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Romane

Hoffmans Hunger

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Über das Buch

In einer spannenden Spionage-Geschichte kreuzen sich die Schicksale dreier Männer: Felix Hoffman, niederländischer Botschafter in Prag, der seinen leiblichen und metaphysischen Hunger mit Essen und Spinoza stillt, Freddy Mancini, Zeuge einer Entführung, John Marks, amerikanischer Ostblockspezialist. Zugleich die Geschichte von Europa 1989, das sich eint und berauscht im Konsum. Ein Rausch, der nur in einem Kater enden kann.

Editionen (1)

ISBN9783257228311
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum29.09.95
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

1 Rezensionen

4,2

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  • tarzansuncle
    tarzansuncle

    36 Follower

    4,5

    Felix Hoffman ist niederländischer Botschafter in Prag. Seit dem Tod seiner Tochter kann er nachts nicht schlafen. Er sitzt in der Küche, ißt und trinkt und wartet auf den Morgen. Auf dem Dachboden des Botschaftsgebäudes hat er ein Buch des Philosophen Spinoza gefunden, eine Einführung in die erkenntnistheoretischen Überlegungen des Autors. Ein Buch über die Wahrheit. Hofmann sucht in dem Buch eine Antwort auf die großen Fragen seines Lebens. Zeitgleich ist Freddy Mancini, ein stark übergewichtiger Amerikaner, auf Urlaub in Prag. Man schreibt das Jahr 1989, das kommunistische Regime der Tschechoslowakei ist noch an der Macht. Durch einen Zufall gerät Mancini in eine Spionageaffäre, die sich auch auf Hofmann ausdehnt. Ich habe seit langer Zeit kein Buch mehr gelesen, das mich so von der ersten Seite an gefesselt hat. Erst gegen Mitte des Buches wunderte ich mich über die auftauchenden Motive einer Spionagegeschichte. Doch der Klappentext hätte dies bereits früher verraten. Die Handlung ist dicht, die Charaktere deutlich gezeichnet, ihr Verhalten nachvollziehbar. de Winter schafft es einen großen Spannungsbogen aufzubauen. Lediglich einige politische und geschichtliche Bemerkungen erzeugen bei mir in Deutschland einen faden Beigeschmack.

    4. Feb. 2026

Autorin / Autor

Über Leon de Winter

Leon de Winter, geboren 1954 in ’s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden, arbeitet seit 1976 als freier Schriftsteller und Filmemacher und lebt in den Niederlanden. 2002 erhielt er den ›Welt‹-Literaturpreis, 2006 die Buber-Rosenzweig-Medaille für seinen Kampf gegen Antisemitismus, und 2009 wurde er mit dem Literaturpreis der Provinz Brabant für ›Das Recht auf Rückkehr‹ ausgezeichnet. Seine Romane wurden in 20 Sprachen übersetzt, zuletzt erschien bei Diogenes ›Stadt der Hunde‹ (2025).

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