Blick ins Buch

Biografien

Mitternacht in Tschernobyl

4,6(30)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

In seinem Tschernobyl-Thriller deckt Adam Higginbotham auf, was wirklich geschah. Mit großer Erzählkunst und basierend auf intensiver Recherche zeichnet er nach, wie am frühen Morgen des 26. April 1986 der Reaktor 4 des Kernkraftwerks in Tschernobyl explodierte und die schlimmste Atomkatastrophe der Geschichte auslöste.
Seither gehört Tschernobyl zu den kollektiven Albträumen der Welt: eine gefährliche Technologie, die aus den Rudern läuft, die ökologische Zerbrechlichkeit und ein ebenso verlogener wie unachtsamer Staat, der nicht nur seine eigenen Bürger, sondern die gesamte Menschheit gefährdet.
Wie und warum es zu der Katastrophe kam, war lange unklar. Adam Higginbotham hat zahllose Interviews mit Augenzeugen geführt, Archive durchforstet, bislang nicht veröffentlichte Briefe und Dokumente gesichtet. So bringt er Licht in die Geschichte, die bislang im Sumpf von Propaganda, Geheimhaltung und Fehlinformationen verborgen lag. Erschütternd, packend: »Wie ein Thriller.« Luke Harding

Editionen (2)

ISBN9783596036868
VerlagFISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum27.03.24
Seitenzahl640

Rezensionen & Bewertungen

30 Bewertungen

6 Rezensionen

4,6

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  • tinibambini
    tinibambini

    4 Follower

    5,0

    Wirklich wie ein Thriller !

    Das meiner Meinung nach detaillierteste Buch zum Thema. Der Schreibstil des Autors macht das Buch zu etwas Besonderem. Es befinden sich im Anhang Bibliografien zu den wichtigen Akteuren oder bekannten Helfern, eine Erläuterung zu den wichtigsten Begrifflichkeiten und eine Masse von 200 Seiten Quellen. Der Autor schafft es, die physikalischen Vorgänge verständlich zu erläutern, ohne dabei langatmig oder langweilig zu werden. Bestückt mit etlichen Biografien der wichtigen oder bekannten Akteure in diesem Katastrophenfall und politischen Gegebenheiten und Handlungsweisen. Erschreckend sind dabei die Vertuschungen etlicher anderer Störfälle. Für mich zeigte sich die Skandalösität darin, dass viele Faktoren zusammenliefen, sodass diese Katastrophe zustande kam. Es war nicht einfach jmd., der einen Knopf drückte und das der Fehler war, sondern Nichtbearbeitung von Systemfehlern, Vertuschung, Übergehen von Sicherheitskontrollen, Pfusch am Bau und das Nichtvorhandensein von Transparenz, sodass die Ingenieure im Kontrollraum ordnungsgemäß arbeiten konnten. Insgesamt gebe ich sehr gerne 5 Sterne. Wer sich für das Thema interessiert, sollte dieses Buch gelesen haben. Ich konnte etliche Parallelen zur Nennung von Akteuren in der Dokumentation vom ZDF (4 teilig) " Super-Gau" finden, bspw. die Architektin von Prijpiat kommt hierin zu Wort. Diese hat wesentlich mitgewirkt an der Evakuierung der Stadtbewohner und maß Strahlenwerte in der Stadt.

    16. Juli 2025

  • miss_sonnen83
    miss_sonnen83

    37 Follower

    5,0

    Auch nach fast genau 40 Jahren den Schrecken nicht verloren

    Dieser sehr gut recherchierte Tatsachenbericht ist spannender als so mancher Thriller. Das Unglück jährt sich fast genau zum 40. Mal. Auch wenn ich schon unzählige Dokumentationen und Berichte gesehen und viele Bücher über die Katastrophe gelesen habe, verliert sie für mich nie an Faszination.

    21. Apr. 2026

  • thrill.tastic
    thrill.tastic

    187 Follower

    4,0

    'Mitternacht in Tschernobyl' von Adam Higginbotham ist ein sehr eindringliches Sachbuch, das von der Katastrophe berichtet, die am 26. April 1986 in der damaligen UdSSR geschah. Reaktor 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodierte, mit verheerenden Folgen. Adam Higginbotham betrieb über 10 Jahre intensive Recherche, wodurch ein Werk entstand, dass mit einer unglaublichen Faktendichte die Geschichte des Kraftwerks darlegt, beginnend mit dem Bau bis hin zu den kurz- und langfristigen Folgen der Explosion für Umwelt, Menschen und der politischen Lage. Zwar ist das Buch mit Fachbegriffen gespickt, doch die Thematik wird für Laien begreiflich gemacht. Man erhält einen Crashkurs zur relevanten Physik und der Funktionsweise verschiedener Reaktortypen, zudem besteht ca. 1/3 des Buches aus Anmerkungen, Quellenangaben, einem Glossar, Fotos und Karten. Der eigentliche Text umfasst etwas über 400 Seiten. Am häufigsten benötigte ich das Namensregister, da ich mich lange Zeit schwer damit tat, die genannten Personen zu unterscheiden. Obwohl mehrmals wiederholt wurde, wer welche Rolle spielt, wollte sich das nicht so richtig bei mir einprägen. Hilfreich für mich war die Tatsache, dass ich vor kurzem die Sky-Serie 'Chernobyl' gesehen hatte, dadurch konnte ich mir das Kraftwerk besser vorstellen. Ich kann euch 'Mitternacht in Tschernobyl' wirklich empfehlen, wenn ihr euch mit diesem wichtigen Teil der Geschichte näher beschäftigen wollt. Mir konnte das Buch viel beibringen und es hat mich auch auf emotionaler Ebene erreicht.

    25. Aug. 2023

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Adam Higginbotham

Adam Higginbotham hat mit großer Hingabe und Genauigkeit über zehn Jahre zu dem Unfall in Tschernobyl geforscht. Er hat Zugang zu Archiven bekommen, die bisher verschlossen waren, und über hundert Stunden Interviews geführt mit Männern und Frauen, die die Katastrophe hautnah miterlebt haben. Adam Higginbotham schreibt für »The New Yorker«, »The New York Times Magazine«, »Wired«, »GQ«, und »Smithsonian«. Zuvor war er US-Korrespondent für »The Sunday Telegraph Magazine« sowie Chefredakteur von »The Face«. Er lebt mit seiner Familie in New York City.

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