Vor zwei Jahren hat Elena ihr Dorf vor den Seelen der Toten gerettet und ist Nan, dem einstigen Totengott, verfallen. Als Oberhaupt ihres Dorfes versucht sie alles, um das Andenken an die Verstorbenen zu ehren. Doch als die Wesen der aztekischen Mythologie auf einmal überall in der Welt der Lebenden auftauchen und für Chaos sorgen, erfährt Elena, dass das Totenreich Mictlan auseinanderbricht. Im Zuge dessen finden sich Elena und Nan auf verfeindeten Seiten eines Krieges zwischen Lebenden und Toten wieder. Die Totengräberin und der einstige Totengott müssen schon bald am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Liebe und Hass tatsächlich ist, während die Welt um sie herum in Flammen aufzugehen droht.
Ich hab mich wirklich auf Teil 2 gefreut, aber nachdem gefühlt 50 Mal irgend eine Haarsträhne aus irgend einer Stirn oder Gesicht gestrichen wurde und auch sonst sich wegen fehlenden Handlungen die Kapitel ewig gezogen haben, hab ich die letzten 150 Seiten nur noch überflogen. Und ich hab trotzdem nichts verpasst..
Manchmal kommt eine Fortsetzung nicht an den ersten Teil ran und für mich war es diesmal leider so.
Nichtsdestotrotz war die Geschichte an sich völlig ok, man hätte es aber auch bei 300 Seiten belassen können 🫤
1 Stunden vor
3,0
Solide Fortsetzung
Ich hab mich wirklich auf Teil 2 gefreut, aber nachdem gefühlt 50 Mal irgend eine Haarsträhne aus irgend einer Stirn oder Gesicht gestrichen wurde und auch sonst sich wegen fehlenden Handlungen die Kapitel ewig gezogen haben, hab ich die letzten 150 Seiten nur noch überflogen. Und ich hab trotzdem nichts verpasst..
Manchmal kommt eine Fortsetzung nicht an den ersten Teil ran und für mich war es diesmal leider so.
Nichtsdestotrotz war die Geschichte an sich völlig ok, man hätte es aber auch bei 300 Seiten belassen können 🫤
Falsch deklariert und dadurch enttäuschend trotz solider Ansätze
Manche Bücher fühlen sich von der ersten Seite einfach nach etwas Besonderem an. Durch die Kombination aus Dark Romance und Urban Fantasy erwartet man eine brutale Welt voller Plots und emotionaler Konflikte, welche unter die Haut gehen. Komplexe Figuren sowie eine bedrückende Atmosphäre sollten die Geschichte zum Leben erwecken. Gerade am Anfang geschieht dies auch tatsächlich. Doch schnell wurde deutlich, dass die Geschichte falsch deklariert wurde und somit eher ein leichter Schmöker für zwischendurch ist.
Wir begleiten Elena nach ihrer Flucht aus Mictlan erneut bei dem Versuch, ihr Dorf zu schützen. Doch lange bleibt es nicht ruhig. Während der jährlichen Festlichkeiten wird ihre Heimat von Wesen der aztekischen Mythologie angegriffen und plötzlich steht alles auf dem Spiel. Es beginnt ein tragischer Kampf ums Überleben. Vertrauen wird zur Schwäche und die Frage nach Freund oder Feind rückt immer stärker in den Mittelpunkt.
Eigentlich startet die Geschichte sehr vielversprechend. Ohne lange Einführung setzt die Handlung ein und man befindet sich direkt mitten im Geschehen. Sofort entsteht eine bedrückende Stimmung innerhalb der hoffnungslosen Atmosphäre. Die Bedrohung durch die Wesen der aztekischen Mythologie wirkt greifbar und gerade die ersten Kapitel erzeugen damit eine spannende Dynamik. Grund hierfür ist der flüssige Schreibstil, welcher ohne lange Beschreibungen auskommt. Doch genau dieser positive Ersteindruck hält leider nicht lange an. Bereits nach dem ersten Drittel verliert die Geschichte spürbar an Intensität. Szenen wiederholen sich, Konflikte treten auf der Stelle und die Dynamik flacht merklich ab.
Gerade im Mittelteil zieht sich die Geschichte spürbar. Einzelne spannende Momente sind zwar vorhanden, werden jedoch entweder zu schnell abgehandelt oder verlieren sich in unnötigen Wiederholungen. Dadurch entsteht das Gefühl, sich durch die Seiten zu arbeiten, anstatt wirklich mitgezogen zu werden. Besonders der Lesefluss wird durch die künstlich eingestreuten spanischen Begriffe immer wieder unterbrochen, da diese weniger atmosphärisch als vielmehr störend wirken. Statt die Welt lebendig werden zu lassen, entsteht eher Distanz durch das stetige Nachschlagen im Glossar. Orte bleiben blass, obwohl sie eigentlich das Potenzial für eine dichte, düstere Kulisse hätten.
