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Romane

Reden müssen

4,5(12)
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Über das Buch

„Mädel, ratsch nicht, tu lieber!“ Einer Familie von stillen, schwer zu knackenden Nüssen entstamme sie, sagt Regina Denk. Und je mehr Jahre ins Land ziehen, desto mehr bleiben ihr die Worte im Hals stecken. Wie ging das nochmal: Gesehen werden. Mit allen Zweifeln, Unsicherheiten, Verletzungen, Träumen. Umeinander wissen, statt „Wie geht’s“ im Messenger. Regina Denk begibt sich auf die Suche nach Wegen aus der Sprachlosigkeit. Zwischen Pitches im Büro, Reels, Posts, Tweets in den sozialen Medien und Alltagsgetöse erinnert sie sich an das Schweigen in der Familie, das Quasseln mit den besten Freundinnen, an die Geborgenheit stundenlanger Telefonate mit dem ersten Schwarm, das Wunder der ersten Worte der eigenen Kinder. Und erkennt: die härtesten Nüsse, die es zu knacken gilt, das sind immer noch wir selbst. Worte, die tiefer gehen und Texte, die lange nachwirken: Wenn Geschichten mehr sind als Zeitvertreib. Bei Wasser Publishing finden Sie Essays und Erzählungen zu gesellschaftlichen und kulturellen Debatten, die inspirieren, aufwecken und zum Nachdenken anregen. Hochwertige Bücher, die Sie nicht mehr aus der Hand legen wollen, in denen es immer Neues zu entdecken gibt und die auch in aller Kürze Weltbewegendes vermitteln können. • Herausfordernde Themen aus Gesellschaft, Politik und Kultur: offen, mutig und ermuti-gend erzählt, in ästhetisch gestalteten Essaybänden renommierter Autor:innen • Die Schönheit des Essays in all ihren Facetten entdecken und entfalten • Bücher, die zu kritischen Betrachtungen anregen: Dafür steht Wasser Publishing • Erzählende Sachbücher, die zu Veränderungen ermutigen • Texte, die bewegen: Streitschriften zu Themen, die uns alle angehen Sich in ein Thema vertiefen, es von allen Seiten betrachten, dann die Gedanken dazu für sich selbst und andere verständlich einfangen: Das ist das Anliegen des Essays. Im besten Fall werden so komplexe Ideen leicht fassbar und der Grundstein für einen weiteren Diskurs ist gelegt. Bei Wasser Publishing wird dieser besonderen erzählenden Kunstform die Bühne geboten, die sie zum Wirken braucht. Für Bücher zum Nachdenken, die in ihrer Vielgestaltigkeit die ganze Schönheit und Kraft der Worte abbilden.

Editionen (1)

ISBN9783903618107
VerlagWasser Publishing FlexKapG
Erscheinungsdatum05.03.26
Seitenzahl128

Merkmale

1 Bewertungen

MittelMittelAnschaulichInformativGlaubwürdigSympathisch

Rezensionen & Bewertungen

12 Bewertungen

4 Rezensionen

4,5

Tippen zum Filtern

  • xgrinsekatzex
    xgrinsekatzex

    62 Follower

    5,0

    Ich habe diesen Essay sehr gerne gelesen, es wurden sehr viele wichtige Dinge angesprochen ohne neunmalklug für alles Antworten und Lösungen parat zu haben. Uneingeschränkte Empfehlung!

    8. Juni 2026

  • readingsalina
    readingsalina

    74 Follower

    4,0

    Ich bin Fan von Regina Denk, habe ihre Bücher "Die Schwarzgeherin" und "Der Fährmann" so gern gelesen. Dass sie nicht nur eine großartige Aurorin, sondern auch eine unglaublich reflektierte Frau ist, zeigt sich in diesem kleinen Büchlein. Ein Essay über das Reden, das Zuhören, das Reden lassen. Ich bin ein Kind der gleichen Generation und hab mich in so vielen Erinnerungen und Gedanken wiedergefunden. Zum einen die Kommunikationswege, die sich rückblickend ständig geändert haben. Vom Kabelsalat am Telefon, über schrille Modemgeräusche, erste Schritte in anonymen ICQ Chaträumn bis hin zur heutige Dauerbeschallung über Instagramm und Co. Immer mehr weg vom wirklichen Reden als hin zum tippen, konsumieren und schweigen. Und zu anderen das Aberziehen der Fähigkeit, gut und offen und frei zu kommunizieren. Diskussion, ja Streit auszuhalten, ihn mit zu gestalten. Ohne dass Streit immer gleich Bruch bedeutet und Beziehungen beendet. Regina Denk setzt sich hier sehr persönlich mit alldem auseinander und ich bin dankbar, dass ich ihr beim Schreiben über das Reden zuhören durfte.

