Leichter Schwindel

Leichter Schwindel

Hardcover
4.16

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Beschreibung

Tokio in den Neunzigern, manisch flirrende Weltstadt, und Natsumi steckt fest: Ehe, Mutterschaft, Haushalt, ein sediertes Mittelschichtsleben in ruhiger Randlage. Sicher, sie hat sich ihren Humor bewahrt, den Eigensinn, die Häme, die Begeisterung für Hitchcock-Filme, für die Fotografie. Und »aus innigster Überzeugung« bekocht sie Mann und Söhne, wäscht die Wäsche, geht einkaufen, redet angeregt mit Nachbarinnen.
Wenn sie nachts aber wachliegt und in die Dunkelheit starrt, hat sie neuerdings die Supermarktregale in der korrekten Abfolge vor Augen. Oder rezitiert fehlerfrei ihre seitenlangen To-do-Listen. Ist es nicht beunruhigend, wie sie von der Flut alltäglicher Kleinigkeiten mehr und mehr davongetragen wird? Wie in der Monotonie ihrer Tage zugleich alles und überhaupt gar nichts geschieht? Wie die Welt zusehends unschärfer wird?
Das alles erscheint ihr plötzlich völlig klar – nur eben das nicht: Wo er sie eigentlich hinführt, dieser ständige leichte Schwindel…

Leichter Schwindel ist ein »hypnotisierendes Wunder« ( New York Times ) und der Urtext neuen weiblichen Schreibens in Japan. Die Kultautorin Mieko Kanai hat das Porträt einer Unsichtbaren geschrieben, einer mitreißend launischen Frau, die sich mit den schwankenden Druckverhältnissen eines äußerlich nicht sonderlich bewegten Lebens zu arrangieren versucht.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Generationenromane
Format
Hardcover
Seitenzahl
174
Preis
23.70 €

Autorenbeschreibung

Mieko Kanai, geboren 1947, ist Romanautorin, Dichterin, Essayistin, Literatur- und Kunstkritikerin. Sie hat rund dreißig Romane und Kurzgeschichtensammlungen veröffentlicht, ihre Essays werden seit über fünfzig Jahren in japanischen Zeitungen und Zeitschriften abgedruckt. Leichter Schwindel ist Kanais erster ins Deutsche übersetzte Roman.

Beiträge

2
Alle
4

Eintöniger Alltag, interessante Umsetzung

Ein fast schon gelangweilter Schreibstil, der geschickt mit seinen Wiederholungen in leicht dichterischer Form, sich optimal mit der Thematik des Romans zusammen fügt. Das dramalose Alltägliche wunderbar beschrieben mit unterschwelliger Wut und Gereiztheit. Die Kapitel "Brechung und Ethik" und " Die Präsenz des Lichts" fallen aus dieser Eintönigkeit und unterbrechen den Rhythmus leider etwas unschön.

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