Auch bei den Figuren zeigt sich dieses Problem deutlich. Elena bringt zu Beginn eigentlich alles mit, was eine interessante Protagonistin braucht: Stärke, innere Konflikte und eine klare Motivation. Doch genau diese Ansätze verlaufen im Sande. Mit jeder weiteren Entwicklung wird sie sprunghafter. Ihr Verhalten ähnelt eher dem einer Pubertierenden als dem einer Erwachsenen, wodurch sie immer unglaubwürdiger erscheint. Entscheidungen fühlen sich nicht mehr stimmig an und lassen sie zunehmend blass wirken. Auch Nan bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Sein Verhalten wirkt widersprüchlich und teilweise zu passiv für die Rolle, die er eigentlich einnehmen sollte. Zwischen beiden entsteht eine Beziehung, die eher an ein ständiges Auf und Ab erinnert, ohne sich wirklich weiterzuentwickeln. Dadurch verlieren selbst emotionale oder tragische Momente an Wirkung, weil die notwendige Tiefe fehlt.
Hinzu kommt, dass spannende Szenen oft zu schnell abgehandelt werden, während andere unnötig in die Länge gezogen werden. Gerade die Spice-Szenen verstärken diesen Eindruck. Sie wirken deplatziert, teilweise aufgesetzt und wiederholen sich stetig. Statt die Beziehung zwischen den beiden emotional zu vertiefen und der Geschichte neue Impulse zu verleihen, entsteht ein Stillstand, der kalt lässt. Es fehlt an Intensität und Leidenschaft.
Trotz allem hat mich die Geschichte gut unterhalten und durch vereinzelte Momente ihr Potenzial gezeigt. Vor allem einzelne Nebenfiguren wie Marisol und Alejandra haben durch ihre facettenreichen Charaktere den Spannungsbogen der Handlung deutlich vorangetrieben. Diese können nämlich im Gegensatz zu den Protagonisten mit Komplexität und interessanten Plots überzeugen. Sie bringen mehr Dynamik in die Handlung und zeigen, welche Richtung die Geschichte hätte einschlagen können. Auch das Ende ist nicht komplett enttäuschend. Einige Handlungsstränge werden zusammengeführt und Plots aufgelöst, jedoch bleibt vieles eher oberflächlich und hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.
💭 Fazit:
Generell hat mich das Buch gut unterhalten, jedoch wurde es definitiv falsch deklariert. Statt einer intensiven Dark-Romance- und Urban-Fantasy-Geschichte entsteht eher ein seichtes YA-Werk für zwischendurch. Einzelne Nebenfiguren und wenige Plots waren spannend, jedoch fehlt es den Protagonisten an emotionaler Tiefe. Ihre Handlungen sowie Gedanken sind bis zum Schluss nicht stimmig und stellen für mich persönlich die größte Schwachstelle der Geschichte dar. Auch die Atmosphäre ist für das Genre nicht düster genug, sondern kratzt nur an der Oberfläche. Wer intensive Dark Romance und Urban Fantasy erwartet, wird hier enttäuscht, da sich die Spice-Szenen wiederholen und deplatziert sind. Auch das versprochene, genretypische Urban Feeling bleibt bis zum Schluss aus. Für andere Zielgruppe ist das Buch als kurzweilige Unterhaltung dennoch geeignet.
15. Apr. 2026
2,5
Falsch deklariert und dadurch enttäuschend trotz solider Ansätze
Manche Bücher fühlen sich von der ersten Seite einfach nach etwas Besonderem an. Durch die Kombination aus Dark Romance und Urban Fantasy erwartet man eine brutale Welt voller Plots und emotionaler Konflikte, welche unter die Haut gehen. Komplexe Figuren sowie eine bedrückende Atmosphäre sollten die Geschichte zum Leben erwecken. Gerade am Anfang geschieht dies auch tatsächlich. Doch schnell wurde deutlich, dass die Geschichte falsch deklariert wurde und somit eher ein leichter Schmöker für zwischendurch ist.
Wir begleiten Elena nach ihrer Flucht aus Mictlan erneut bei dem Versuch, ihr Dorf zu schützen. Doch lange bleibt es nicht ruhig. Während der jährlichen Festlichkeiten wird ihre Heimat von Wesen der aztekischen Mythologie angegriffen und plötzlich steht alles auf dem Spiel. Es beginnt ein tragischer Kampf ums Überleben. Vertrauen wird zur Schwäche und die Frage nach Freund oder Feind rückt immer stärker in den Mittelpunkt.
