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Romane

Rheinblick

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Über das Buch

Von der Autorin des Spiegel-Bestsellererfolgs Bühlerhöhe

Deutschland, im November 1972: Niemand kennt das Bonner Polittheater besser als Hilde Kessel, schlagfertige Wirtin des Rheinblicks. Bei ihr treffen sich Hinterbänkler und Minister, Sekretärinnen und Taxifahrer. Als der Koalitionspoker nach der Bundestagswahl härter wird, kann sich Hilde dem politischen Ränkespiel nicht länger entziehen.

Gleichzeitig kämpft in der Abgeschiedenheit einer Klinik auf dem Venusberg die junge Logopädin Sonja Engel mit Willy Brandt um seine Stimme, die ihm noch in der Wahlnacht versagte. Wird er auf die Koalitionsverhandlungen Einfluss nehmen können? Kann er seinen Politikerfreunden vertrauen?

Brigitte Glaser erzählt von zwei sehr verschiedenen Frauen im Schatten der Macht, von zwei Wochen im November, in denen Sieg und Niederlage so nahe beieinanderlagen wie selten zuvor.


Die Presse zu Rheinblick:

»Krimi, Action- und Liebesroman. Brigitte Glaser hat alles dicht vermengt, sie arbeitet mit viel Lokalkolorit und viel Faktenmaterial aus der Zeit, die für viele (…) eine des Aufbruchs war.« Lübecker Nachrichten, Roland Mischke

Editionen (5)

ISBN9783548062495
VerlagUllstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum29.05.20
Seitenzahl432

Rezensionen & Bewertungen

16 Bewertungen

5 Rezensionen

3,6

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  • _nora_
    _nora_

    91 Follower

    3,0

    Politische Intrigen und ein Mord

    Der Rheinblick ist eine Kneipe in Bonn in denen Politiker absteigen und sich über aktuelle Probleme rund um die Regierungszusammensetzung zu Zeiten von Willy Brandt unterhalten. Das Buch ist aus vielen verschiedenen Perspektiven geschrieben. So kann man in die Geschichte von Hilde der Wirtin, von Sonja der Logopädin, Max dem Taxifahrer oder Lotti der Journalistin eintauchen. Durch die vielen verschiedenen Perspektiven fällt das Lesen schwer, da man an jedem Abschnitt zuerst schauen muss aus welcher Sicht es verfasst wurde. Zwischen den politischen Machtspielen wird außerdem ein Mord begangen, der für Aufregung sorgt. Das Buch hat einen schönen Schreibstil und ist sehr eingängig. Es wird allerdings mit vielen Namen aus den 1970er Jahren um sich geworfen, sodass man ein politisches Verständnis für die deutsche politische Geschichte mitbringen muss. Ansonsten versteht man viele Aspekte nicht. Trotz meines Hintergrundwissens viel es mir schwer, alle auseinanderzuhalten und die politischen Zusammenhänge nachzuvollziehen. Die politische Studentenbewegung wird im Buch aber sehr gut dargestellt und trifft den Charme der damaligen Studentenschaft.

