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Mir wurde das Buch „Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück“ als Jugendbuch empfohlen. Deshalb hatte ich eine eher leichtere Geschichte erwartet. Einen abenteuerlichen Jugendroman mit Spannung und einer klaren Vorstellung von Gut und Böse. Stattdessen entwickelt sich in dem Buch erstaunlich schnell eine deutlich schwerere und nachdenklichere Handlung. Das Buch erzählt von Kai und seinem größten Helden, seinem Opa. Kai liebt seinen hundertjährigen Großvater abgöttisch. Für ihn ist er Held und bester Freund zugleich. Doch die Erinnerungen des Großvaters an sein Leben und an seine Familie beginnen langsam zu verblassen. Aus Angst, ihn zu verlieren, reist Kai mit ihm gedanklich zurück in dessen Vergangenheit und damit mitten hinein in die Kriegsjahre, in denen der Großvater in seinen eigenen Geschichten immer ein großer Kriegsheld war. Was zunächst spielerisch und fast märchenhaft wirkt, entwickelt sich nach und nach zu einer bedrückenden Geschichte über Erinnerung, Schuld und das Verdrängen von Traumata. Vieles bleibt verschwommen zwischen Fantasie und Wahrheit. Dadurch entsteht eine Stimmung, die einen beim Lesen immer wieder zum Nachdenken bringt. Der Schreibstil ist einfach und gut lesbar, aber die Themen dahinter sind deutlich schwerer und eindringlicher. Manche Szenen wirken lange nach. Gerade deshalb würde ich es nicht unbedingt als klassisches Kinderbuch sehen. Offiziell mag die Altersangabe bei 11 Jahren liegen, aber ich finde, dass viele Gedanken und die gesamte bedrückende Stimmung eher ältere Jugendliche oder Erwachsene wirklich erreichen. Für mich fühlt es sich eher wie ein Buch ab 15 oder 16 Jahren an. Insgesamt fand ich das Buch wirklich gut und ganz anders, als ich es erwartet hatte. 4 von 5 ⭐️.
10. Mai 2026
Mir wurde das Buch „Kai zieht in den Krieg und kommt mit Opa zurück“ als Jugendbuch empfohlen. Deshalb hatte ich eine eher leichtere Geschichte erwartet. Einen abenteuerlichen Jugendroman mit Spannung und einer klaren Vorstellung von Gut und Böse. Stattdessen entwickelt sich in dem Buch erstaunlich schnell eine deutlich schwerere und nachdenklichere Handlung. Das Buch erzählt von Kai und seinem größten Helden, seinem Opa. Kai liebt seinen hundertjährigen Großvater abgöttisch. Für ihn ist er Held und bester Freund zugleich. Doch die Erinnerungen des Großvaters an sein Leben und an seine Familie beginnen langsam zu verblassen. Aus Angst, ihn zu verlieren, reist Kai mit ihm gedanklich zurück in dessen Vergangenheit und damit mitten hinein in die Kriegsjahre, in denen der Großvater in seinen eigenen Geschichten immer ein großer Kriegsheld war. Was zunächst spielerisch und fast märchenhaft wirkt, entwickelt sich nach und nach zu einer bedrückenden Geschichte über Erinnerung, Schuld und das Verdrängen von Traumata. Vieles bleibt verschwommen zwischen Fantasie und Wahrheit. Dadurch entsteht eine Stimmung, die einen beim Lesen immer wieder zum Nachdenken bringt. Der Schreibstil ist einfach und gut lesbar, aber die Themen dahinter sind deutlich schwerer und eindringlicher. Manche Szenen wirken lange nach. Gerade deshalb würde ich es nicht unbedingt als klassisches Kinderbuch sehen. Offiziell mag die Altersangabe bei 11 Jahren liegen, aber ich finde, dass viele Gedanken und die gesamte bedrückende Stimmung eher ältere Jugendliche oder Erwachsene wirklich erreichen. Für mich fühlt es sich eher wie ein Buch ab 15 oder 16 Jahren an. Insgesamt fand ich das Buch wirklich gut und ganz anders, als ich es erwartet hatte. 4 von 5 ⭐️.
10. Mai 2026







