Querelle

Querelle

Taschenbuch
2.73
PolizistProstitutionMordTagebuch

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Beschreibung

Dieser schockierende Roman um den Matrosen und Mörder Querelle ist das Tagebuch eines Verdammten, den nichts retten kann, es sei denn die Objektivierung des Entsetzens durch Sprache. Jean Genet spricht das Intimste und das Öffentlichste aus, die Verwandlungen der Grausamkeit in Entzücken und des Entzückens in Grausamkeit, die Riten der Mörder, Opfer und Henker, die miteinander identisch sind. Jena Genet, der "dämonische Rhetor" (Jean-Paul Sartre), entblößt sich in diesem Roman ganz, er protestiert gegen die Tabus - er ist frei.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
222
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

Jean Genet, geboren am 19. Dezmber 1910 in Paris, kam als uneheliches Kind im Alter von fünfzehn Jahren in die Besserungsanstalt. Er brach aus, trat in die Fremdenlegion ein, floh, verkaufte seine Jugend, vagabundierte durch neun Länder, stahl, ließ sich aushalten, lebte unter fünfzehn verschiedenen Namen, war zwischen 1937 und 1943 dreizehnmal zu Gefängnis verurteilt und aus fünf Ländern ausgewiesen worden. 1942 schrieb er im Gefängnis seinen ersten Roman «Notre-Dame des Fleurs»; er widmete ihn einem Mörder. Mit diesem Buch, einem ersten Akt der Selbstbefreiung, einem ersten Versuch des Selbstverständnisses, trat Genet aus jener Finsternis heraus. Seine Gedichte, Romane und Dramen wurden in Frankreich und anderen Ländern, zeitweise auch in der Bundesrepublik Deutschland, verboten. Jean Genet starb am 15. April 1986 in Paris.

Beiträge

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Alle
2

Was war das denn? 🙈

Was zur Hölle?!? Normalerweise starte ich mit einer kurzen Inhaltsangabe, aber ganz ehrlich: Nach dem Lesen bin ich auch nicht viel schlauer. Vielleicht so: Querelle, ein skrupelloser Mörder, ist sich seiner Anziehungskraft bewusst und lebt seine ersten homosexuellen Erfahrungen aus. Klingt spannend? Ist es aber nicht. Denn das Buch besteht eher aus einer Sammlung poetischer Psychogramme. Die Wechsel zwischen den Figuren sind fließend. Kapitel gibt es nicht. Der Text wird nur durchbrochen durch Tagebucheinträge von Querelles heißblütigstem Verehrer. Das kleine dünne Buch hat es in sich. Jede Seite ist vollgestopft bis an den Rand, die Schrift ist klein und Absätze sind auf vielen Seiten gar nicht vorhanden. Die 220 Seiten sind also gefühlt 400. Jeder Sprachwissenschaftler wird wohl seine Freude haben - insbesondere in der Originalsprache. Bereits auf Seite 1 erstreckt sich ein Satz über knapp 20 Zeilen, vollgestopft mit Metaphern und Vergleichen. Ich bewundere wirklich, wie Genet mit Sprache spielt, aber für mich persönlich war es kein Lesevergnügen! Vielleicht versuch ich’s mal mit dem Film, der soll genauso crazy sein 😅 Die Thematik war insbesondere zum Zeitpunkt der Veröffentlichung absolut modern und fast schon skandalös, quasi Thriller, Dark Romance, LGBTQ. Hilft aber auch nichts, wenn die Handlung größtenteils fehlt. Fazit: Ich bin schon froh, dass ich dieses außergewöhnliche Buch gelesen habe. Aber auch, dass es endlich fertig ist.

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