Frösche

Frösche

von Mo Yan
Hardcover
4.18
ParteidisziplinZwangssterilisierungSchicksalGeburtenpolitik

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Beschreibung

Literaturnobelpreisträger Mo Yan zeigt sich mit seinem neuen großen Roman auf der Höhe seiner Kunst: Gugu ist die begabteste Hebamme in Gaomi. Seit Jahrzehnten bringt sie dort alle Kinder zur Welt. Mit Beginn der Geburtenkontrolle verantwortet die parteitreue Gugu auch Abtreibungen und Zwangssterilisierungen. Für ihre Karriere macht sie sich zum willigen Werkzeug der Partei. Erst im Alter bereut sie ihre Taten, die viele Menschen das Leben kosteten. In farbenprächtigen, autobiografisch grundierten und oft auch komischen Szenen erzählt Mo Yan von den Schicksalen der Frauen und Kinder in seiner ländlichen Heimat und von den dramatischen Folgen der Ein-Kind-Politik für die Menschen in China.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
512
Preis
25.60 €

Autorenbeschreibung

Mo Yan wurde 1956 in Gaomi, Provinz Shandong, geboren. In Deutschland wurde er 1993 mit dem Roman Das rote Kornfeld bekannt. Mo Yans Werke wurden weltweit übersetzt und mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet. Für seinen Roman Frösche (Hanser 2013) erhielt er 2011 den Mao-Dun-Literaturpreis. Mo Yan ist Träger des Literaturnobelpreises 2012.

Beiträge

2
Alle
5

Gibt gute Einblicke in die Ein-Kind-Politik Chinas

3

3,5 ⭐️ In dem Buch dreht sich alles um Schuld. Die Erzählung beginnt um 1950 und endet in den 2000 ern. Im Fokus steht eine Frau, die eine der Mitverantwortlichen zur Umsetzung der Geburtenkontrolle war und deren Geschichte der Icherzähler (deren Neffe) erzählt. Der Erzählton ist nüchtern, plaudernd. Das wirkt in vielen Szenen sehr verstörend. Zumal wir fragwürdige Taten schräge Unterhaltungen und auch Todesfälle aufgrund von Abtreibungen erleben. Der Schreibstil ist schlicht und wirkt manchmal fast kindlich. An sich wird die Geschichte konventionell erzählt. Erst gegen Ende befinden sich die Figuren in traumähnlichen Zuständen. Die letzten 20% waren richtig stark. Der Rest war zwar aufgrund der Thematik sehr interessant, luchst mir aber keine Begeisterungsstürme ab. Die Frösche spielen in sämtlichen Formen und metaphorischen Ebenen eine entscheidende Rolle, allerdings war mir das irgendwie alles zu offensichtlich, zumal er auch noch den Erklärbären spielen muss. Eine intellektuelle Herausforderung ist das jetzt nicht.

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