Ein literarisches Muss der Erinnerungsliteratur!
Soazig Aarons fiktiver Roman erzählt von der Rückkehr der Auschwitz-Überlebenden Klara und davon, wie traumatisch diese sowohl für sie selbst als auch für die Hinterbliebenen ist. In Tagebuchform aus der Sicht von Klaras Schwägerin geschrieben, beleuchtet das Buch eindringlich die Spannungen zwischen Überlebenden und ihrem Umfeld. Es geht um Schuldgefühle, Sprachlosigkeit, Entfremdung und der schmerzlichen Kluft zwischen denen, die die Lager überlebt haben, und denen, die auf eine Rückkehr gehofft und währenddessen nur warten konnten. Die Autorin ist selbst keine Zeitzeugin, sondern Historikerin, die rein aus literarischer Imagination schreibt. Der Debütroman wurde hochgelobt und 2004 mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet - er gilt als einfühlsame literarische Auseinandersetzung mit dem Holocaust-Trauma und der Unmöglichkeit der Rückkehr ins "normale Leben".

