Gilles‘ Frau

Gilles‘ Frau

Taschenbuch
4.35
EhebruchSchwangerschaftLiebeskummerDreiecksbeziehung

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

Elisa und Gilles sind glücklich, die Rollen klar verteilt. Liebe bedeutet für Elisa: Ehefrau zu sein. Sie wohnen mit ihren kleinen Zwillingstöchtern in einer Arbeitersiedlung am Rande einer Industriestadt, und jeden Abend wartet Elisa sehnsüchtig auf ihren Mann. Doch ausgerechnet ihre jüngere Schwester Victorine verdreht Gilles den Kopf. Elisa, die hochschwanger ist, kommt schnell dahinter, nimmt seine Untreue hin, demütigt sich, wird gar zur Komplizin seiner Begierde, bis Victorine ihn verlässt. Als Elisa schließlich klar wird, dass sie nun ihrerseits Gilles nicht mehr liebt, kapituliert sie. Ein meisterhafter Roman über die zerstörerische Kraft absoluter Liebe.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
160
Preis
12.40 €

Beiträge

1
Alle
3.5

Leseprojekt 2026: 26x Europa - Land 8: Belgien Elisa und ihr Ehemann Gilles, ein Fabrikarbeiter, genießen die schönen Momente des Lebens und leben glücklich mit ihren kleinen Kindern zusammen, bis Gilles eine Affäre hat. Elisa nimmt sich immer mehr zurück, damit er bei ihr bleibt. Beim Lesen konnte ich es kaum glauben, dass dies nicht nur ein Debütroman ist, sondern er 1937 erschienen ist! Bourdouxhe schildert Elisas Qualen klar und schonungslos. Im Vordergrund steht dabei die Liebe zu ihrem Mann und nicht die finanziellen und gesellschaftlichen Probleme, die sie bei einer Trennung hätte. Heutzutage liest man diese aber automatisch mit und hat (höchstwahrscheinlich noch mehr) Mitgefühl mit Elisa. Zumal diese niemanden hat, dem sie ihr Leid und ihre Trauer anvertrauen kann. So ist sie jeden Tag etwas weniger Elisa und etwas mehr nichts weiter als Gilles' Frau... Leider verhinderte der 2. Weltkrieg eine literarische Karriere von Bourdouxhe, die in der Résistance aktiv war. Obwohl sie de Beauvoir und Sartre kannte, geriet ihr Werk in Vergessenheit und wurde erst in den 1980er Jahren wiederentdeckt und als feministisches Werk gefeiert. [Im Rahmen meines Europaprojekts 2026 habe ich bisher Texte aus folgenden Ländern gelesen; in alphabetischer Reihenfolge: Albanien, Bosnien, Italien, Österreich, Russland, Schweiz, Spanien.]

Beitrag erstellen