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Ich habe leider mehr erwartet
*Rezensionsexemplar* ⭐️ SCIENCES FICTION ⭐️ SOCIAL IMBALANCE ⭐️ ARTIFICIAL INTELLIGENCE ⭐️ HE FALLS FIRST Vor 400 Jahren wurde die Erde besiegt. Seither kreisen rettende Raumstationen durch das All. Der König herrscht mit Unterstützung elitärer Adelshäuser. Zur Unterhaltung der Massen finden tödliche Gladiatorenkämpfe in gigantischen Maschinen zwischen den Häusern statt. Als das Ansehen des Hauses Hauteclare bedroht ist, wird Synalis Mutter, welche mit dem Herzog ein uneheliches Kind hat, ermordet. Die Tochter überlebt den Anschlag und plant den Niedergang des Hauses Hauteclare, indem sie selbst am größten Turnier des Königs teilnimmt… »Geschichte wird allein von Siegern geschrieben, und das selten mit großer Genauigkeit.« Heavenbreaker bietet eine ambitionierte Geschichte in einer postapokalyptischen Welt, die in mehrere Abschnitte unterteilt ist. Dabei begleitet man vor allem die Protagonistin Synali, die auf der Suche nach Rache mit der Zeit immer mehr ins Zweifeln gerät. Ihr innerer Wandel ist ein zentraler Aspekt der Erzählung, auch wenn er stellenweise nicht ganz stimmig wirkt. Als Mentor von Synali vereint Dravik widersprüchliche Eigenschaften und bleibt dadurch interessant: kontrollierend und berechnend, aber gleichzeitig fürsorglich. Rax als möglicher Loveinterest wirkt hingegen eher blass und tritt erst gegen Ende etwas aus dem Schatten. Auch viele der Nebenfiguren haben eher Statistenflair, obwohl die Storyline viel Raum für interessante Charaktere bieten würde. Die Gilde der Spinnenhand scheint eine Gruppe abgerichteter Attentäter zu sein, während der allgegenwärtige, rücksichtslose Adel sich seiner Macht sicher wähnt. Leider werden diese Ansätze oft nur angerissen. Auch der Klerus und diverse Rebellengruppierungen bleiben merkwürdig diffus, obwohl sie hintergründig auftreten. Der Auftakt der Dilogie hat insgesamt viel vor - vielleicht zu viel. Es werden viele Themen und Ideen eingeführt, aber nur wenige davon wirklich vertieft. Der Plot hat ohne Frage Potenzial, konnte mich persönlich aber nicht ganz abholen.

29. Juli 2025
Ich habe leider mehr erwartet
*Rezensionsexemplar* ⭐️ SCIENCES FICTION ⭐️ SOCIAL IMBALANCE ⭐️ ARTIFICIAL INTELLIGENCE ⭐️ HE FALLS FIRST Vor 400 Jahren wurde die Erde besiegt. Seither kreisen rettende Raumstationen durch das All. Der König herrscht mit Unterstützung elitärer Adelshäuser. Zur Unterhaltung der Massen finden tödliche Gladiatorenkämpfe in gigantischen Maschinen zwischen den Häusern statt. Als das Ansehen des Hauses Hauteclare bedroht ist, wird Synalis Mutter, welche mit dem Herzog ein uneheliches Kind hat, ermordet. Die Tochter überlebt den Anschlag und plant den Niedergang des Hauses Hauteclare, indem sie selbst am größten Turnier des Königs teilnimmt… »Geschichte wird allein von Siegern geschrieben, und das selten mit großer Genauigkeit.« Heavenbreaker bietet eine ambitionierte Geschichte in einer postapokalyptischen Welt, die in mehrere Abschnitte unterteilt ist. Dabei begleitet man vor allem die Protagonistin Synali, die auf der Suche nach Rache mit der Zeit immer mehr ins Zweifeln gerät. Ihr innerer Wandel ist ein zentraler Aspekt der Erzählung, auch wenn er stellenweise nicht ganz stimmig wirkt. Als Mentor von Synali vereint Dravik widersprüchliche Eigenschaften und bleibt dadurch interessant: kontrollierend und berechnend, aber gleichzeitig fürsorglich. Rax als möglicher Loveinterest wirkt hingegen eher blass und tritt erst gegen Ende etwas aus dem Schatten. Auch viele der Nebenfiguren haben eher Statistenflair, obwohl die Storyline viel Raum für interessante Charaktere bieten würde. Die Gilde der Spinnenhand scheint eine Gruppe abgerichteter Attentäter zu sein, während der allgegenwärtige, rücksichtslose Adel sich seiner Macht sicher wähnt. Leider werden diese Ansätze oft nur angerissen. Auch der Klerus und diverse Rebellengruppierungen bleiben merkwürdig diffus, obwohl sie hintergründig auftreten. Der Auftakt der Dilogie hat insgesamt viel vor - vielleicht zu viel. Es werden viele Themen und Ideen eingeführt, aber nur wenige davon wirklich vertieft. Der Plot hat ohne Frage Potenzial, konnte mich persönlich aber nicht ganz abholen.
29. Juli 2025








