Romane

Im Krebsgang

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Über das Buch

Der Journalist, der hier in fremdem Auftrag arbeitet, hat wenig Lust, über die alte, fast vergessene Schiffskatastrophe zu schreiben, die sich 1945 in einer eisigen Januarnacht abspielte. Er hat die Ostsee-Story, die unabweisbar Teil seiner Biographie ist, unzählige Male aus dem Mund seiner Mutter gehört. Fünfzig Jahre später, beim Recherchieren im Internet, macht er die erschreckende Entdeckung, dass die Geschichte eine ihn unmittelbar betreffende Fortsetzung hat …

Editionen (13)

ISBN9783869307206
VerlagSteidl Verlag
Erscheinungsdatum04.05.15
Seitenzahl216

Rezensionen & Bewertungen

71 Bewertungen

10 Rezensionen

3,0

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  • nettebuecherkiste
    nettebuecherkiste

    131 Follower

    5,0

    Nein, es hört wahrlich nie auf. ☹️ Großartig! Empfehle sehr das von Grass selbst eingelesene Hörbuch.

    11. Okt. 2025

  • l3ok3ll3r
    l3ok3ll3r

    6 Follower

    3,0

    Bewegende Thematik, aber erzählerisch durchwachsen

    Günter Grass greift in "Im Krebsgang" ein lange tabuisiertes Kapitel deutscher Geschichte auf: die Versenkung der „Wilhelm Gustloff“ 1945 und das damit verbundene Leid der zivilen Opfer. Die historische Bedeutung des Themas ist unbestritten, und Grass’ Mut, sich diesem Stoff literarisch zu widmen, verdient Anerkennung. Stilistisch jedoch wirkt der Roman stellenweise spröde. Die krebsgangartige Erzählstruktur – vor und zurück, historisch und gegenwärtig – mag programmatisch sein, erschwert jedoch den Lesefluss. Auch die Charaktere bleiben teils blass, besonders die Hauptfigur Paul Pokriefke, dessen persönlicher Konflikt zwischen Journalismus, Schuld und familiärer Vergangenheit interessant angelegt, aber nicht durchgängig überzeugend umgesetzt ist. Insgesamt ist "im Krebsgang" ein wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt – gerade im Hinblick auf den Umgang mit deutscher Opfergeschichte und dem Wiedererstarken rechter Ideologien. Literarisch jedoch erreicht es nicht ganz die Dichte und Ausdruckskraft von anderer Werker über jene Zeit.

    14. Juni 2025

  • jari
    jari

    57 Follower

    2,0

    Natürlich haben wir in der Schule von und über Günter Grass gesprochen. Sogar einige Texte von ihm gelesen. Damals mochte ich ihn nicht. Nun erhielt ich die Chance, zu überprüfen, ob sich meine Meinung in der Zwischenzeit geändert hat. Tat sie nicht. Ich kam an keiner Stelle in den Text rein, fühlte mich unwohl während des Lesens und mochte auch Grass' Sprachstil nicht. Er ist so ganz und gar nicht meins. Ich respektiere die Position, die er innehat; seinen Einfluss auf die Literatur und auch auf die Aufarbeitung der Geschehnisse der Kriegszeit. Aber das bedeutet zum Glück nicht, dass ich seine Bücher lesen muss. Zum Glück nicht, denn Grass und ich werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr...

    21. Dez. 2024

3 von 10 Rezensionen

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