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Ein Abschluss mit Schwächen.
"Wellen wie Bauwerke. Gewaltig und kalt, brutal und scheußlich. Wellen, die über alles hinwegbranden, über Schall und Sicht und Sinne. Wellen, die einem den Atem rauben. Wellen, die einen nach Luft schnappen lassen. Unaufhaltsam, quälende Wellen." Mit "Im Sog der Knochenschiffe" beendet RJ Barker seine Gezeitenkind-Trilogie. Eine Fantasyreihe bei der uns der wilde Wind der Ozeane um die Ohren bläst und das salzige Meerwasser ins Gesicht spritzt. Übersetzt von Michaela Link. Ein Jahr nach den Ereignissen des zweiten Buches: Die Glückliche Meas, Schiffsfrau der Gezeitenkind, ist verschwunden und wird irgendwo gefangengehalten. Joron Twiner, ihr Deckhalter, übernimmt unterdessen die Führung des Schiffs. Zerfressen von Hass und Rache führt Joron nun die Schwarze Flotte an und wütet als Schwarzer Pirat über die Hundertinseln. Wo er auftaucht gibt es Zerstörung und Tote. Doch seine Zeit läuft ab, denn Joron ist von der Keyshanfäule befallen und wird früher oder später dem Wahnsinn verfallen ehe er dann stirbt. Doch sein Ziel ist es Meas vorher zu finden, ehe ihre Feinde herausfinden, dass nicht sie es ist, die die Keyshan herbeirufen kann ... Vorab möchte ich definitiv noch einmal ein großes Lob an Barker aussprechen, ob der grandiosen Idee, der außergewöhnlichen Welt mit ihrer Flora und Fauna und der tollen Charaktere. Doch leider kann ich meine Begeisterung von Band 1 und Band 2 hier nicht mehr aussprechen, denn Band 3 fällt deutlich dagegen ab. Was hat mich gestört: Band 3 startet auf den ersten gut 300 Seiten mit einer sehr langatmigen Verfolgungsjagd. Mit einem Joron Twiner, der so trübsinnig und melancholisch ist, so im Unreinen mit sich, dass es mir als Leser irgendwann auf die Nerven ging. In der zweiten Buchhälfte wurde es dann deutlich besser. Meas bekam wieder Raum, es gab wieder Action und mehr zwischenmenschliches Spiel, was ja in den ersten beiden Bänden schon eine Stärke war. Ich liebe nach wie vor den Gullaime und die Wesen an sich. Dann kam das Ende. Ja, das Ende war absolut logisch und Barker hätte nach dem vorangegangenen Aufbau im dritten Band auch kaum noch ein anderes wählen können, und auch die Beschreibungen vom Ende waren wirklich wieder unglaublich gut, sehr bildlich, sehr wow, doch wirklich befriedigt war ich hier nicht. Mir fehlte dann doch noch die Aussicht auf die Zukunft, auf die Möglichkeiten, die sich nun bieten. Wie sieht die Welt nach den Geschehnissen aus? Irgendwie hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht. Etwas Würdigeres - ich kann es jedoch nicht richtig in Worte fassen. Solltet ihr es lesen, bekommtihr sicher ein Gefühl dafür, was ich meine. Mein Fazit: Band 3 ist mit Abstand der schwächste Band der Reihe und war der einzige, mit dem ich über viele Seiten wirklich weniger zufrieden war. Doch alles in allem ist diese Reihe, trotz meiner Kritik an Band 3, absolut lesenswert.

4. Aug. 2024
Ein Abschluss mit Schwächen.
"Wellen wie Bauwerke. Gewaltig und kalt, brutal und scheußlich. Wellen, die über alles hinwegbranden, über Schall und Sicht und Sinne. Wellen, die einem den Atem rauben. Wellen, die einen nach Luft schnappen lassen. Unaufhaltsam, quälende Wellen." Mit "Im Sog der Knochenschiffe" beendet RJ Barker seine Gezeitenkind-Trilogie. Eine Fantasyreihe bei der uns der wilde Wind der Ozeane um die Ohren bläst und das salzige Meerwasser ins Gesicht spritzt. Übersetzt von Michaela Link. Ein Jahr nach den Ereignissen des zweiten Buches: Die Glückliche Meas, Schiffsfrau der Gezeitenkind, ist verschwunden und wird irgendwo gefangengehalten. Joron Twiner, ihr Deckhalter, übernimmt unterdessen die Führung des Schiffs. Zerfressen von Hass und Rache führt Joron nun die Schwarze Flotte an und wütet als Schwarzer Pirat über die Hundertinseln. Wo er auftaucht gibt es Zerstörung und Tote. Doch seine Zeit läuft ab, denn Joron ist von der Keyshanfäule befallen und wird früher oder später dem Wahnsinn verfallen ehe er dann stirbt. Doch sein Ziel ist es Meas vorher zu finden, ehe ihre Feinde herausfinden, dass nicht sie es ist, die die Keyshan herbeirufen kann ... Vorab möchte ich definitiv noch einmal ein großes Lob an Barker aussprechen, ob der grandiosen Idee, der außergewöhnlichen Welt mit ihrer Flora und Fauna und der tollen Charaktere. Doch leider kann ich meine Begeisterung von Band 1 und Band 2 hier nicht mehr aussprechen, denn Band 3 fällt deutlich dagegen ab. Was hat mich gestört: Band 3 startet auf den ersten gut 300 Seiten mit einer sehr langatmigen Verfolgungsjagd. Mit einem Joron Twiner, der so trübsinnig und melancholisch ist, so im Unreinen mit sich, dass es mir als Leser irgendwann auf die Nerven ging. In der zweiten Buchhälfte wurde es dann deutlich besser. Meas bekam wieder Raum, es gab wieder Action und mehr zwischenmenschliches Spiel, was ja in den ersten beiden Bänden schon eine Stärke war. Ich liebe nach wie vor den Gullaime und die Wesen an sich. Dann kam das Ende. Ja, das Ende war absolut logisch und Barker hätte nach dem vorangegangenen Aufbau im dritten Band auch kaum noch ein anderes wählen können, und auch die Beschreibungen vom Ende waren wirklich wieder unglaublich gut, sehr bildlich, sehr wow, doch wirklich befriedigt war ich hier nicht. Mir fehlte dann doch noch die Aussicht auf die Zukunft, auf die Möglichkeiten, die sich nun bieten. Wie sieht die Welt nach den Geschehnissen aus? Irgendwie hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht. Etwas Würdigeres - ich kann es jedoch nicht richtig in Worte fassen. Solltet ihr es lesen, bekommtihr sicher ein Gefühl dafür, was ich meine. Mein Fazit: Band 3 ist mit Abstand der schwächste Band der Reihe und war der einzige, mit dem ich über viele Seiten wirklich weniger zufrieden war. Doch alles in allem ist diese Reihe, trotz meiner Kritik an Band 3, absolut lesenswert.
4. Aug. 2024








