Blick ins Buch

Krimis

Holmes & Moriarty

3,6(97)
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Über das Buch

Noch nie zuvor musste Sherlock Holmes so eng mit seinem größten Erzfeind zusammenarbeiten

London, 1889: Sherlock Holmes und Dr. Watson werden von einem jungen Schauspieler engagiert, um einem seltsamen Fall nachzugehen. Zu seinen Aufführungen kommen jeden Tag dieselben Zuschauer – jedoch immer in anderen Verkleidungen. Zur gleichen Zeit läuft Professor Moriarty und Sebastian Moran die Zeit davon: Sie werden für einen mysteriösen Mord verantwortlich gemacht und müssen untertauchen.

Eine unsichtbare Hand zieht das Netz um die beiden verfeindeten Genies Holmes und Moriarty immer enger. Schnell wird klar, dass es hier um weit mehr geht als sie. Werden die beiden über ihre Schatten springen und zusammenarbeiten können, oder ist die Welt dem sicheren Untergang geweiht?

Ein kriminalistisches Abenteuer auf den Spuren Arthur Conan Doyles

Editionen (1)

ISBN9783365009895
VerlagHarperCollins Paperback
Erscheinungsdatum27.05.25
Seitenzahl336

Merkmale

4 Bewertungen

AnschaulichPoetischVielschichtigKomplexMittelGlaubwürdig

Rezensionen & Bewertungen

97 Bewertungen

35 Rezensionen

3,6

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    294 Follower

    5,0

    Sherlock Holmes ist zurück

    Ich sag mal, ein tatsächlich sehr spannendes Buch in „alter“ Manie von Dr. Watson und Sherlock Holmes. Ich fand die Sprache der Zeit angepasst und es hat mir sehr viel Spaß gemacht die Geschichte zu lesen. Einige unerwartete Wendungen waren auch eingebaut.

    10. Jan. 2026

  • tante_tanja
    tante_tanja

    542 Follower

    3,0

    Holmes war die ganze Zeit tief in Gedanken versunken. Normalerweise hätten seine Grübeleien dem aktuellen Fall gegolten, aber heute galten sie den seltsamen, bedrohlichen Botschaften, welche andeuteten, wir würden schon bald Hand in Handschuh mit Professor James Moriarty arbeiten - den ich lieber früher als später am Galgen baumeln sehen wollte. Spielte der Unbekannte auf unseren Fall mit George Reynolds an, den wir gerade verfolgten? - Zitat, Seite 105 Spätestens seit der modernen Filmadaption der Fälle des Meisterdetektivs mit Benedict Cumberbatch dürfte sich bei der Leserschaft eine gewisse Faszination für die Kombination von Sherlock Holmes mit dem Meisterschurken Moriarty eingestellt haben. Dieses Gefühl greift Gareth Rubin, der laut den spärlichen Angaben zur Person ein britischer Bestsellerautor und Journalist aus London ist, auf, auch wenn er seinen Roman ganz traditionell im 19. Jahrhundert ansiedelt und zwar im Jahre 1889. Der Roman beginnt mit einem Krankenbesuch. Mycroft Holmes, der große Bruder von Sherlock, hat seine Bettstätte im Diogenes Club eingerichtet, wo er Mitglied ist. Dr. Watson ist darüber zurecht irritiert, doch die drei Herren werden durch das Eindringen eines jungen Mannes aus ihren jeweiligen Überlegungen zur Situation gerissen. Der Eindringling erbittet die Hilfe bei seinem eigenen kuriosen Fall: Er sei als angehender Schauspieler mit der Rolle des Richard III besetzt worden und gäbe bei der Hauptrolle des Stücks alles, während die Leistungen der Mitwirkenden eher mangelhaft wären. Trotz der eher mäßigen Leistung der Schauspieler fänden sich jedoch immer wieder Zusehende ein, wobei jedoch das Publikum immer wieder von denselben Personen besetzt sei (mit nur ganz geringen Abweichungen). Die Gesamtsituation gäbe ihm Rätsel auf und ein steigendes Unbehagen ein. Ganz klar ein Fall für Sherlock Holmes, denn Shakespeare ist immer ernst zu nehmen! Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Dr. Watson und Moran, dem faustkräftigen Gehilfen von Professor Moriarty, erzählt. Zunächst laufen die zwei Handlungen parallel, bis es schließlich zu einer Begegnung der Figuren kommt, wobei ein geheimnisvoller Briefeschreiber, aber auch achtbeinige Krabbeltiere eine Rolle spielen. Die Geschichte liest sich leicht und schnell. Die Spannung wird durch den humorigen Unterton immer wieder gebrochen, was der Unterhaltung jedoch keinen Abbruch tut. Manchmal ist die Sprache der historischen Zeit nicht ganz angemessen, was jedoch teilweise auch an der Übersetzung liegen mag. So wird z.B. von Jobs gesprochen, oder dass jemand "schnurstracks an seinen Arbeitsplatz" zurückkehrt. Andere Fehler sind vielleicht ärgerlicher. Dies betrifft sowohl falsche Anleihen der klassischen Vorlage sowie inhaltliche Schnitzer. So wird Mycroft Holmes als "klein und rund" beschrieben, wo doch seine großformatige Gestalt einen wichtigen Teil seines Charakters abbildet. Außerdem ist nun mal nicht Zürich die Hauptstadt der schönen Schweiz, sondern Bern (spätestens nach dem Bürgerkrieg ganz offiziell). Sofern man sich an manchen wenig stilvollen Patzern nicht stört, kann man dieses Holmes&Moriarty Abenteuer aber durchaus genießen. Es sei denn, man leidet an einer ausgeprägten Arachnaphobie. Wobei diese faszinierenden Tiere in der Realität vielleicht nicht ganz so gruselig sind, wie im Roman. Wer hier keine Berührungsängste hat, sollte unbedingt mal die grüne Luchsspinne googeln. Ein weiteres nettes Detail: Benedict Cumberbatch, der hier auch für den Holmes-Look Pate gestanden haben dürfte, hat in der BBC Serie The Hollow Crown Richard III gespielt. FAZIT Mir war nach einigen lesenswerten Büchern mit eher schwerer Thematik nach einer leichten, aber doch intelligent geschriebenen Lektüre mit hohem Unterhaltungsfaktor. Trotz der erwähnten Schnitzer im Roman fühlte ich mich gut unterhalten - Holmes & Moriarty war für mich eine leichte Unterhaltung für zwischendurch. Und vielleicht sehe ich mir jetzt mal wieder einen Teil von The Hollow Crown an. Denn was soll ich sagen: Shakespeare geht eigentlich immer!

