, den König des Gegners in die Enge zu treiben, sondern die Schönheit des Spiels zu genießen. Denn die Gabe, in einzelnen Schachzügen die Klangfarbe einer Violine zu erkennen oder das Spektrum des Regenbogens oder eine Philosophie, die kein noch so genialer Kopf mit Worten beschreiben kann, ist etwas anderes, als bloß eine Partie zu gewinnen.“ „Er gehörte nicht zu der Sorte von Spielern, die ihre Gegner unbedingt besiegen wollen. Er suchte vielmehr ein Leuchten in deren Zügen, eine Harmonie , die sie miteinander teilen konnten.“ „Er war noch klein und sein Leuchten war so schwach, dass man es gar nicht wahrnahm. Aber der Mann führte den Jungen auf den Ozean des Schachs hinaus, wo er ihn lehrte, nur sich selbst zu vertrauen und eigene Spuren zu hinterlassen, ohne dabei vor Abgründen und gefährlichen Strömungen zurückzuweichen.“

    1. Mai 2026

  • kle3
    kle3

    141 Follower

    4,0

    Ein absolut tolles und empfehlenswertes Buch - allerdings nur für die richtige Zielgruppe. Ein großes Thema sind Freundschaft, aber eben auch Schach. Wer sich nicht für Schach interessiert und dem Thema nichts abgewinnen kann, wird hier keinen Hit landen können. Die Geschichten von Yoko Ogawa sind etwas besonderes und demnach auch nicht für jedermann/jederfrau. Mich hat die Geschichte öfters zu Tränen gerührt. Auch wenn in der Mitte die Geschichte inhaltlich etwas nachgelassen hat, hat es mich doch genug gefesselt um bis zum Schluss zu lesen und ich habe es nicht bereut. Der Schreibstil ist wunderschön. Was ich außerdem besonders schön fand ist dass das Buch auf einer tatsächlich passierten Geschichte basiert, was ich nicht erwartet hatte. Für mich persönlich war es sehr lesenswert und prägsam.

    28. Juli 2025

  • tastenklecks
    tastenklecks

    161 Follower

    3,5

    Schwierig zu bewerten.

    Ich weiß den Sprachstil zu schätzen. Eine Poesie, wie es wohl manche hinter Schachspielen zu erkennen scheinen. Schachspiele sind aber nicht meins. Ein Problem, wenn man dieses Buch liest. Denn es geht zum größten Teil genau darum. Zumindest oberflächlich. Hinter der Fassade geht es um das Leben selbst. Wer es nicht mit Metaphern hat, sollte wohl seine Finger von der Geschichte lassen. Die Autorin bedienst sich neben Metaphern verschiedener Yokai (japanischer Geister), die nicht nur Inspiration, sondern selbst Metaphern werden. Neben Sprachakrobatik findet man viel Verzweiflung und Verlust. Möglicherweise liest es sich deswegen manchmal zäh. Aber man erwartet hier eh keinen Pageturner. Wenn man mit all dem klarkommt - viel Spaß beim Lesen!

    27. Nov. 2024

3 von 4 Rezensionen

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