    5. Apr. 2024

  • 2,0

    Viel Politik, wenig Geschichte

    30. Okt. 2023

  • mrs.moriarty
    mrs.moriarty

    68 Follower

    3,0

    Insgesamt kommt für mich "Rheinblick" nicht an Glassers letzten Roman "Bühlerhöhe" heran. Dieser Vergleich drängt sich auch deshalb auf, weil das Konzept des Romans wieder ein Haus in den Mittelpunkt stellt, bei dem zumindest im Roman (das Gasthaus Rheinblick ist anders als die Bühlerhöhe eine Erfindung der Autorin) das halbe politische Bonn seinen Feierabend verbringt. Hier finden sich auch nach und nach, die verschiedenen Figuren des Romans ein. Eigentlicher Dreh und Angelpunkt ist aber Willy Brandt, der kurz nach den Wahlen 1972 auch historisch belegt eine Kehlkopfoperation hinter sich gebracht hat und zwei Wochen lang nicht sprechen darf. Ein politisches Problem, denn das ganze fällt genau in die Koalitionsverhandlungen, an die alte und neue Kanzler nicht persönlich teilnehmen kann. Belegt ist auch,das hier seine Wünsche explizit umgangen wurden. Über die angehende Logopädin Sonja wird dieser Teil des Romans beleuchtet. Allerdings fand ich das es auch irgendwie so dahin plätscherte. Da Sonja eigentlich kaum auf ihn trifft, bleibt dieser eigentlich sehr interessante Teil der Handlung seltsam blass und wirkt fast auch fehl am Platz. Auch eine WG, damals noch ein recht neues Konzept des Zusammenlebens,wird eingeführt in der verschiedene andere Figuren zusammenkommen und die Handlung durch ihre Blickwinkel mit zusammensetzen. Politische Debatten, Drogenkonsum, feministische Diskussionen, so wie man sich die jungen Leute in den frühen 70er Jahren, noch stark von der Studentenbewegung geprägt, vorstellt. Eine junge Journalistin die sich ihre Aufträge außerhalb der "Frauenthemen" immer neu erstreiten muss. Hier fand ich vor allem Lotti, die als Journalistin versucht auch schwierigere Themen wie etwa die Kritik an der Heimerziehung durch zu setzen, noch am interessantesten. Sie hat einfach am meisten Profil und wirkt nicht so Stereotyp, wie der Rest der WG. Vor allem Max fand ich zum Teil ganz schön unsympathisch. Außerdem fand ich die Liebesgeschichte die die Autorin einbaut irgendwie übertrieben. Das grenzte ein bisschen an Kitsch und daher gefiel mir dieser Aspekt leider nicht so gut. Dazu kommt dann Hilde, Chefin im Rheinblick, die so ihre ganz eigenen Kämpfe mit sich und der Vergangenheit ausmachen muss. Sie hat immer wieder mit zwei Politikern zu tun, die innerhalb der SPD ihre Machtkämpfe ausführen. Diesen Punk fand ich ganz interessant, ich fand das die Autorin die eher biedere Atmosphäre im politischen Bonn gut eingefangen hat.Zudem ist Hilde eine gut konstruierte Figur, die sich als Frau hier stark behaupten kann. Dennoch hat auch sie ihre dunklen Seiten, allerdings gebe ich zu, das ich diesen Punkt dann etwas langweilig fand. Ich hätte mehr erwartet. Der große Paukenschlag bleibt dann aber irgendwie aus. Die Handlung wird auch von dem Mord an einer jungen Frau zusammengehalten, die in einer Heilsarmeeuniform ermordet aufgefunden wird. Leider war aber auch hier der Spannungsbogen etwas lasch aufgebaut. Ich hätte mir aber auch insgesamt etwas mehr Spannung erwartet, der Klappentext suggeriert da einfach mehr, als dann wirklich passiert. Wieder muss ich hier den Vergleich zu "Bühlerhöhe" ziehen. Dort waren für mich die Figuren einfach vielschichtiger und interessanter mit einander verknüpft. In "Rheinblick" plätschert die Handlung oft nur so vor sich hin. Viele Wendungen die interessant hätten sein können, blieben aus. Das Ende ist dann sehr abprubt. Ich fand das ehrlich gesagt nicht besonders gelungen. Es wirkte als ob eigentlich noch etwas fehlt. Fazit: Der Roman spiegelt die Bonnerzeit der BRD ganz gut wieder, allerdings plätschert die Handlung oft einfach vor sich hin. Rheinblick ist zwar kein schlechtes Buch, fällt aber deutlich hinter meinen Erwartungen zurück.

    22. Aug. 2023

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Brigitte Glaser

Brigitte Glaser schreibt Romane mit zeitgeschichtlichem Hintergrund. Ihr Roman Bühlerhöhe stand 2016 wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Die literarische Erkundung der jungen Bundesrepublik setzte sie mit den Romanen Rheinblick, 2019, und Kaiserstuhl, 2022, erfolgreich fort. Darüber hinaus schreibt sie seit 2003, beginnend mit Leichenschmaus, Krimis mit ihrer Detektivin wider Willen, der Köchin Katharina Schweitzer. Brigitte Glaser ist am Fuß des Schwarzwaldes aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren als freie Autorin in Köln. www.brigitteglaser.de

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