Gefängnistagebuch

Gefängnistagebuch

Taschenbuch
4.02

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Beschreibung

Vom 22. Oktober bis zum 21. Dezember 1944 reichen die Aufzeichnun-gen, die Luise Rinser heimlich in der Zelle eines nationalsozialistischen Frauengefängnisses gemacht hat, während in Berlin ein Prozeß wegen Hochverrats gegen sie lief. Sie beschreibt, was sie beobachtet und am eigenen Leibe erfahren hat. Ihr Bericht ist Anklage, für die jedoch, die das Regime der Gewalt nicht bewußt erlebt haben, ein Dokument.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Tagebücher & Briefe
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
160
Preis
7.20 €

Autorenbeschreibung

Luise Rinser, 1911 in Pitzling in Oberbayern geboren, war eine der meistgelesenen und bedeutendsten deutschen Autorinnen nicht nur der Nachkriegszeit. Ihr erstes Buch, ›Die gläsernen Ringe‹, erschien 1941 bei S. Fischer. 1946 folgte ›Gefängnistagebuch‹, 1948 die Erzählung ›Jan Lobel aus Warschau‹. Danach die beiden Nina-Romane ›Mitte des Lebens‹ und ›Abenteuer der Tugend‹. Waches und aktives Interesse an menschlichen Schicksalen wie an politischen Ereignissen prägen vor allem ihre Tagebuchaufzeichnungen. 1981 erschien der erste Band der Autobiographie, ›Den Wolf umarmen‹. Spätere Romane: ›Der schwarze Esel‹ (1974), ›Mirjam‹ (1983), ›Silberschuld‹ (1987) und ›Abaelards Liebe‹ (1991). Der zweite Band der Autobiographie, ›Saturn auf der Sonne‹, erschien 1994. Luise Rinser erhielt zahlreiche Preise. Sie ist 2002 in München gestorben.

Beiträge

1
Alle
4

Luise Rinser (1911-2002) war eine deutsche Schriftstellerin, 1941 erschien ihre erste Erzählung beim Fischer-Verlag. 1944 kam sie in ein nationalsozialistisches Frauengefängnis, weil eine Freundin sie wegen Hochverrats denunziert hatte. Rinser schreibt selbst in ihrem Vorwort, dass ihr Tagebuch, das sie heimlich im Gefängnis schrieb, kaum ihre Emotionen zeigt, sondern dass sie einfach aufschrieb, was passierte, weil ihr das damals richtig und wichtig erschien. Aber sie kommt unter diesen schweren Umständen doch zu einigen Erkenntnissen über die Menschen. Dabei ertappt sie sich auch gelegentlich selbst bei Boshaftigkeit, Gehässigkeit und Skrupellosigkeit. Manchmal geschieht das aber auch unertappt und das macht sie menschlich. Ein wichtiges Zeitdokument, das man aufmerksam lesen sollte und das trotz der Authentizität nicht zu sehr belastet.

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