Ich und die Anderen

Ich und die Anderen

Hardcover
4.82
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Beschreibung

Wir leben in einer pluralisierten Gesellschaft. Jede Kultur steht neben anderen, es gibt keine selbstverständliche Zugehörigkeit mehr. Doch was ist das überhaupt – eine pluralisierte Gesellschaft? Und was heißt es für den Einzelnen, in einer solchen zu leben? Die Außenperspektive – dass es nämlich immer anders sein könnte, dass man etwas anderes glauben, anders leben könnte – ist heute Teil jeder Kultur. Und diese Veränderung betrifft jeden. Sie verändert den Bezug zur Gemeinschaft, zur eigenen Identität. Die Philosophin Isolde Charim wendet ihre These auf verschiedene Themen an, von der Politik zur Integration über die Definition des Heimatbegriffs bis hin zu den Debatten um religiöse Zeichen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Hardcover
Seitenzahl
224
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

Isolde Charim, geboren in Wien, Studium der Philosophie in Wien und Berlin, arbeitet als freie Publizistin und ständige Kolumnistin der "taz" und des "Falter". 2006 erhielt sie den Publizistik-Preis der Stadt Wien. Seit 2007 ist sie wissenschaftliche Kuratorin am Bruno Kreisky Forum. Bücher u.a.: "Lebensmodell Diaspora. über moderne Nomaden" (Hrsg. gem. mit Gertraud Auer 2012). Bei Zsolnay erschienen Ich und die Anderen. Wie die neue Pluralisierung uns alle verändert (2018), für den sie den Philosophischen Buchpreis 2018 erhält, sowie Die Qualen des Narzissmus. Über freiwillige Unterwerfung (2022), für den sie mit dem Tractatus-Preis des Philosophicum Lech 2023 ausgezeichnet wurde. 2022 erhielt sie den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik.

Beiträge

1
Alle
5

Eine grandiose und besondere Denkerin

Mein erstes Buch von Isolde Charim und ich bin nachhaltig beeindruckt. Selten habe ich eine Autorin erlebt, die ihre Gedanken so klar, zugleich so differenziert und mit einer solchen inneren Stringenz entfaltet. Ihre Argumentation wirkt nie überladen, vielmehr präzise geführt, fast beiläufig elegant, und doch von großer gedanklicher Tiefe getragen. Charim gelingt es, die komplexen Verschiebungen unserer Gegenwart in eine Sprache zu bringen, die weder vereinfacht noch abstrahiert. Ihre Analyse der zunehmenden Pluralisierung berührt nicht nur gesellschaftliche Strukturen, sondern auch die feinen Veränderungen im individuellen Erleben, im Selbstverständnis, im Verhältnis zu anderen. Gerade darin liegt für mich die besondere Qualität dieses Buches. An wenigen Stellen habe ich mich innerlich an ihren Positionen gerieben, doch gerade diese Momente machen die Lektüre fruchtbar. Sie öffnen meine Denkbewegungen. Es ist kein Buch, das man einfach liest und beiseitelegt, es lebt seither mit mir weiter. Dieses Buch gehört zu jenen seltenen Lektüren, die den eigenen Blick auf die Welt verschieben.

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