Gott und die Krokodile

Gott und die Krokodile

Taschenbuch
5.01
ErlebnisberichtReportageKindersoldatenKinashasa

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Beschreibung

Mitten ins Herz Afrikas

Andrea Böhm nimmt den Leser mit auf eine Entdeckungsreise durch den Kongo. Sie führt uns in die chaotische, vibrierende Hauptstadt Kinshasa. Sie folgt den Spuren eines afro-amerikanischen Missionars, der in den 1890er Jahren im Königreich der Kuba im Dschungel lebte, und begegnet mysteriösen Mayi-Mayi-Rebellen, die sich für unverwundbar halten. Sie begibt sich in die größten Diamantenfelder der Welt und in die zerrütteten Kivu-Provinzen im Osten des Landes, dem Schauplatz von »Afrikas erstem Weltkrieg«. Vor allem aber erzählt Andrea Böhm die Geschichten der Menschen, die ihr begegnen: Marktfrauen, die sich als Boxerinnen ein Zubrot verdienen; Musiker, die ihr Heil in Gott und Beethoven suchen; ein Kindersoldat, der mit seiner Mutter wieder vereint wird; Bergarbeiter, die mit bloßen Händen nach Bodenschätzen graben. Sie alle werden im täglichen Ausnahmezustand zu Meistern der Improvisation.

Ausstattung: mit Abbildungen

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Tatsachenberichte
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
272
Preis
15.50 €

Autorenbeschreibung

Andrea Böhm, geboren 1961, lebte über zehn Jahre als freie Journalistin in den USA und schrieb u. a. für die tageszeitung, Die Zeit und GEO. 2004 erhielt sie den Theodor-Wolff-Preis, seit 2006 ist sie Redakteurin der Zeit. Regelmäßig bereiste sie in den letzten Jahren den afrikanischen Kontinent und ist eine ausgewiesene Kennerin des Kongo. Auf ihrem Blog berichtet Andrea Böhm von ihren Reisen.

Beiträge

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Alle
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Schwerer Stoff. Es geht um das Leben, die Geschichte des Kongo, um die Menschen, die dort leben und die eines gemeinsam haben: Leid. Unermesslich viel Leid hat das Volk dort erfahren. Die Autorin reist durch das Land, mehrfach, trifft Militärs, Chorleiter, Minenarbeiter, Künstler, Ärzte, Gotteskinder und Hexenkinder. In Sammeltaxen, auf Motorrädern oder in russischen Flugzeugen ist es definitiv kein Erholungsurlaub. Schüsse fallen. Täglich. Das ist Alltag im Kongo. Wie viele unterschiedliche ethnische, politische und religiöse Gruppierungen es im Kongo gibt ist kaum zählbar, und ihre Ansichten driften teilweise massiv voneinander ab. Das führt immer wieder zu Gewaltverbrechen überall im Land. Es herrscht kein Frieden im Kongo. 2011 beschäftigt sich die westliche Welt mit iPads und sozialen Netzwerken. Im Kongo hofft man stattdessen auf friedliche, freie und faire Wahlen. Die Geschichte dieses Landes ist eine Chronologie von Helden, die nicht siegen konnten, und Siegern, die sich als Teufel entpuppten. Jahrhundertelang. Und trotzdem hat das Volk, so verschieden es sein mag, eine wichtige Lektion sehr viel besser begriffen als wir: Es geht weiter. Es wird immer einen neuen Tag geben. Und solange es weiter geht, gibt es Hoffnung. An manchen Tagen gibt es nichts außer Hoffnung.

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