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„Tag der Seelen“ von Sandra Grauer ist der Auftakt der „Flowers & Bones“-Dilogie. Diese ist die dritte von mittlerweile vier Dilogien, die in diesem fiktiven Paralleluniversum unserer Welt spielen. Die korrekte Lesereihenfolge ist „Clans of London“, „Flame & Arrow“, „Flowers & Bones“ und kürzlich hinzugekommen dann noch „Pearls & Skulls“. Laut Autorinnenbrief soll man diese Reihen unabhängig voneinander lesen können. Dies mag auch für die ersten beiden Dilogien noch funktionieren, ab „Flowers & Bones“ gilt das definitiv nicht mehr. Denn „Tag der Seelen“ knüpft nahtlos an die „Flame & Arrow“-Dilogie an. Das Ende dieser Reihe, das ich hier nicht spoilern werde, hat die gesamte Welt verändert, doch es geht weit darüber hinaus. Die neuen Charaktere, die in „Tag der Seelen“ eingeführt werden, befinden sich an demselben Ort und treffen auf alle Charaktere aus den vorigen Reihen. Dies sind jedoch keine bloßen Cameos, sondern gleich die neuen Liebhaber. Ergo kriegt Ihr es mit wichtigen Figuren zu tun, die keinerlei Charakterarbeit erfahren, da die Autorin eben doch davon ausgeht, dass wir sie ja schon kennen. Selbst mir wird das zu unübersichtlich, weil es so mittlerweile einfach so viele Charaktere sind – und ich lese gerade alle Bücher in der richtigen Reihenfolge recht zeitnah hintereinander. Unabhängig davon hält die Geschichte auch einfach nicht, was sie verspricht. Die Prämisse verspricht eine nette Urban Romantasy inspiriert von der mexikanischen Folklore rund um den Día de los Muertos. Dies wird jedoch gleich zu Beginn über den Haufen geworfen, denn der Vater entscheidet nach dem Tod der Mutter, mit seinen Kindern nach Irland zu ziehen. Kurz vor dem ersten Tag der Toten seit dem Verlust…wer macht denn sowas bitte? Sie glauben daran, dass der Geist der verstorbenen Angehörigen an diesem Tag zu ihrem Grab wandeln werden und er beschließt, dass das die richtige Zeit ist, seine trauernden Kinder ans andere Ende der Welt zu befördern. Seine trauernden Kinder, die echte Nachfahren der Catrina-Linie sind und somit die Verstorbenen an dem Tag tatsächlich sehen können…Ja, der Vater und der Bruder wissen nichts davon, aber an dem Punkt hat mich das Buch schon verloren. Vater und Bruder sind unfassbar ignorante Wesen. Doch auch die vermeintliche Protagonistin ist nicht wirklich besser, denn sie nimmt das einfach völlig emotionslos hin. Also, wenn ich wüsste, dass ich die Gabe meiner Mutter erbe und damit die Möglichkeit habe, sie am Tag der Toten tatsächlich wiederzusehen, müsste man mich mit Gewalt aus meinem Zuhause entfernen. Nun kommen sie in Irland an und beginnen dort ihr neues Uni-Leben. Sie sind live beim Finale der vorherigen Reihe dabei, was natürlich der Auslöser für allerlei Drama ist. Allen voran ihr Bruder Emilio, der sich das Bein bricht und deshalb seinen Traum der Fußballkarriere an den Nagel hängen muss…und prompt einfach zum rechten Incel-Schwurbler wird. Bah, was ein ekliger Charakter – und er ist einer der Hauptfiguren! Fast schon zum Glück tauchen nach und nach immer mehr Charaktere aus den vorigen beiden Reihen auf und bieten etwas Abwechslung zu Valentinas emotionslosen inneren Monologen und Emilios hasserfüllter Intoleranz. Tatsächlich gefiel mir die Handlung in „Tag der Seelen“ deutlich besser als in den vorigen beiden Dilogien, ein gutes Buch ist es deshalb trotzdem nicht. Ich bin aber tatsächlich etwas neugierig darauf, wie es weitergeht. Dass ich das Elend jetzt bis zum Ende durchziehe, sollte ja eh allen bewusst sein. 2 Sterne.
