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⏳️ Leider doch keine Alternative zur Edelstein-Trilogie ⏳️ Aber erstmal zum Inhalt: Sophie Dubois ist ein Mädchen aus dem 21. Jahrhundert, doch schon seit über 300 Jahren steht ihre Familie in der Schuld des sogenannten Teufels von Paris. Dieser hat nämlich in die Zeit eingegriffen und verhindert, dass Sophies Vorfahrin durch einen Unfall ihr Baby verliert. Mit anderen Worten, Sophie und ihre Familie verdanken ihr Leben dem Teufel von Paris. Um ihre Schuld zu begleichen, schickt der Teufel seine Schuldner - jedenfalls die Männer, Frauen dagegen wird hier allgemein eher wenig zugetraut - in die Vergangenheit, um dort Aufträge für ihn zu erledigen. Als Sophies Bruder Elian eines Tages aber nicht von seinem Auftrag im Jahr 1688 zurückkehrt, muss ausnahmsweise Sophie in die Vergangenheit reisen. Dabei konzentriert sie sich leider weniger auf ihre Aufgaben oder darauf, ihren Bruder ausfindig zu machen, sondern hat nur noch Augen für den ach so geheimnisvollen Valentin Delacroix, der ebenfalls in der Schuld des Teufels von Paris steht.😈 Die "Palast der Lügen"-Dilogie hat gar nicht mal schlecht angefangen. Die Autorin hat einen guten Schreibstil, die wechselnden Perspektiven sorgen für Spannung und auch die Idee hinter der Geschichte fand ich interessant. Teil 1 hat mir deshalb richtig gefallen ... oder besser gesagt: Teil 1 war doch so spannend, dass ich über die Schwächen hinwegsehen konnte. Im 2. Teil konnte ich das nicht mehr. Spätestens nach Sätzen wie "Wenn du nicht genau tust, was ich sage, sperre ich dich ein." oder "Sie habe ich geküsst, damit sie redet. Dich küsse ich, um dich zum Schweigen zu bringen.", war es für mich vorbei und ich hätte das Buch am liebsten gegen die Wand geworfen! 🤬 Denn diese Sätze stammen nicht etwa vom Bösewicht der Geschichte, sondern vom männlichen Protagonisten. Und das Schlimmste: Sophie nimmt das einfach so hin! HALLO?! Einerseits beschwert sie sich ständig, dass Mädchen in dieser Zeit nicht ernst genommen werden, andererseits lässt sie sich von Valentin herumkommandieren und herablassend behandeln, weil er ja so super toll aussieht? Geht's noch?!🤯 Die sogenannte Beziehung der beiden Protagonisten hat die Geschichte für mich leider völlig verdorben. Oberflächlich, ungesund und für Romane aus den Jahren 2022 und 2023 überhaupt nicht mehr angemessen. Meinetwegen kann man die frauenfeindlichen Ansichten einiger Figuren mit dem Setting im Jahr 1688 rechtfertigen, aber Valentin ist ja selbst ein Zeitreisender und hat dementsprechend keine Entschuldigung für sein Macho-Gehabe.😡 Von Sophie würde man wiederum erwarten, dass sie sich das als modernes Mädchen nicht gefallen lässt und ihre Mitmenschen zum Umdenken bringt. Stattdessen verhält sie sich tatsächlich so inkompetent und hormongesteuert, dass sie alle Klischees bestätigt. Valentin hier, Valentin da. Hauptsache Herumknutschen in dunklen Ecken, heimliches Fummeln in der Kutsche und der Heuhaufen darf auch nicht fehlen! (Xemerius hätte Gwendolyn da aber schon längst eine Standpauke gehalten!!!) Dass Sophie und Valentin einander eigentlich überhaupt nicht kennen und kein einziges persönliches Gespräch geführt haben, in dem es mal nicht um ihr Zeitreisedrama ging oder darüber, wie heiß sie sich doch finden, hält die beiden natürlich nicht davon ab, gleich von der großen Liebe zu sprechen.🙄 Und während Sophie und Valentin in ihrer emanzipatorischen Abwärtsspirale immer neue Tiefpunkte erreichen, gerät die eigentliche Haupthandlung schon fast in Vergessenheit.⏳️ Fazit: "Palast der Lügen" hätte wirklich gut sein können, wenn man das Augenmerk mehr auf die Logik der ganzen Zeitreise-Thematik gelegt hätte (ich sage nur "Tatsachenakzeptanz") und die Beziehung der Protagonisten weniger toxisch-schmalzig gestaltet hätte. Aber so kann ich den jungen Mädchen, für die diese Bücher vermutlich geschrieben wurden, nur folgenden Rat geben: Nehmt euch bloß kein Beispiel an Sophie und macht einen großen Bogen um alle Valentins da draußen, egal wie gut sie aussehen!!!
