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Gun Love

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Über das Buch

Seit ihrer Geburt lebt Pearl im Auto, sie vorne, ihre Ausreißer-Mutter auf der Rückbank. Vierzehn Jahre stehen die beiden jetzt schon am Rande eines Trailerparks irgendwo in Florida. Draußen vor der Windschutzscheibe ist die Welt den Waffen verfallen: Kinder wachsen mit Pistolen statt Haustieren auf, Schießübungen immer und überall, mal Alligatoren, mal den Fluss, mal Polizisten im Visier, und sonntags sitzt man beim Gottesdienst mit der geschulterten Schrotflinte in der ersten Reihe. Doch im Ford Mercury wirken andere Kräfte, hier lernt Pearl das Träumen. Bis ein schöner Mann und seine Pistolen alles verändern …

Gun Love handelt vom Zauber zwischen Mutter und Tochter inmitten des Irrsinns. In strahlenden Bildern erzählt Jennifer Clement eine Geschichte, in der Liebe und Hass, Fantasie und Wirklichkeit haltlos ineinander fallen. Das literarische Stimmungsbild einer ganzen Nation.

Editionen (4)

ISBN9783518428320
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum10.09.18
Seitenzahl251

Rezensionen & Bewertungen

100 Bewertungen

13 Rezensionen

3,6

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  • 3,0

    📌 "Drama haut richtig rein." - S. 139 Die Geschichte eines Mädchens, welches mit seiner Mutter in einem Auto auf einem heruntergekommenen Trailerpark haust, wo Drogenhandel und Waffenschmuggel an der Tagesordnung sind. Sprachlich fand ich das echt richtig gut und dann verließen sie mich. Keine Ahnung, was die Autorin mir mit dieser Geschichte sagen wollte.

    23. Sept. 2024

  • jtk_0701
    jtk_0701

    344 Follower

    4,5

    Das war für mich was ganz Besonderes. Eine magische Atmosphäre in einer wirklich harten Realität. Die Sprache poetisch, das Leben brutal. Pearl wächst mit ihrer Mutter im Auto auf, an einem Trailerpark. Seit der Geburt kennt Pearl keine andere Realität als diese. Ihre Freund*innen und Nachbar*innen sind die Bewohner des Trailerparks. Menschen am Rande der Gesellschaft. Die Müllhalde direkt daneben, Alligatoren am Fluss und Waffen und Gewalt sind Alltag. Und trotz all dieser problematischen Lebensumstände scheint Pearl glücklich in ihrem Leben. Zufrieden mit dem, was sie hat, hat sie doch eine Mutter, die ihr die Welt schön malt und ihre Freundin April May. Bis Eli auftaucht, der neue Freund der Mutter und alles verändert. Ich hab das Buch wie im Rausch gelesen. Das Buch ist in 3 Teilen aufgeteilt und besonders der erste Teil hatte eine so bedrohliche Stimmung, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Ich wollte einfach wissen, wohin das alles führt. Und es führt mich an verschiedene Stellen des Lebens einer Protagonistin, die keinen einfachen Start ins Leben hatte, die mit vielen schweren Lebenssituationen zurechtkommen muss, Entscheidungen trifft, die ich nicht immer versteh und trotzdem immer weiter macht. Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Durch die poetische Sprache hat die Autorin eine Magie erschaffen in einem Umfeld, das alles andere als magisch ist. Ein Buch, das mir im Herzen bleiben wird, ein Mädchen, dass ich so schnell nicht vergessen werde. S.133/134 „Und dann war ich nur noch dankbar, dass mein Herz von alleine schlug, weil ich wusste, dass ich es aus eigener Kraft nie hätte zum Schlagen bringen können. Und weil mein Herz unabhängig schlug, und zwar unabhängig davon, was gerade Schreckliches passiert war, verspürte ich eine große Zärtlichkeit gegenüber meinem Körper und meinem unbedeutenden Leben.“ S.150 „Zum ersten Mal erlebte ich, wie es war, eine Tür aufzumachen. Davorzustehen, am Knauf zu drehen und die Tür zu öffnen, öffnen, öffnen. Im Auto wussten wir wegen der Fenster immer schon vorher, wem wir die Tür öffneten.“ S.175 „Pearl, sagte Mr Brodsky, jemanden zu begraben gilt als die größte Liebesbezeugung.“ S. 221 „Meine Mutter sagte immer, Träumen ist billig. Es kostet nichts. Im Traum muss man weder Rechnungen noch Miete zahlen. Im Traum kann man ein Haus bauen und man wird zurückgeliebt.“

    1. Mai 2025

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jennifer Clement

Jennifer Clement, in Connecticut geboren, wuchs in Mexiko- Stadt auf, studierte in New York und Paris Literaturwissenschaft und hat Lyrik und vier Romane veröffentlicht. Als Präsidentin des P.E.N. International kämpfte sie im Namen von Autor:innen weltweit für das Recht auf freie Meinungsäußerung. Gebete für die Vermissten, ihr Roman über die Schicksale gestohlener Mädchen in Mexiko, war ein internationaler Erfolg, die Verfilmung wurde in Cannes ausgezeichnet. Ihr Roman Gun Love wird unter der Regie von Julie Taymor verfilmt.

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