Blick ins Buch

Romane

Ich verliebe mich so leicht

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Über das Buch

Wie in dem Bestseller Die Anomalie beginnt auch hier alles in einem Flugzeug. Ein bis über beide Ohren verliebter Mann sitzt im Flieger von Paris nach Schottland. Er reist einer Frau nach, um sie zu überraschen. Bald schon schwant ihm, dass dies nicht die beste seiner Ideen war. Denn sie hat ihn nicht eingeladen. Aber was soll er tun? Sein Verstand setzt aus, er weiß es ja selbst. In einem kleinstädtischen Hotel und in einem sinistren Café wartet er vergeblich auf sie. Könnte es sein, dass sie ihn überhaupt nicht sehen will? Schließlich kommt es zu einer schwer zu deutenden Begegnung in der Einsamkeit der Highlands. Was versteht er nicht? Was hat sie eigentlich vor? Er fühlt sich wie eins der vielen Schafe, die ihn anglotzen.

Mit französischer Leichtigkeit schreibt Le Tellier über das ewige Abenteuer Liebe. Präzise, mit tiefgründigem Humor, lakonischer Weisheit und vor allem unwiderstehlichem Charme erzählt er eine Geschichte, in der sich Leserinnen wie Leser gleichermaßen wiederfinden.

Editionen (4)

ISBN9783499013249
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum12.12.23
Seitenzahl128

Merkmale

1 Bewertungen

MittelEinfachUngewöhnlichSpannendHerzerwärmendNachdenklich

Rezensionen & Bewertungen

37 Bewertungen

7 Rezensionen

2,9

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  • anni232
    anni232

    60 Follower

    4,0

    "Er ist, wissentlich Oscar Wilde zitierend, davon überzeugt, dass Verrücktheiten die einzigen Dinge sind, die man niemals bereut. "

    Ich habe einige mittelmäßige bis schlechte Rezensionen gelesen, die meine Vorfreude auf das Buch etwas geschmälert haben. Ich habe es als Hörbuchdownload meiner Bücherei entdeckt und dachte, es geht knapp 2 Std, das ist ok für einen Versuch. Das Hörbuch ist sehr sehr schön von Uwe Teschner gelesen. Die Protagonisten werden liebevoll vom Erzähler "Held" und "Heldin" genannt. Die Geschichte begleitet zwar den Helden, aber nicht aus der Ich-Perspektive. Über das Gefühlsleben und die Gedanken des Helden weiß der Erzähler, allerdings werden über die Gedanken und Gefühle der Heldin nur Mutmaßungen vom Helden getroffen und diese sind sehr wandlungfähig, je nach Gemütsverfassung. Ich fand das Buch sehr schön und kurzweilig. Man begleitet den alternden Helden, er ist 50, auf seiner mutigen (spontanen) Reise nach Schottland, um seine 20 Jahre jüngere Heldin zu überraschen und romantisch zu erobern. Ist sie doch eigentlich vergeben, quasi verlobt. Unser Held vergisst, dass "die Jugend, die absichtslos verführerisch ist, nicht immer aufs Verführen aus ist." "Unser Held" macht sich Gedanken ums Älterwerden. Er hat die Erkenntnis, dass man auf zwei Arten altern kann, erstens:man fühlt sich weiterhin jung oder 2.man fühlt sich alt. Unser Held ist noch gefühlte 17 Jahre alt, er fragt sich, "warum altert sein Herz nicht wie seine Haut, seine Augen?" Zwischen solchen romantischen Gedankengängen des Helden tauchen immer häufiger negative Gedanken, Selbstzweifel bis hin zu Selbsthass auf. Unser Held ist emotional überfordert und versucht seine Situation mit aufgesetzter Fröhlichkeit zu überspielen. Er analysiert, interpretiert, gibt auf und ist deprimiert und schöpft dann doch wieder Zuversicht und Hoffnung. Dabei ist er sich auch unsicher, ob es wirklich Liebe ist, er kommt zu dem Schluss, dass es so ist, durch seine sachliche Betrachtungsweise körperlicher Reaktionen, die er im nächsten Moment als Verlustangst abtut. Durch die Erzählweise konnte ich viel Mitgefühl für "Unseren Helden" aufbringen. Es war für mich mal etwas ganz anderes so ein Verhalten bei einem Mann zu betrachten. Das Interpretieren und Gefühlschaos, die Unsicherheit kannte ich von mir selbst auch sehr gut, allerdings lernt man mit der Zeit mehr zu sich zu stehen, zu den eigenen Bedürfnissen und sich seiner eigenen Werte bewusst zu sein. Der Held hat hier noch einen langen Weg vor sich und es wäre ihm zu wünschen, dass er um seinetwillen begreift, dass keine Beziehung und keine außenstehende Person ihm das geben kann, was er so verzweifelt sucht. Ein Partner darf nur die Kirsche auf dem Eis sein, man selber muss schon der volle Eisbecher sein, nicht nur der leere Behälter. Der Held ist bereit seine Komfortzone zu verlassen und Arbeit zu leisten, leider setzt er hier nur an der falschen Stelle an. Er muss zu sich finden, an sich arbeiten, aber das ist ihm leider überhaupt nicht bewusst, eher im Gegenteil, er stürzt sich vermutlich eher in eine neue Bekanntschaft /Liebschaft. Ich glaube, dieses Buch bedeutet vor allem den Menschen etwas, die ähnliche Erlebnisse hatten, die beispielsweise erst durch einige gescheiterte Beziehungen festgestellt haben, dass sie an sich etwas ändern müssen, an ihrer Einstellung zu sich, damit eine neue Beziehung funktionieren kann. Die schöne Sprache im Buch und die Wohlfühlatmosphäre, trotz der doch eher traurigen Thematik, haben mir sehr gut gefallen.

    14. Nov. 2023

  • hasirasi2
    hasirasi2

    218 Follower

    2,0

    Langweilig 🙈

    9. Dez. 2022

  • izzy_hh
    izzy_hh

    41 Follower

    2,0

    Interessantes Thema – die flüchtige Natur der Liebe. Leider bleibt die Geschichte oberflächlich und die Handlung plätschert eher dahin, statt emotional zu fesseln. Sprachlich elegant, aber ohne den erhofften Tiefgang oder bleibenden Eindruck.

    11. Okt. 2025

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Hervé Le Tellier

Hervé Le Tellier, 1957 in Paris geboren, ist seit 1992 Mitglied der Autorengruppe OuLiPo, der u.a. Georges Perec, Italo Calvino und Oskar Pastior angehörten. Er veröffentlichte Romane, Erzählungen, Gedichte und Kolumnen und lebt in Paris. Für seinen Roman Die Anomalie erhielt er 2020 den Prix Goncourt. Das Buch wurde in 44 Sprachen übersetzt und verfilmt. 2026 wurde Hervé Le Tellier für sein Werk mit dem Würth-Preis für Europäische Literatur ausgezeichnet.

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