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Ich hab ja manchmal so meine Schwierigkeiten mit gehypten Büchern – oft sind die Erwartungen riesig und am Ende bleibt ein „War ganz gut“. Bei Iron Widow allerdings? Da hat für mich einfach alles gehittet. Und ja, der Hype ist absolut gerechtfertigt.
Schon auf den ersten Seiten musste ich erstmal schlucken. Zetian wird uns in einer Welt vorgestellt, die brutal, ungerecht und durchzogen von patriarchalen Strukturen ist. Sie lebt in den Frontiers – direkt an der Grenze zum Krieg gegen die Hunduns. Diese werden in sogenannten Chrysalis-Maschinen bekämpft: riesige, mechanische Kampfanzüge in Tierform, ein bisschen wie bei Pacific Rim. Gesteuert werden sie immer von einem Jungen und einem Mädchen. Klingt nach Teamwork? Leider nicht. Denn in dieser Welt ist es normal, dass der Junge beim Pilotenprozess das Mädchen aussaugt – sie stirbt, er überlebt. Genau das passiert auch Zetians Schwester. Noch bevor sie überhaupt eine Chance hatte. Und hier beginnt Zetians Geschichte. Sie will keine Heldin sein. Sie will Rache. Was dann folgt, ist ein absoluter Pageturner: krasse Szenen, emotionale Intensität und eine weibliche Wut, die nicht gezähmt oder abgeschwächt wird. Zetian ist unbequem, laut, wütend – und genau das macht sie so stark. Der Female-Rage-Aspekt wird hier nicht nur angerissen, sondern kompromisslos durchgezogen. Und das ohne den Fokus auf große Spice-Szenen zu legen. Die Beziehungsebene ist wichtig, aber sie überlagert nie die eigentliche Botschaft. Als Zetian ihren Plan durchzieht und zur Iron Widow gekürt wird, verändert sich alles. Plötzlich wird sie mit Li Shimin zusammengebracht – dem „Iron Demon“, der bisher jede seiner Co-Pilotinnen getötet hat. Zwei Monster, die das System eigentlich kontrollieren soll – und doch beginnt es, Risse zu bekommen. Denn hinter dem Krieg, den Maschinen und der angeblichen Notwendigkeit dieser Opfer steckt weit mehr, als man zunächst denkt. Neben all der Action geht es in Iron Widow nämlich auch um Politik, Manipulation und darum, wie weit Menschen gehen, um ihre Lügen und Machtstrukturen aufrechtzuerhalten. Das hat mir besonders gut gefallen. Es ist nicht nur ein wütendes Buch – es ist auch ein kluges. Das Ende? Unerwartet. Und ich saß da mit sehr gemischten Gefühlen. Einerseits absolut geflasht, andererseits innerlich aufgewühlt. Aber genau das will ich von so einer Geschichte. Auch stilistisch hat es mich überzeugt: Die englische Schreibweise ist angenehm und flüssig, und man spürt deutlich, wie sich die Charaktere entwickeln und verändern. Gerade Zetians innere Wandlung ist intensiv und glaubwürdig. Für mich ist Iron Widow ein Buch, das nicht nur laut ist, sondern etwas zu sagen hat. Female Rage, Mecha-Action, politische Intrigen und Figuren, die anecken dürfen. Der zweite Teil liegt schon bereit – und ich bin mehr als gespannt, wie es mit Zetian weitergeht.
12. Feb. 2026
Ich hab ja manchmal so meine Schwierigkeiten mit gehypten Büchern – oft sind die Erwartungen riesig und am Ende bleibt ein „War ganz gut“. Bei Iron Widow allerdings? Da hat für mich einfach alles gehittet. Und ja, der Hype ist absolut gerechtfertigt.
Schon auf den ersten Seiten musste ich erstmal schlucken. Zetian wird uns in einer Welt vorgestellt, die brutal, ungerecht und durchzogen von patriarchalen Strukturen ist. Sie lebt in den Frontiers – direkt an der Grenze zum Krieg gegen die Hunduns. Diese werden in sogenannten Chrysalis-Maschinen bekämpft: riesige, mechanische Kampfanzüge in Tierform, ein bisschen wie bei Pacific Rim. Gesteuert werden sie immer von einem Jungen und einem Mädchen. Klingt nach Teamwork? Leider nicht. Denn in dieser Welt ist es normal, dass der Junge beim Pilotenprozess das Mädchen aussaugt – sie stirbt, er überlebt. Genau das passiert auch Zetians Schwester. Noch bevor sie überhaupt eine Chance hatte. Und hier beginnt Zetians Geschichte. Sie will keine Heldin sein. Sie will Rache. Was dann folgt, ist ein absoluter Pageturner: krasse Szenen, emotionale Intensität und eine weibliche Wut, die nicht gezähmt oder abgeschwächt wird. Zetian ist unbequem, laut, wütend – und genau das macht sie so stark. Der Female-Rage-Aspekt wird hier nicht nur angerissen, sondern kompromisslos durchgezogen. Und das ohne den Fokus auf große Spice-Szenen zu legen. Die Beziehungsebene ist wichtig, aber sie überlagert nie die eigentliche Botschaft. Als Zetian ihren Plan durchzieht und zur Iron Widow gekürt wird, verändert sich alles. Plötzlich wird sie mit Li Shimin zusammengebracht – dem „Iron Demon“, der bisher jede seiner Co-Pilotinnen getötet hat. Zwei Monster, die das System eigentlich kontrollieren soll – und doch beginnt es, Risse zu bekommen. Denn hinter dem Krieg, den Maschinen und der angeblichen Notwendigkeit dieser Opfer steckt weit mehr, als man zunächst denkt. Neben all der Action geht es in Iron Widow nämlich auch um Politik, Manipulation und darum, wie weit Menschen gehen, um ihre Lügen und Machtstrukturen aufrechtzuerhalten. Das hat mir besonders gut gefallen. Es ist nicht nur ein wütendes Buch – es ist auch ein kluges. Das Ende? Unerwartet. Und ich saß da mit sehr gemischten Gefühlen. Einerseits absolut geflasht, andererseits innerlich aufgewühlt. Aber genau das will ich von so einer Geschichte. Auch stilistisch hat es mich überzeugt: Die englische Schreibweise ist angenehm und flüssig, und man spürt deutlich, wie sich die Charaktere entwickeln und verändern. Gerade Zetians innere Wandlung ist intensiv und glaubwürdig. Für mich ist Iron Widow ein Buch, das nicht nur laut ist, sondern etwas zu sagen hat. Female Rage, Mecha-Action, politische Intrigen und Figuren, die anecken dürfen. Der zweite Teil liegt schon bereit – und ich bin mehr als gespannt, wie es mit Zetian weitergeht.
12. Feb. 2026






