Klaras Nein
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Beschreibung
Klara wurde als deutsche Jüdin aus Frankreich deportiert und war 29 Monate in Auschwitz. Als der Krieg endet und die Lager befreit werden, kehrt sie als eine der letzten KZ-Überlebenden nach Paris zurück, wo sie eine Zeit lang bei ihrer Schwägerin Angelika unterkommt. Doch die überstandenen Erlebnisse prägen sie noch immer zutiefst: Abgemagert, das Haar kurz, die Augen leer, ist Klara auch innerlich nicht mehr dieselbe. Ihr altes Ich hat sie abgelegt, sie verweigert alles, was damit zusammenhängt, auch die deutsche Sprache und sogar den Kontakt zu ihrer dreijährigen Tochter, die, bei Klaras Deportation noch ein Baby, von einer Freundin gerettet und gestillt wurde und der man später sagen soll, ihre Mutter habe die Internierung nicht überlebt. Angelika ist erschrocken angesichts der Unnahbarkeit dieses nunmehr fremden Menschen, doch sie ist bestrebt, Klaras zerstörte Seele zu begreifen, und hält die mühsamen Versuche der Annäherung in einem Tagebuch fest.
Mit größtmöglicher Sensibilität wagt sich Soazig Aaron an ein Thema, von dem bisher nur die Shoah-Überlebenden erzählten, und beweist so die Kraft der Fiktion, Erinnerung nicht nur zum Leben zu erwecken, sondern auch zu bereichern.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Soazig Aaron, 1949 in Rennes geboren, arbeitete nach ihrem Studium der Geschichte einige Jahre in einer Pariser Buchhandlung. Klaras Nein ist ihr erstes Buch. Als Historikerin hat sie Berichte von Überlebenden der Konzentrationslager gelesen, schrieb den Roman aber ohne persönliche Bezugnahmen. Sie lebt in der Bretagne.
Beiträge
Ein literarisches Muss der Erinnerungsliteratur!
Soazig Aarons fiktiver Roman erzählt von der Rückkehr der Auschwitz-Überlebenden Klara und davon, wie traumatisch diese sowohl für sie selbst als auch für die Hinterbliebenen ist. In Tagebuchform aus der Sicht von Klaras Schwägerin geschrieben, beleuchtet das Buch eindringlich die Spannungen zwischen Überlebenden und ihrem Umfeld. Es geht um Schuldgefühle, Sprachlosigkeit, Entfremdung und der schmerzlichen Kluft zwischen denen, die die Lager überlebt haben, und denen, die auf eine Rückkehr gehofft und währenddessen nur warten konnten. Die Autorin ist selbst keine Zeitzeugin, sondern Historikerin, die rein aus literarischer Imagination schreibt. Der Debütroman wurde hochgelobt und 2004 mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet - er gilt als einfühlsame literarische Auseinandersetzung mit dem Holocaust-Trauma und der Unmöglichkeit der Rückkehr ins "normale Leben".
Beschreibung
Klara wurde als deutsche Jüdin aus Frankreich deportiert und war 29 Monate in Auschwitz. Als der Krieg endet und die Lager befreit werden, kehrt sie als eine der letzten KZ-Überlebenden nach Paris zurück, wo sie eine Zeit lang bei ihrer Schwägerin Angelika unterkommt. Doch die überstandenen Erlebnisse prägen sie noch immer zutiefst: Abgemagert, das Haar kurz, die Augen leer, ist Klara auch innerlich nicht mehr dieselbe. Ihr altes Ich hat sie abgelegt, sie verweigert alles, was damit zusammenhängt, auch die deutsche Sprache und sogar den Kontakt zu ihrer dreijährigen Tochter, die, bei Klaras Deportation noch ein Baby, von einer Freundin gerettet und gestillt wurde und der man später sagen soll, ihre Mutter habe die Internierung nicht überlebt. Angelika ist erschrocken angesichts der Unnahbarkeit dieses nunmehr fremden Menschen, doch sie ist bestrebt, Klaras zerstörte Seele zu begreifen, und hält die mühsamen Versuche der Annäherung in einem Tagebuch fest.
Mit größtmöglicher Sensibilität wagt sich Soazig Aaron an ein Thema, von dem bisher nur die Shoah-Überlebenden erzählten, und beweist so die Kraft der Fiktion, Erinnerung nicht nur zum Leben zu erwecken, sondern auch zu bereichern.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Soazig Aaron, 1949 in Rennes geboren, arbeitete nach ihrem Studium der Geschichte einige Jahre in einer Pariser Buchhandlung. Klaras Nein ist ihr erstes Buch. Als Historikerin hat sie Berichte von Überlebenden der Konzentrationslager gelesen, schrieb den Roman aber ohne persönliche Bezugnahmen. Sie lebt in der Bretagne.
Beiträge
Ein literarisches Muss der Erinnerungsliteratur!
Soazig Aarons fiktiver Roman erzählt von der Rückkehr der Auschwitz-Überlebenden Klara und davon, wie traumatisch diese sowohl für sie selbst als auch für die Hinterbliebenen ist. In Tagebuchform aus der Sicht von Klaras Schwägerin geschrieben, beleuchtet das Buch eindringlich die Spannungen zwischen Überlebenden und ihrem Umfeld. Es geht um Schuldgefühle, Sprachlosigkeit, Entfremdung und der schmerzlichen Kluft zwischen denen, die die Lager überlebt haben, und denen, die auf eine Rückkehr gehofft und währenddessen nur warten konnten. Die Autorin ist selbst keine Zeitzeugin, sondern Historikerin, die rein aus literarischer Imagination schreibt. Der Debütroman wurde hochgelobt und 2004 mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet - er gilt als einfühlsame literarische Auseinandersetzung mit dem Holocaust-Trauma und der Unmöglichkeit der Rückkehr ins "normale Leben".





