Blick ins Buch

Thriller

Olympisches Feuer

4,1(13)
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Über das Buch

Editionen (7)

ISBN9783499227332
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum02.04.01
Seitenzahl400

Rezensionen & Bewertungen

13 Bewertungen

5 Rezensionen

4,1

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  • strandpipare
    strandpipare

    92 Follower

    5,0

    Spannender, atmosphärischer Krimi mit Mehrwert

    Liza Marklund (1998): „Sprängaren“ dt. „Olympisches Feuer“ Stockholm am 18. Dezember, wenige Tage vor Weihnachten. Annika Bengtzon, Kriminalreporterin der Zeitung „Kvällspressen“, wird unsanft aus ihren Träumen gerissen. Jansson, der Chef der Nachtschicht, bittet sie, zum Victoriastadion am Hafen von Hammarby zu fahren, weil dort eine Sprengladung detoniert ist. Schnell stellt sich heraus, dass es ein Opfer gibt, das durch die Explosion in Stücke gerissen wurde. Während die Ermittlungen der Kriminalpolizei beginnen, stellt die Presse Vermutungen über den Hintergrund des Anschlages auf. Wer ist das Opfer? Ist das Attentat gegen die Olympischen Spiele gerichtet, die bald in Stockholm stattfinden sollen? Oder handelt es sich um eine interne Geschichte? Wer behält die Deutungshoheit? Und wie kann man über derartige Geschehnisse berichten, ohne zu weit zu gehen und die Gefühle von Angehörigen zu verletzen? Schon auf der ersten Seite fühlte sich dieser Kriminalroman wie ein Nach-Hause-Kommen an. Und das lag nicht nur am Handlungsort Stockholm und an Liza Marklunds unvergleichlicher Art, mit der Beschreibung von Farben, Strukturen, Texturen, Geräuschen und Gerüchen eine lebendige Atmosphäre zu erschaffen. Die drei Romane, die zeitlich vor „Sprängaren“ angesiedelt sind (aber nach diesem Roman erschienen sind), haben mir ein gewisses Grundverständnis für den Hintergrund der Figuren mitgegeben. Annika Bengtzon ist als junge Frau zwischen den Verpflichtungen gegenüber ihrer Familie und ihrem Beruf hin und hergerissen. Grundsätzlich lebt sie in einer gleichberechtigten Partnerschaft, in der versucht wird, Aufgaben gerecht zu verteilen und beiden Partnern die Berufstätigkeit zu ermöglichen. Aber gleichzeitig quälen sie Schuldgefühle, weil sie ihre Arbeit hin und wieder priorisiert. Annika ist dabei gleichermaßen stark wie verletzlich, zielstrebig, emotional, klug und manchmal gutgläubig - und damit mehrdimensional. Gleiches gilt für die weiteren Figuren, insbesondere ihren Partner Thomas und ihren Herausgeber Anders Schyman. Der Roman, der aus wechselnden Perspektiven erzählt wird, gliedert sich in 7 Kapitel, welche die Ereignisse zwischen dem 18.12. und dem 24.12. wiedergeben. Diese Kapitel werden von Prolog und Epilog eingerahmt und von kurzen Texten zu existenziellen Themen unterbrochen. Worum es sich bei diesen kleinen, berührenden Texten handelt, wird erst gegen Ende des Buches aufgelöst. Sie sind es aber, die neben den Überlegungen zur Aufgabe und Verantwortung der Presse und zur Rolle der Frau in der Gesellschaft den Mehrwert dieses Buches ausmachen. Ich kann die Lektüre dieses spannenden, atmosphärischen Krimis sehr empfehlen. Die Lektüre im schwedischen Original dürfte ab einem fortgeschrittenen B1/B2-Niveau gut zu bewältigen sein. Und ganz nebenbei kann man dann seinen Wortschatz um zahlreiche umgangssprachliche Wörter (und Schimpfwörter 😅) erweitern…

    Spannender, atmosphärischer Krimi mit Mehrwert

    31. Juli 2024

  • _.seelenseiten._
    _.seelenseiten._

    61 Follower

    3,0

    "Wenig Krimi, viel Roman"

    Dass ich 5 Monate gebraucht habe, um dieses Buch zu beenden, sagte wahrscheinlich schon mehr als genug aus. Immer wieder habe ich mal hier mal da ein paar Seiten gelesen, aber ich bin einfach nicht in diese Geschichte reingekommen. Ich bin mit der Erwartungshaltung an diesen Kriminalroman gegangen, dass es ein spannender Krimi werden würde. Das Wort „Roman“ wird hier jedoch sehr großgeschrieben. Neben den „Ermittlungen“ zu dem Bombenanschlag, liegt viel Fokus auf dem Arbeits- und Privatleben von Annika Bengtzon. Diese Fokusthemen haben leider die Spannung aus der Story um den Bombenanschlag genommen und mich teils gelangweilt, sodass ich das Buch oft für mehrere Tage an die Seite gelegt habe. Auch der Schreibstil hat mir überhaupt nicht zugesagt. Das ewige Gespringe von einem Charakter zum Anderen und das aus der Perspektive einer außenstehenden Person hat mich auf Dauer verwirrt, weil ich einfach den Überblick verloren habe und zu keinem der Charaktere wirklich eine Bindung aufbauen konnte. All meine Kritikpunkte beruhen auf persönlichen Präferenzen, weshalb ich dem Buch nicht absprechen kann, dass es ein tolles Konzept hat. Das Konzept wurde nur bedauerlicherweise meinen persönlichen Vorlieben nicht gerecht. Wer einen Kriminalroman, der mehr auf Roman als auf Krimi setzt, sucht, ist hier goldrichtig.

    8. Apr. 2024

  • haffi1510
    haffi1510

    270 Follower

    4,0

    Das Buch fing schleppend an und hat aber seine Spannung dann richtig gut aufgebaut. Allerdings sind die vielen Straßennamen schwierig , wenn man sich in der Stadt überhaupt nicht auskennt.

    15. Feb. 2026

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Liza Marklund

1962 geboren, wuchs in Nordschweden auf. Jahrelang hat sie für verschiedene Zeitungen und Fernsehsender gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Stockholm und ist nach wie vor als Reporterin tätig. Für ihren Roman "Olympisches Feuer" wurde sie von der Schwedischen Krimiakademie mit dem Poloni-Preis für das beste Debüt des Jahres 1998 ausgezeichnet.

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