In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Usama Al Shahmani, geboren 1971 in Bagdad und aufgewachsen in Qalat Sukar (Nasirija), hat arabische Sprache und moderne arabische Literatur studiert. Er publizierte drei Bücher über arabische Literatur, bevor er 2002 wegen eines Theaterstücks aus dem Irak fliehen musste. 2018 erschien sein erster Roman «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch». Seither sind die Romane «Im Fallen lernt die Feder fliegen» (2020) und «Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt» (2022) erschienen. Für seine Werke wurde Usama Al Shahmani vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Terra-Nova-Schillerpreis. Seine Texte wurden ins Italienische, Französische und Englische übersetzt. Usama Al Shahmani lebt in Zürich.
Beiträge
Ein Lied des Tigris – mehr Geschichte als Familie
Als ich zu diesem Buch griff, hatte ich die Erwartung, einen Roman zu lesen, der die Beziehung zwischen Vater und Sohn in den Mittelpunkt stellt. Stattdessen fand ich mich in einer Erzählung wieder, die stark von der irakischen Geschichte und ihren Verflechtungen mit Europa geprägt ist. Für mich fühlte sich die Lektüre stellenweise wie Geschichtsunterricht an – und das war nicht das, was ich mir für meine Freizeit gewünscht hatte. Was mich jedoch beeindruckt hat, war die Sprache des Autors. Usama Al Shahmani schreibt poetisch, feinfühlig und mit einer Bildkraft, die lange nachhallt. Seine Worte haben eine besondere Musikalität, die den Text trägt und ihm Tiefe verleiht. Inhaltlich konnte mich die Geschichte jedoch nicht erreichen, weil sie nicht die Themen berührte, die ich mir erhofft hatte. Mir ist bewusst, wie wichtig es ist, die irakische Vergangenheit und ihre Zusammenhänge mit unserer europäischen Geschichte zu kennen – aber ich war nicht in der Stimmung für ein politisch-historisches Werk. Ein sprachlich starkes Buch, das sich für Leserinnen und Leser eignet, die sich für Exilliteratur, Nahostgeschichte und poetische Erzählungen interessieren. Wer jedoch eine emotionale Familiengeschichte sucht, wird hier weniger fündig.

Eine sehr bewegende Geschichte, die sehr ruhig erzählt ist.
Ich wollte schon lange mal ein Buch von Al Shahmani lesen. Das Buch erzählt die Geschichte von Gabi, und wie er durch den Tod seines Vaters gezwungen wird sich mit seiner persönlichen Vergangenheit und derjenigen des Iraks auseinanderzusetzen. Vermittelt wird die Geschichte durch zurückgebliebene Briefe und Tagebücher, die sein Vater schrieb, eingebettet in eine Rahmengeschichte. Dabei erfährt die Leserschaft sehr viel über das Leben jüdischer Irakis in Bagdad. Fand es eine gelungene Geschichte, die melancholischen Tiefgang besitzt und gleichzeitig sehr viel Geschichtliches, das ich nicht wusste, über den Irak und Bagdad des 20. Jahrhunderts vermittelt. Ein augenöffnendes Buch, dass sehr schön zu lesen war. Etwas Abzug gibts für die mehreren Schreibfehler, die ich leider feststellen musste. Tut der Geschichte aber keinen Abbruch.
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Usama Al Shahmani, geboren 1971 in Bagdad und aufgewachsen in Qalat Sukar (Nasirija), hat arabische Sprache und moderne arabische Literatur studiert. Er publizierte drei Bücher über arabische Literatur, bevor er 2002 wegen eines Theaterstücks aus dem Irak fliehen musste. 2018 erschien sein erster Roman «In der Fremde sprechen die Bäume arabisch». Seither sind die Romane «Im Fallen lernt die Feder fliegen» (2020) und «Der Vogel zweifelt nicht am Ort, zu dem er fliegt» (2022) erschienen. Für seine Werke wurde Usama Al Shahmani vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Terra-Nova-Schillerpreis. Seine Texte wurden ins Italienische, Französische und Englische übersetzt. Usama Al Shahmani lebt in Zürich.
Beiträge
Ein Lied des Tigris – mehr Geschichte als Familie
Als ich zu diesem Buch griff, hatte ich die Erwartung, einen Roman zu lesen, der die Beziehung zwischen Vater und Sohn in den Mittelpunkt stellt. Stattdessen fand ich mich in einer Erzählung wieder, die stark von der irakischen Geschichte und ihren Verflechtungen mit Europa geprägt ist. Für mich fühlte sich die Lektüre stellenweise wie Geschichtsunterricht an – und das war nicht das, was ich mir für meine Freizeit gewünscht hatte. Was mich jedoch beeindruckt hat, war die Sprache des Autors. Usama Al Shahmani schreibt poetisch, feinfühlig und mit einer Bildkraft, die lange nachhallt. Seine Worte haben eine besondere Musikalität, die den Text trägt und ihm Tiefe verleiht. Inhaltlich konnte mich die Geschichte jedoch nicht erreichen, weil sie nicht die Themen berührte, die ich mir erhofft hatte. Mir ist bewusst, wie wichtig es ist, die irakische Vergangenheit und ihre Zusammenhänge mit unserer europäischen Geschichte zu kennen – aber ich war nicht in der Stimmung für ein politisch-historisches Werk. Ein sprachlich starkes Buch, das sich für Leserinnen und Leser eignet, die sich für Exilliteratur, Nahostgeschichte und poetische Erzählungen interessieren. Wer jedoch eine emotionale Familiengeschichte sucht, wird hier weniger fündig.

Eine sehr bewegende Geschichte, die sehr ruhig erzählt ist.
Ich wollte schon lange mal ein Buch von Al Shahmani lesen. Das Buch erzählt die Geschichte von Gabi, und wie er durch den Tod seines Vaters gezwungen wird sich mit seiner persönlichen Vergangenheit und derjenigen des Iraks auseinanderzusetzen. Vermittelt wird die Geschichte durch zurückgebliebene Briefe und Tagebücher, die sein Vater schrieb, eingebettet in eine Rahmengeschichte. Dabei erfährt die Leserschaft sehr viel über das Leben jüdischer Irakis in Bagdad. Fand es eine gelungene Geschichte, die melancholischen Tiefgang besitzt und gleichzeitig sehr viel Geschichtliches, das ich nicht wusste, über den Irak und Bagdad des 20. Jahrhunderts vermittelt. Ein augenöffnendes Buch, dass sehr schön zu lesen war. Etwas Abzug gibts für die mehreren Schreibfehler, die ich leider feststellen musste. Tut der Geschichte aber keinen Abbruch.