    20. Nov. 2025

  • line.90
    line.90

    66 Follower

    4,5

    Hat alles was eine gute Holmes Story haben muss!

    Da ich ein großer Fan der klassischen Sherlock Holmes Geschichten bin, war ich total begeistert, als ich gesehen habe, dass es eine neuen Roman gibt. Eine der größten Rivalen in der Geschichte arbeiten zusammen … ist das wirklich möglich? Das musste ich unbedingt lesen. Doch worum geht es? Sherlock Holmes und Professor Moriarty sehen sich zur selben Zeit mit rätselhaften Ereignissen konfrontiert. Während beide Parteien unabhängig ermitteln, deutet sich bald an, dass ihre Fälle zusammenhängen – und sie einem Geheimnis auf der Spur sind, das weit größer ist als sie selbst. Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer, da die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Watson und Moran (Moriartys Assistent) erzählt wird. Beide Fälle waren wirklich sehr spannend und ich habe mitgefiebert doch gleichzeitig hatte ich eben das Gefühl immer wieder aus der Handlung rausgerissen zu werden. Das ändert sich als die beiden Fälle immer mehr zusammen laufen und klar wird, dass Holmes und Moriarty zusammenarbeiten müssen. Die verschiedenen Sichtweisen liefern zusätzliche Einblicke und lassen die Handlung lebendig und vielschichtig wirken. Am meisten hat mich die Dynamik zwischen den beiden Teams amüsiert. Während Holmes und Moriarty erstaunlich gelassen damit umgehen, sind es die Assistenten Watson und Moran, die die eigentlichen Spannungsquellen darstellen. Ihre gegenseitige Skepsis und die ständigen Beobachtungen sorgen für sehr lustige Momente. Gerade Moran mit seiner doch manchmal sehr stumpfen und doch gleichzeitig impulsiven Verhaltensweise hat mir wirklich sehr gefallen. Die Geschichte selbst ist total spannend und lädt definitiv zum miträtseln ein. Besonders gefallen hat mir, dass der Autor sich am Stil und Aufbau stark an die klassischen Holmes-Erzählungen orientiert hat. Die Erzählung erfolgt durch den gewohnten Ich-Erzähler-Stil der Assistenten. Gleichzeitig bringt der Roman aber auch neue, teils düstere Elemente ein. Besonders gelungen ist die Mischung aus Kriminalfall, psychologischem Spiel und einem Hauch Mystery, auch wenn einige Wendungen früh absehbar sind. Für mich persönlich war der finale Showdown im Verhältnis zum vorherigen Aufbau der Geschichte zu actionreich und teilweise auch etwas unrealistisch. Das hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. Insgesamt ist Holmes & Moriarty ein spannender Kriminalfall mit atmosphärischem Setting und gelungenen Figuren. Wer die klassischen Holmes-Geschichten mag und Lust auf eine ungewöhnliche Zusammenarbeit hat, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

    Hat alles was eine gute Holmes Story haben muss!

    13. Juni 2025

3 von 35 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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mariasbooks
mariasbooks2. Juni 2025

Fällt euch eigentlich auf, dass im ganzen Buch bisher noch keine einze Frau eine einigermaßen wichtige Rolle hatte? Außer der Tochter, die nur für ein paar Seiten relevant war, um sie ein Opfer zu machen?

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Autorin / Autor

Über Gareth Rubin

Gareth Rubin ist britischer Bestseller-Autor und Journalist. Er lebt in London und schreibt für diverse britische Zeitungen über Reisen, Kunst und Soziales.

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