Roter Affe
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
in Wien geboren und zwischen Wien und Warschau aufgewachsen. Studium der Volkswirtschaft in Wien, danach Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, wo sie 2015 die Literaturzeitschrift und das Autor_innennetzwerk PS: Anmerkungen zum Literaturbetrieb/Politisch Schreiben mitbegründete, zu deren Redaktion sie seitdem gehört. Kaska Bryla war Redakteurin des Monatsmagazins an.schläge und erhielt 2013 das START-Stipendium sowie 2018 den Exil Preis für Prosa. Seit 2016 gibt sie Kurse zu Kreativem Schreiben in Gefängnissen, für geflüchtete Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund, 2019 inszenierte sie an der Schaubühne Lindenfels in Leipzig die Reihe Szenogramme. „Roter Affe“ ist erster Roman der im Herbst 2020 erscheint.
Beiträge
Mania ist als Psychologin in einer Justizvollzugsanstalt tätig. Dort betreut sie unter anderem den mehrfachen Vergewaltiger und Mörder Roland K., zu dem sie eine Verbindung hat. Als ihr bester Freund Tomek verschwindet und seine geliebte Hündin Sue zurücklässt, zusammen mit Tagebuch-aufzeichnungen, wird Mania alarmiert und reist nach Wien. Dort stellt sie fest, dass Tomek einen Pakt mit der suizidalen Marina geschlossen hat: Wenn sie nach einem Jahr unter seiner Anleitung immer noch sterben möchte, wird er ihr dabei helfen. Das Jahr ist vorbei und Tomek ist auf dem Weg nach Polen. Gemeinsam mit dem syrischen Flüchtling Zahit und ihrer Exfreundin, der Hackerin Ruth, begibt sich Mania auf die Suche nach ihm. Das Buch „Roter Affe“ hat mich komplett überrascht. Aus dem Klappentext hatte ich erwartet, eine Road-Novel zu lesen. Und obwohl das zweifellos ein großer Teil des Buches ist, nutzt Kaśka Bryla dieses Setting, um uns nach und nach ihre Charaktere näherzubringen und die Grauzonen in einer Welt zu erkunden, die so stark in den dualistischen Vorstellungen von Gut und Böse verhaftet ist. Dabei bieten nicht nur die gelegentlich philosophischen Diskussionen der Charaktere Stoff zum Nachdenken und Hinterfragen, sondern vor allem ihr Handeln. Die Charaktere werden kompromisslos in all ihrer Menschlichkeit und Unmenschlichkeit enthüllt, Traumata werden erforscht und der Umgang damit wird untersucht. Besonders schön ist auch, wie Bryla die stereotypen Geschlechterrollen auf den Kopf stellt: Ruth und Mania sind sehr rationale und starke Figuren, während Tomek sensibel und einfühlsam sein darf. Ich kann das Buch wärmstes empfehlen und würde mir viele weitere Leser*innen wünschen, die das Buch zum nachdenken und hinterfragen anregt.
Mania ist als Psychologin in einer Justizvollzugsanstalt tätig. Dort betreut sie unter anderem den mehrfachen Vergewaltiger und Mörder Roland K., zu dem sie eine Verbindung hat. Als ihr bester Freund Tomek verschwindet und seine geliebte Hündin Sue zurücklässt, zusammen mit Tagebuch-aufzeichnungen, wird Mania alarmiert und reist nach Wien. Dort stellt sie fest, dass Tomek einen Pakt mit der suizidalen Marina geschlossen hat: Wenn sie nach einem Jahr unter seiner Anleitung immer noch sterben möchte, wird er ihr dabei helfen. Das Jahr ist vorbei und Tomek ist auf dem Weg nach Polen. Gemeinsam mit dem syrischen Flüchtling Zahit und ihrer Exfreundin, der Hackerin Ruth, begibt sich Mania auf die Suche nach ihm. Das Buch „Roter Affe“ hat mich komplett überrascht. Aus dem Klappentext hatte ich erwartet, eine Road-Novel zu lesen. Und obwohl das zweifellos ein großer Teil des Buches ist, nutzt Kaśka Bryla dieses Setting, um uns nach und nach ihre Charaktere näherzubringen und die Grauzonen in einer Welt zu erkunden, die so stark in den dualistischen Vorstellungen von Gut und Böse verhaftet ist. Dabei bieten nicht nur die gelegentlich philosophischen Diskussionen der Charaktere Stoff zum Nachdenken und Hinterfragen, sondern vor allem ihr Handeln. Die Charaktere werden kompromisslos in all ihrer Menschlichkeit und Unmenschlichkeit enthüllt, Traumata werden erforscht und der Umgang damit wird untersucht. Besonders schön ist auch, wie Bryla die stereotypen Geschlechterrollen auf den Kopf stellt: Ruth und Mania sind sehr rationale und starke Figuren, während Tomek sensibel und einfühlsam sein darf. Ich kann das Buch wärmstes empfehlen und würde mir viele weitere Leser*innen wünschen, die das Buch zum nachdenken und hinterfragen anregt.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
in Wien geboren und zwischen Wien und Warschau aufgewachsen. Studium der Volkswirtschaft in Wien, danach Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, wo sie 2015 die Literaturzeitschrift und das Autor_innennetzwerk PS: Anmerkungen zum Literaturbetrieb/Politisch Schreiben mitbegründete, zu deren Redaktion sie seitdem gehört. Kaska Bryla war Redakteurin des Monatsmagazins an.schläge und erhielt 2013 das START-Stipendium sowie 2018 den Exil Preis für Prosa. Seit 2016 gibt sie Kurse zu Kreativem Schreiben in Gefängnissen, für geflüchtete Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund, 2019 inszenierte sie an der Schaubühne Lindenfels in Leipzig die Reihe Szenogramme. „Roter Affe“ ist erster Roman der im Herbst 2020 erscheint.