13. Apr. 2026
„Tag der Seelen“ von Sandra Grauer ist der Auftakt der „Flowers & Bones“-Dilogie. Diese ist die dritte von mittlerweile vier Dilogien, die in diesem fiktiven Paralleluniversum unserer Welt spielen. Die korrekte Lesereihenfolge ist „Clans of London“, „Flame & Arrow“, „Flowers & Bones“ und kürzlich hinzugekommen dann noch „Pearls & Skulls“. Laut Autorinnenbrief soll man diese Reihen unabhängig voneinander lesen können. Dies mag auch für die ersten beiden Dilogien noch funktionieren, ab „Flowers & Bones“ gilt das definitiv nicht mehr. Denn „Tag der Seelen“ knüpft nahtlos an die „Flame & Arrow“-Dilogie an. Das Ende dieser Reihe, das ich hier nicht spoilern werde, hat die gesamte Welt verändert, doch es geht weit darüber hinaus. Die neuen Charaktere, die in „Tag der Seelen“ eingeführt werden, befinden sich an demselben Ort und treffen auf alle Charaktere aus den vorigen Reihen. Dies sind jedoch keine bloßen Cameos, sondern gleich die neuen Liebhaber. Ergo kriegt Ihr es mit wichtigen Figuren zu tun, die keinerlei Charakterarbeit erfahren, da die Autorin eben doch davon ausgeht, dass wir sie ja schon kennen. Selbst mir wird das zu unübersichtlich, weil es so mittlerweile einfach so viele Charaktere sind – und ich lese gerade alle Bücher in der richtigen Reihenfolge recht zeitnah hintereinander. Unabhängig davon hält die Geschichte auch einfach nicht, was sie verspricht. Die Prämisse verspricht eine nette Urban Romantasy inspiriert von der mexikanischen Folklore rund um den Día de los Muertos. Dies wird jedoch gleich zu Beginn über den Haufen geworfen, denn der Vater entscheidet nach dem Tod der Mutter, mit seinen Kindern nach Irland zu ziehen. Kurz vor dem ersten Tag der Toten seit dem Verlust…wer macht denn sowas bitte? Sie glauben daran, dass der Geist der verstorbenen Angehörigen an diesem Tag zu ihrem Grab wandeln werden und er beschließt, dass das die richtige Zeit ist, seine trauernden Kinder ans andere Ende der Welt zu befördern. Seine trauernden Kinder, die echte Nachfahren der Catrina-Linie sind und somit die Verstorbenen an dem Tag tatsächlich sehen können…Ja, der Vater und der Bruder wissen nichts davon, aber an dem Punkt hat mich das Buch schon verloren. Vater und Bruder sind unfassbar ignorante Wesen. Doch auch die vermeintliche Protagonistin ist nicht wirklich besser, denn sie nimmt das einfach völlig emotionslos hin. Also, wenn ich wüsste, dass ich die Gabe meiner Mutter erbe und damit die Möglichkeit habe, sie am Tag der Toten tatsächlich wiederzusehen, müsste man mich mit Gewalt aus meinem Zuhause entfernen. Nun kommen sie in Irland an und beginnen dort ihr neues Uni-Leben. Sie sind live beim Finale der vorherigen Reihe dabei, was natürlich der Auslöser für allerlei Drama ist. Allen voran ihr Bruder Emilio, der sich das Bein bricht und deshalb seinen Traum der Fußballkarriere an den Nagel hängen muss…und prompt einfach zum rechten Incel-Schwurbler wird. Bah, was ein ekliger Charakter – und er ist einer der Hauptfiguren! Fast schon zum Glück tauchen nach und nach immer mehr Charaktere aus den vorigen beiden Reihen auf und bieten etwas Abwechslung zu Valentinas emotionslosen inneren Monologen und Emilios hasserfüllter Intoleranz. Tatsächlich gefiel mir die Handlung in „Tag der Seelen“ deutlich besser als in den vorigen beiden Dilogien, ein gutes Buch ist es deshalb trotzdem nicht. Ich bin aber tatsächlich etwas neugierig darauf, wie es weitergeht. Dass ich das Elend jetzt bis zum Ende durchziehe, sollte ja eh allen bewusst sein. 2 Sterne.
13. Apr. 2026