Eigentlich startet die Geschichte sehr vielversprechend. Ohne lange Einführung setzt die Handlung ein und man befindet sich direkt mitten im Geschehen. Sofort entsteht eine bedrückende Stimmung innerhalb der hoffnungslosen Atmosphäre. Die Bedrohung durch die Wesen der aztekischen Mythologie wirkt greifbar und gerade die ersten Kapitel erzeugen damit eine spannende Dynamik. Grund hierfür ist der flüssige Schreibstil, welcher ohne lange Beschreibungen auskommt. Doch genau dieser positive Ersteindruck hält leider nicht lange an. Bereits nach dem ersten Drittel verliert die Geschichte spürbar an Intensität. Szenen wiederholen sich, Konflikte treten auf der Stelle und die Dynamik flacht merklich ab.
Gerade im Mittelteil zieht sich die Geschichte spürbar. Einzelne spannende Momente sind zwar vorhanden, werden jedoch entweder zu schnell abgehandelt oder verlieren sich in unnötigen Wiederholungen. Dadurch entsteht das Gefühl, sich durch die Seiten zu arbeiten, anstatt wirklich mitgezogen zu werden. Besonders der Lesefluss wird durch die künstlich eingestreuten spanischen Begriffe immer wieder unterbrochen, da diese weniger atmosphärisch als vielmehr störend wirken. Statt die Welt lebendig werden zu lassen, entsteht eher Distanz durch das stetige Nachschlagen im Glossar. Orte bleiben blass, obwohl sie eigentlich das Potenzial für eine dichte, düstere Kulisse hätten.
Auch bei den Figuren zeigt sich dieses Problem deutlich. Elena bringt zu Beginn eigentlich alles mit, was eine interessante Protagonistin braucht: Stärke, innere Konflikte und eine klare Motivation. Doch genau diese Ansätze verlaufen im Sande. Mit jeder weiteren Entwicklung wird sie sprunghafter. Ihr Verhalten ähnelt eher dem einer Pubertierenden als dem einer Erwachsenen, wodurch sie immer unglaubwürdiger erscheint. Entscheidungen fühlen sich nicht mehr stimmig an und lassen sie zunehmend blass wirken. Auch Nan bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Sein Verhalten wirkt widersprüchlich und teilweise zu passiv für die Rolle, die er eigentlich einnehmen sollte. Zwischen beiden entsteht eine Beziehung, die eher an ein ständiges Auf und Ab erinnert, ohne sich wirklich weiterzuentwickeln. Dadurch verlieren selbst emotionale oder tragische Momente an Wirkung, weil die notwendige Tiefe fehlt.
Hinzu kommt, dass spannende Szenen oft zu schnell abgehandelt werden, während andere unnötig in die Länge gezogen werden. Gerade die Spice-Szenen verstärken diesen Eindruck. Sie wirken deplatziert, teilweise aufgesetzt und wiederholen sich stetig. Statt die Beziehung zwischen den beiden emotional zu vertiefen und der Geschichte neue Impulse zu verleihen, entsteht ein Stillstand, der kalt lässt. Es fehlt an Intensität und Leidenschaft.
Trotz allem hat mich die Geschichte gut unterhalten und durch vereinzelte Momente ihr Potenzial gezeigt. Vor allem einzelne Nebenfiguren wie Marisol und Alejandra haben durch ihre facettenreichen Charaktere den Spannungsbogen der Handlung deutlich vorangetrieben. Diese können nämlich im Gegensatz zu den Protagonisten mit Komplexität und interessanten Plots überzeugen. Sie bringen mehr Dynamik in die Handlung und zeigen, welche Richtung die Geschichte hätte einschlagen können. Auch das Ende ist nicht komplett enttäuschend. Einige Handlungsstränge werden zusammengeführt und Plots aufgelöst, jedoch bleibt vieles eher oberflächlich und hinterlässt keinen bleibenden Eindruck.
💭 Fazit:
Generell hat mich das Buch gut unterhalten, jedoch wurde es definitiv falsch deklariert. Statt einer intensiven Dark-Romance- und Urban-Fantasy-Geschichte entsteht eher ein seichtes YA-Werk für zwischendurch. Einzelne Nebenfiguren und wenige Plots waren spannend, jedoch fehlt es den Protagonisten an emotionaler Tiefe. Ihre Handlungen sowie Gedanken sind bis zum Schluss nicht stimmig und stellen für mich persönlich die größte Schwachstelle der Geschichte dar. Auch die Atmosphäre ist für das Genre nicht düster genug, sondern kratzt nur an der Oberfläche. Wer intensive Dark Romance und Urban Fantasy erwartet, wird hier enttäuscht, da sich die Spice-Szenen wiederholen und deplatziert sind. Auch das versprochene, genretypische Urban Feeling bleibt bis zum Schluss aus. Für andere Zielgruppe ist das Buch als kurzweilige Unterhaltung dennoch geeignet.
Rebecca Humpert, geboren 1995, studierte Psychologie in Freiburg im Breisgau. Heute arbeitet sie an der Universität Tübingen und liebt es, mit ihren Geschichten in düstere Mythologien abzutauchen.