Romane

Im Krebsgang

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Über das Buch

Ungekürzte Autorenlesung Die Versenkung des ehemaligen Kraft-durch-Freude-Kreuzfahrtschiffes "Wilhelm Gustloff", das in den letzten Kriegstagen Flüchtlinge beförderte, zählt zu den größten Katastrophen der Seefahrt. Mehrere tausend Menschen kamen am 30. Januar 1945 ums Leben. Tulla Pokriefke aus Danzig ist eine der Überlebenden. Ihr in jener Nacht geborener Sohn Paul, Journalist und Chronist der Geschichte, recherchiert über den NS-Landesgruppenführer Wilhelm Gustloff und den sowjetischen U-Bootkommandanten Alexander Marinesko. Dabei stößt er auf eine brisante Internet-Seite. Er fördert ein menschliches Drama zutage, das bis in unsere Gegenwart hineingreift und nicht zuletzt seine eigene Familie betrifft. Das gleichnamige Buch ist im Steidl Verlag erschienen.

Editionen (13)

ISBN9783833727511
VerlagJumbo
Erscheinungsdatum27.01.11

Rezensionen & Bewertungen

71 Bewertungen

10 Rezensionen

3,0

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  • nettebuecherkiste
    nettebuecherkiste

    131 Follower

    5,0

    Nein, es hört wahrlich nie auf. ☹️ Großartig! Empfehle sehr das von Grass selbst eingelesene Hörbuch.

    11. Okt. 2025

  • l3ok3ll3r
    l3ok3ll3r

    6 Follower

    3,0

    Bewegende Thematik, aber erzählerisch durchwachsen

    Günter Grass greift in "Im Krebsgang" ein lange tabuisiertes Kapitel deutscher Geschichte auf: die Versenkung der „Wilhelm Gustloff“ 1945 und das damit verbundene Leid der zivilen Opfer. Die historische Bedeutung des Themas ist unbestritten, und Grass’ Mut, sich diesem Stoff literarisch zu widmen, verdient Anerkennung. Stilistisch jedoch wirkt der Roman stellenweise spröde. Die krebsgangartige Erzählstruktur – vor und zurück, historisch und gegenwärtig – mag programmatisch sein, erschwert jedoch den Lesefluss. Auch die Charaktere bleiben teils blass, besonders die Hauptfigur Paul Pokriefke, dessen persönlicher Konflikt zwischen Journalismus, Schuld und familiärer Vergangenheit interessant angelegt, aber nicht durchgängig überzeugend umgesetzt ist. Insgesamt ist "im Krebsgang" ein wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt – gerade im Hinblick auf den Umgang mit deutscher Opfergeschichte und dem Wiedererstarken rechter Ideologien. Literarisch jedoch erreicht es nicht ganz die Dichte und Ausdruckskraft von anderer Werker über jene Zeit.

    14. Juni 2025

  • jari
    jari

    57 Follower

    2,0

    Natürlich haben wir in der Schule von und über Günter Grass gesprochen. Sogar einige Texte von ihm gelesen. Damals mochte ich ihn nicht. Nun erhielt ich die Chance, zu überprüfen, ob sich meine Meinung in der Zwischenzeit geändert hat. Tat sie nicht. Ich kam an keiner Stelle in den Text rein, fühlte mich unwohl während des Lesens und mochte auch Grass' Sprachstil nicht. Er ist so ganz und gar nicht meins. Ich respektiere die Position, die er innehat; seinen Einfluss auf die Literatur und auch auf die Aufarbeitung der Geschehnisse der Kriegszeit. Aber das bedeutet zum Glück nicht, dass ich seine Bücher lesen muss. Zum Glück nicht, denn Grass und ich werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr...

    21. Dez. 2024

3 von 10 Rezensionen

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