    3. Juni 2026

  • wassilkeliest
    wassilkeliest

    187 Follower

    „Reden müssen“ - dieser Essay von Regina Denk ist eine eindringliche, kluge und sehr persönliche Auseinandersetzung mit einem Thema, das zugleich alltäglich und existenziell ist: dem Sprechen – und dem Schweigen. Schon der programmatische Auftakt „Sprache lebt, weil wir leben“ macht deutlich, worum es geht: Sprache ist hier kein bloßes Kommunikationsmittel, sondern Lebensform. Hitzig, erotisch, emotional, trocken, ernst, albern – Denk spannt einen weiten Bogen und zeigt, wie sehr unsere Lebendigkeit an das Wort gebunden ist. Der Ton des Essays ist dabei zugleich poetisch und reflektiert, mit einer rhythmischen, beinahe beschwörenden Sprachführung. Besonders stark ist der autobiografische Zugriff. Wenn Denk von ihrer Herkunft aus einer Familie „stiller, schwer zu knackender Nüsse“ spricht, wird Sprachlosigkeit nicht abstrakt verhandelt, sondern biografisch verortet. Das wiederkehrende Bild der Nuss dient als prägnante Metapher für Verschlossenheit, für emotionale Selbstblockade – und für die Mühe, sich selbst und andere wirklich zu öffnen. Der Essay gewinnt gerade dort an Tiefe, wo er Unsicherheit zulässt: Wie ging das nochmal – gesehen werden? Mit allen Zweifeln und Verletzungen? Diese Fragen bleiben bewusst offen und verleihen dem Text eine ehrliche Verletzlichkeit. Im Kontrast dazu stehen die heutigen Kommunikationsformen: Pitches, Reels, Posts, Tweets. Denk zeichnet das Bild einer Dauerberieselung, in der zwar ständig geredet wird, aber immer seltener wirklich gesprochen. Die lakonische Gegenüberstellung von „Umeinander wissen“ und dem schnellen „Wie geht’s?“ im Messenger trifft einen wunden Punkt unserer Gegenwart. Der Essay wird hier leise gesellschaftskritisch, ohne moralisch zu werden. Er klagt nicht an, sondern erinnert. Rührend sind die Passagen über das Quasseln mit den besten Freundinnen, die endlosen Telefonate mit dem ersten Schwarm, die ersten Worte der eigenen Kinder. Diese Erinnerungen verleihen dem Text Wärme und zeigen, was Sprache im Idealfall sein kann: Geborgenheit, Resonanzraum, Verbindung. Am Ende steht keine pathetische Lösung, sondern eine Erkenntnis, die zugleich einfach und unbequem ist: Die härtesten Nüsse sind wir selbst. Der Weg aus der Sprachlosigkeit führt nicht zuerst durch neue Kanäle oder bessere Formate, sondern durch Selbstbegegnung und Mut zur Offenheit. Insgesamt ist dieser Essay ein stiller, aber nachhaltiger Text. Er fordert nicht lautstark Veränderung, sondern lädt zur Selbstprüfung ein. Wer ihn liest, wird sich vermutlich dabei ertappen, über eigene Formen des Schweigens nachzudenken – und vielleicht den Impuls verspüren, wieder einmal wirklich zu sprechen.

    24. Apr. 2026

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Regina Denk

Regina Denk, geboren 1981, ist Autorin und Verlagsfrau. Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaften setzt sich ihr beruflicher Weg konsequent in der Buch- und Magazinwelt fort. Sie schreibt Kurz- und Langstrecke, für verschiedene Medien und Genres, ihre Themen sind zeitgeistig, einzigartig und stellen die großen Fragen des Lebens gekonnt in den Mittelpunkt mitreißender Geschichten. Mit ihrer Familie lebt sie an der Grenze zu Österreich in Niederbayern und denkt sich täglich neue Geschichten für den Rest der Welt aus. Zuletzt begeisterte sie mit dem feministischen Heimatroman „Die Schwarzgeherin“.

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