Blick ins Buch

Romane

Leo Kaplan

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Über das Buch

Der Schriftsteller Leo Kaplan, fast vierzig, fast Millionär, ist ein Virtuose des Ehebruchs. Bis es seiner Ehefrau Hannah zu bunt wird. Kaplan muss erkennen, dass er durch seine Liebeseskapaden nicht nur seine Ehe, sondern auch seine Kreativität verspielt hat. Erst als er überraschend seine große Jugendliebe wiedertrifft, beginnt er zu verstehen, wie er zu dem wurde, der er heute ist. Ein bewegender Roman über die Sehnsucht und die Suche nach den eigenen Wurzeln.

Editionen (4)

ISBN9783257233179
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum26.07.02
Seitenzahl544

Rezensionen & Bewertungen

5 Bewertungen

1 Rezensionen

3,8

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  • tarzansuncle
    tarzansuncle

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    5,0

    Nach zwei gescheiterten Ehen und einer lang andauerenden Schreibblockade ist der erfolgreiche Schriftsteller Leo Kaplan kurz vor seinem vierzigsten Geburtstag an dem Punkt angekommen, an dem er über sein Leben nachdenken muss. Was hat dazu geführt, dass sein Leben in dieser Sackgasse angekommen ist, perspektivlos, ohne Heimat? Frauen umschwärmen ihn, seine Bücher werden verfilmt, er steht kurz davor das Erbe seines jüdischen Vaters anzutreten und so zum Millionär zu werden. Doch er scheint noch immer nicht das Scheitern zu seiner ersten Liebe Ellen verarbeitet zu haben. Die brüchige Lebensgeschichte Leo Kaplans scheint auf den ersten Blick zutiefst traurig zu sein, aber de Winter erzählt sie so lebendig und prall, dass der Leser - anders als die Hauptfigur - nicht Gefahr läuft, in dem emotionalen Chaos verloren zu gehen. Perspektivwechsel, Geschichten am Rande von Kaplans Leben und zahlreiche Rückblicke sorgen dafür, dass der Leser den Überblick behält. Das macht das Buch aus so faszinierend, die Geschichte ist dicht und doch abwechslungsreich und leicht lesbar. Das Leo Kaplans letztes Buch "Hoffmanns Hunger" betitelt war, lässt autobiographische Tendenzen von Leon de Winter vermuten. Ein Meisterwerk!

    4. Feb. 2026

Autorin / Autor

Über Leon de Winter

Leon de Winter, geboren 1954 in ’s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden, arbeitet seit 1976 als freier Schriftsteller und Filmemacher und lebt in den Niederlanden. 2002 erhielt er den ›Welt‹-Literaturpreis, 2006 die Buber-Rosenzweig-Medaille für seinen Kampf gegen Antisemitismus, und 2009 wurde er mit dem Literaturpreis der Provinz Brabant für ›Das Recht auf Rückkehr‹ ausgezeichnet. Seine Romane wurden in 20 Sprachen übersetzt, zuletzt erschien bei Diogenes ›Stadt der Hunde‹ (2025).

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