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Montmartre – Traum und Schicksal von Marie Lacrosse ist der 2. Band der Dilogie, den ich sehnsüchtig erwartet und innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Band 2 knüpft nahtlos an den Vorgängerband an, doch mit Hilfe des Personenverzeichnisses am Anfang des Romans findet man sich schnell zurecht, auch wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. Paris, 1889: Elise hat es geschafft: Sie ist neben der berühmten La Goulue als Tänzerin im Moulin Rouge angestellt. Sie kann es sich leisten, für den Unterhalt ihrer Mutter und der alten Hebamme Marianne aufzukommen. Doch nach dem tödlichen Unfall einer Kollegin macht sie sich Gedanken, wie lange sie noch als Tänzerin wird arbeiten können. Elises Schwester Simone ist dank des Zuhälters Luc in der Gosse gelandet, sie muss für ihn in diversen Bordellen anschaffen gehen. Valérie ist mit dem berühmten Maler Baptiste Germain verheiratet. Sie ist die Ehe nur eingegangen, um ihren Vater vor dem finanziellen Ruin zu retten. Als seine Ehefrau darf Valerie nur in dem von ihm präferierten akademischen Stil malen, ein Stil, der ihr überhaupt nicht zusagt. Valérie verabscheut die Bilder ihres Mannes, die unbekleidete und öffentlich bloßgestellte Frauen darstellen. Sie liebt den Impressionismus und verehrt Edgar Degas, der sich für sie einsetzt und sie berät. Ein wichtiger Nebencharakter ist Henri de Toulouse-Lautrec, der mit Elise und Valérie befreundet ist. Er verbringt viel Zeit in Nobelbordellen und lernt dort Elises Schwester Simone kennen. Henri porträtiert Simone und ihre Kolleginnen und bietet Simone an, ihr dabei zu helfen, Luc und ihrem Leben im Bordell zu entkommen. Ein weiterer interessanter Charakter ist Elises früherer Verlobter André, der sich den Anarchisten anschließt. Nach einem Bombenanschlag auf die Nationalversammlung distanziert er sich von der Gruppierung. Eine wichtige Rolle spielt die Tänzerin La Goulue (historische Persönlichkeit) und das Moulin Rouge mit Konkurrenzkämpfen und Eifersüchteleien zwischen den Tänzerinnen, bis hin zu einem historisch belegten Kampf auf der Brücke über dem Cimetière Montmartre. Auch Band 2 habe ich gern gelesen. Aufgrund der gelungenen Verknüpfung zwischen Wahrheit und Fiktion und der akribischen Recherche der Autorin habe ich viel über das Leben in Paris im 19. Jahrhundert, das Moulin Rouge, verschiedene Malstile und berühmte Maler gelernt. Sehr berührt hat mich Simones Schicksal, die sich auf Anweisung ihres Mannes prostituieren musste und Valeries Leben, die ihrem brutalen und grausamen Mann hilflos ausgeliefert war. Valéries und Elises Geschichte ist noch nicht auserzählt, das Ende ist offen, vielleicht gibt es noch einen dritten Band? Ich würde mich freuen, die beiden Frauen weiterhin begleiten zu dürfen und empfehle die Montmartre-Dilogie sehr gerne weiter.
14. Dez. 2025
Montmartre – Traum und Schicksal von Marie Lacrosse ist der 2. Band der Dilogie, den ich sehnsüchtig erwartet und innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Band 2 knüpft nahtlos an den Vorgängerband an, doch mit Hilfe des Personenverzeichnisses am Anfang des Romans findet man sich schnell zurecht, auch wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. Paris, 1889: Elise hat es geschafft: Sie ist neben der berühmten La Goulue als Tänzerin im Moulin Rouge angestellt. Sie kann es sich leisten, für den Unterhalt ihrer Mutter und der alten Hebamme Marianne aufzukommen. Doch nach dem tödlichen Unfall einer Kollegin macht sie sich Gedanken, wie lange sie noch als Tänzerin wird arbeiten können. Elises Schwester Simone ist dank des Zuhälters Luc in der Gosse gelandet, sie muss für ihn in diversen Bordellen anschaffen gehen. Valérie ist mit dem berühmten Maler Baptiste Germain verheiratet. Sie ist die Ehe nur eingegangen, um ihren Vater vor dem finanziellen Ruin zu retten. Als seine Ehefrau darf Valerie nur in dem von ihm präferierten akademischen Stil malen, ein Stil, der ihr überhaupt nicht zusagt. Valérie verabscheut die Bilder ihres Mannes, die unbekleidete und öffentlich bloßgestellte Frauen darstellen. Sie liebt den Impressionismus und verehrt Edgar Degas, der sich für sie einsetzt und sie berät. Ein wichtiger Nebencharakter ist Henri de Toulouse-Lautrec, der mit Elise und Valérie befreundet ist. Er verbringt viel Zeit in Nobelbordellen und lernt dort Elises Schwester Simone kennen. Henri porträtiert Simone und ihre Kolleginnen und bietet Simone an, ihr dabei zu helfen, Luc und ihrem Leben im Bordell zu entkommen. Ein weiterer interessanter Charakter ist Elises früherer Verlobter André, der sich den Anarchisten anschließt. Nach einem Bombenanschlag auf die Nationalversammlung distanziert er sich von der Gruppierung. Eine wichtige Rolle spielt die Tänzerin La Goulue (historische Persönlichkeit) und das Moulin Rouge mit Konkurrenzkämpfen und Eifersüchteleien zwischen den Tänzerinnen, bis hin zu einem historisch belegten Kampf auf der Brücke über dem Cimetière Montmartre. Auch Band 2 habe ich gern gelesen. Aufgrund der gelungenen Verknüpfung zwischen Wahrheit und Fiktion und der akribischen Recherche der Autorin habe ich viel über das Leben in Paris im 19. Jahrhundert, das Moulin Rouge, verschiedene Malstile und berühmte Maler gelernt. Sehr berührt hat mich Simones Schicksal, die sich auf Anweisung ihres Mannes prostituieren musste und Valeries Leben, die ihrem brutalen und grausamen Mann hilflos ausgeliefert war. Valéries und Elises Geschichte ist noch nicht auserzählt, das Ende ist offen, vielleicht gibt es noch einen dritten Band? Ich würde mich freuen, die beiden Frauen weiterhin begleiten zu dürfen und empfehle die Montmartre-Dilogie sehr gerne weiter.
14. Dez. 2025