23. Juli 2025
⏳️ Leider doch keine Alternative zur Edelstein-Trilogie ⏳️ Aber erstmal zum Inhalt: Sophie Dubois ist ein Mädchen aus dem 21. Jahrhundert, doch schon seit über 300 Jahren steht ihre Familie in der Schuld des sogenannten Teufels von Paris. Dieser hat nämlich in die Zeit eingegriffen und verhindert, dass Sophies Vorfahrin durch einen Unfall ihr Baby verliert. Mit anderen Worten, Sophie und ihre Familie verdanken ihr Leben dem Teufel von Paris. Um ihre Schuld zu begleichen, schickt der Teufel seine Schuldner - jedenfalls die Männer, Frauen dagegen wird hier allgemein eher wenig zugetraut - in die Vergangenheit, um dort Aufträge für ihn zu erledigen. Als Sophies Bruder Elian eines Tages aber nicht von seinem Auftrag im Jahr 1688 zurückkehrt, muss ausnahmsweise Sophie in die Vergangenheit reisen. Dabei konzentriert sie sich leider weniger auf ihre Aufgaben oder darauf, ihren Bruder ausfindig zu machen, sondern hat nur noch Augen für den ach so geheimnisvollen Valentin Delacroix, der ebenfalls in der Schuld des Teufels von Paris steht.😈 Die "Palast der Lügen"-Dilogie hat gar nicht mal schlecht angefangen. Die Autorin hat einen guten Schreibstil, die wechselnden Perspektiven sorgen für Spannung und auch die Idee hinter der Geschichte fand ich interessant. Teil 1 hat mir deshalb richtig gefallen ... oder besser gesagt: Teil 1 war doch so spannend, dass ich über die Schwächen hinwegsehen konnte. Im 2. Teil konnte ich das nicht mehr. Spätestens nach Sätzen wie "Wenn du nicht genau tust, was ich sage, sperre ich dich ein." oder "Sie habe ich geküsst, damit sie redet. Dich küsse ich, um dich zum Schweigen zu bringen.", war es für mich vorbei und ich hätte das Buch am liebsten gegen die Wand geworfen! 🤬 Denn diese Sätze stammen nicht etwa vom Bösewicht der Geschichte, sondern vom männlichen Protagonisten. Und das Schlimmste: Sophie nimmt das einfach so hin! HALLO?! Einerseits beschwert sie sich ständig, dass Mädchen in dieser Zeit nicht ernst genommen werden, andererseits lässt sie sich von Valentin herumkommandieren und herablassend behandeln, weil er ja so super toll aussieht? Geht's noch?!🤯 Die sogenannte Beziehung der beiden Protagonisten hat die Geschichte für mich leider völlig verdorben. Oberflächlich, ungesund und für Romane aus den Jahren 2022 und 2023 überhaupt nicht mehr angemessen. Meinetwegen kann man die frauenfeindlichen Ansichten einiger Figuren mit dem Setting im Jahr 1688 rechtfertigen, aber Valentin ist ja selbst ein Zeitreisender und hat dementsprechend keine Entschuldigung für sein Macho-Gehabe.😡 Von Sophie würde man wiederum erwarten, dass sie sich das als modernes Mädchen nicht gefallen lässt und ihre Mitmenschen zum Umdenken bringt. Stattdessen verhält sie sich tatsächlich so inkompetent und hormongesteuert, dass sie alle Klischees bestätigt. Valentin hier, Valentin da. Hauptsache Herumknutschen in dunklen Ecken, heimliches Fummeln in der Kutsche und der Heuhaufen darf auch nicht fehlen! (Xemerius hätte Gwendolyn da aber schon längst eine Standpauke gehalten!!!) Dass Sophie und Valentin einander eigentlich überhaupt nicht kennen und kein einziges persönliches Gespräch geführt haben, in dem es mal nicht um ihr Zeitreisedrama ging oder darüber, wie heiß sie sich doch finden, hält die beiden natürlich nicht davon ab, gleich von der großen Liebe zu sprechen.🙄 Und während Sophie und Valentin in ihrer emanzipatorischen Abwärtsspirale immer neue Tiefpunkte erreichen, gerät die eigentliche Haupthandlung schon fast in Vergessenheit.⏳️ Fazit: "Palast der Lügen" hätte wirklich gut sein können, wenn man das Augenmerk mehr auf die Logik der ganzen Zeitreise-Thematik gelegt hätte (ich sage nur "Tatsachenakzeptanz") und die Beziehung der Protagonisten weniger toxisch-schmalzig gestaltet hätte. Aber so kann ich den jungen Mädchen, für die diese Bücher vermutlich geschrieben wurden, nur folgenden Rat geben: Nehmt euch bloß kein Beispiel an Sophie und macht einen großen Bogen um alle Valentins da draußen, egal wie gut sie aussehen!!!
23. Juli 2025