Beiträge
Mania ist als Psychologin in einer Justizvollzugsanstalt tätig. Dort betreut sie unter anderem den mehrfachen Vergewaltiger und Mörder Roland K., zu dem sie eine Verbindung hat. Als ihr bester Freund Tomek verschwindet und seine geliebte Hündin Sue zurücklässt, zusammen mit Tagebuch-aufzeichnungen, wird Mania alarmiert und reist nach Wien. Dort stellt sie fest, dass Tomek einen Pakt mit der suizidalen Marina geschlossen hat: Wenn sie nach einem Jahr unter seiner Anleitung immer noch sterben möchte, wird er ihr dabei helfen. Das Jahr ist vorbei und Tomek ist auf dem Weg nach Polen. Gemeinsam mit dem syrischen Flüchtling Zahit und ihrer Exfreundin, der Hackerin Ruth, begibt sich Mania auf die Suche nach ihm. Das Buch „Roter Affe“ hat mich komplett überrascht. Aus dem Klappentext hatte ich erwartet, eine Road-Novel zu lesen. Und obwohl das zweifellos ein großer Teil des Buches ist, nutzt Kaśka Bryla dieses Setting, um uns nach und nach ihre Charaktere näherzubringen und die Grauzonen in einer Welt zu erkunden, die so stark in den dualistischen Vorstellungen von Gut und Böse verhaftet ist. Dabei bieten nicht nur die gelegentlich philosophischen Diskussionen der Charaktere Stoff zum Nachdenken und Hinterfragen, sondern vor allem ihr Handeln. Die Charaktere werden kompromisslos in all ihrer Menschlichkeit und Unmenschlichkeit enthüllt, Traumata werden erforscht und der Umgang damit wird untersucht. Besonders schön ist auch, wie Bryla die stereotypen Geschlechterrollen auf den Kopf stellt: Ruth und Mania sind sehr rationale und starke Figuren, während Tomek sensibel und einfühlsam sein darf. Ich kann das Buch wärmstes empfehlen und würde mir viele weitere Leser*innen wünschen, die das Buch zum nachdenken und hinterfragen anregt.
Mania ist als Psychologin in einer Justizvollzugsanstalt tätig. Dort betreut sie unter anderem den mehrfachen Vergewaltiger und Mörder Roland K., zu dem sie eine Verbindung hat. Als ihr bester Freund Tomek verschwindet und seine geliebte Hündin Sue zurücklässt, zusammen mit Tagebuch-aufzeichnungen, wird Mania alarmiert und reist nach Wien. Dort stellt sie fest, dass Tomek einen Pakt mit der suizidalen Marina geschlossen hat: Wenn sie nach einem Jahr unter seiner Anleitung immer noch sterben möchte, wird er ihr dabei helfen. Das Jahr ist vorbei und Tomek ist auf dem Weg nach Polen. Gemeinsam mit dem syrischen Flüchtling Zahit und ihrer Exfreundin, der Hackerin Ruth, begibt sich Mania auf die Suche nach ihm. Das Buch „Roter Affe“ hat mich komplett überrascht. Aus dem Klappentext hatte ich erwartet, eine Road-Novel zu lesen. Und obwohl das zweifellos ein großer Teil des Buches ist, nutzt Kaśka Bryla dieses Setting, um uns nach und nach ihre Charaktere näherzubringen und die Grauzonen in einer Welt zu erkunden, die so stark in den dualistischen Vorstellungen von Gut und Böse verhaftet ist. Dabei bieten nicht nur die gelegentlich philosophischen Diskussionen der Charaktere Stoff zum Nachdenken und Hinterfragen, sondern vor allem ihr Handeln. Die Charaktere werden kompromisslos in all ihrer Menschlichkeit und Unmenschlichkeit enthüllt, Traumata werden erforscht und der Umgang damit wird untersucht. Besonders schön ist auch, wie Bryla die stereotypen Geschlechterrollen auf den Kopf stellt: Ruth und Mania sind sehr rationale und starke Figuren, während Tomek sensibel und einfühlsam sein darf. Ich kann das Buch wärmstes empfehlen und würde mir viele weitere Leser*innen wünschen, die das Buch zum nachdenken und hinterfragen anregt.




