Blick ins Buch

Fantasy

Feuerfeder - Briefe an den König

4,5(33)
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Über das Buch

Einem König widerspricht man nicht. Oder doch?

Nachdem ich auf dem Acker einen goldenen Mörser ausgegraben habe, verlangte König Laurent den passenden Stößel dazu. Wütend und womöglich nicht sonderlich bedacht antwortete ich mit einem Brief – und einem Widerspruch. Doch obwohl mir der König zunächst zürnte, unterbreitete er mir ein überraschendes Angebot: Ich soll ihn beraten.

Allerdings ist meine neue Aufgabe ernüchternd. Laurent scheint meine Einwände nur zu lesen, um sie dann zu übergehen. Und während ich allmählich an der Starrsinnigkeit des Königs verzweifele, wächst zugleich eine gefährliche Anziehung zwischen uns.

Denn wenn Feuer und Papier aufeinandertreffen, kann am Ende etwas außer Asche bleiben?

„Diese Geschichte ist so viel mehr als eine Märchenadaption - sie steckt voller Tiefe und hat mich durchweg verzaubert.“ - Maya Shepherd

ISBN9783691300321
VerlagDrachenmond Verlag GmbH
Erscheinungsdatum27.02.26
Seitenzahl336

Rezensionen & Bewertungen

33 Bewertungen

24 Rezensionen

4,5

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  • east
    east

    827 Follower

    4,5

    Wer es wagt, dem König zu widersprechen…

    Als die Familie der Bauerntochter Randalín auf ihrem Feld einen goldenen Mörser findet und ihn daraufhin dem König aushändigt, verlangt dieser auch den passenden Stößel dazu, den die armen Bauern natürlich nicht besitzen. Als Dieb angeklagt wird der Vater festgenommen und Randalín macht sich auf den Weg, ihn zu befreien, im Gepäck nichts als Feder, Tinte und Worte. Sie wagt es, dem König zu widersprechen und entgegen allen Erwartungen bietet er ihr eine Stelle als Berater an, womöglich auch, weil er sie für einen Mann hält. Doch damit fangen die Probleme erst richtig an, denn weder passt Randalín an den Königshof, noch stößt ihre schweigsame, direkte Art auf viel Gegenliebe, von ihren persönlichen Gefühlen ganz zu schweigen… Auf den Seiten von „Feuerfeder“ findet der aufmerksame Leser mehr als eine Referenz an alte Geschichten und Grimms Märchen. Tatsächlich ist das Buch im weitesten Sinne eine Nacherzählung des Märchens „Die kluge Bauerntochter“, vermischt mit anderen Elementen, etwa aus „König Drosselbart“. Doch das Buch hat auch genug eigene Ideen zu bieten. Anne Danck erzählt uns hier nämlich nicht nur die Geschichte einer klugen jungen Frau, die sich beweisen will und den König zurechtweist, auch keine dahergelaufene Liebesgeschichte eines Prinzen auf dem weißen Ross. Stattdessen zeichnet sie das Bild einer Protagonistin, der die Schuhe, die sie zu tragen bekommen hat, so gar nicht passen. Sie ist eine Frau, allgemeiner Auffassung nach, doch sie eckt immer wieder an. Ihr Aussehen scheint den Erwartungen der Leute nicht zu entsprechen, sie ist zu grob, zu leise, zu nachdenklich, viel zu wenig kompromissbereit. Sie spricht selten ein Wort, stolpert über ihre eigene Zunge, hat den Kopf aber doch voller kluger Ideen. Am allerwichtigsten ist aber: Sie hat die Nase voll davon, sich in Schubladen stecken zu lassen und rebelliert auf ihre ganz eigene Weise gegen Erwartungen und Rollenbilder, stellt Fragen, stählt ihren Widerspruchsgeist und lehnt sich auf, soweit ihr das möglich ist, in Hosen und mit kargen Worten. Dabei verstrickt sie sich absehbar in ein Konstrukt aus Schwierigkeiten und Halbwahrheiten, lernt sich aber auch auf eine völlig neue Weise selbst kennen. Sie wächst im Schatten des Königs, der doch gar nicht so übel zu sein scheint und eine ungeahnte Faszination ausübt. Die beiden Protagonisten sind wie Feuer und Wasser, geraten ständig aneinander und können doch so viel voneinander lernen. Das Buch erzählt keine klassische Liebesgeschichte, auch wenn diese durchaus eine zentrale Rolle einnimmt, an der Seite von Rätseln und der Suche nach sich selbst. „Feuerfeder“ ist ein Buch über eine Person, die endlich so gesehen und akzeptiert werden will, wie sie wirklich ist und ein Buch für all jene, die das Gefühl haben, in keine Schublade passen zu können oder zu wollen, alle die sich in der Menge manchmal fremd fühlen und alle, die sich wünschen, so gesehen zu werden, wie sie sind, auch wenn sie nicht dem gängigen Muster entsprechen. Es lehrt uns Toleranz und Rücksichtnahme aus einer besonderen, ungewöhnlichen Perspektive, verknüpft mit dem Setting eines Märchens. Dementsprechend haben die letzten Seiten durchaus etwas Klischeepotenzial, doch das sei der Geschichte einmal verziehen, denn sie erinnert uns an das, was in der Realität immer häufiger vergessen wird: Wir sind unsere beste Version, wenn wir ganz wir selbst sind.

    Wer es wagt, dem König zu widersprechen…

    9. Apr. 2026

  • amjbookworld
    amjbookworld

    58 Follower

    5,0

    Definitiv anders als man denkt.

    Die ausführliche Rezi werdet ihr auf amjbookworld.de finden.

    6. Apr. 2026

  • 3,5

    Randalin ist eine Bauerstochter und möchte ihrer Familie gern helfen. Die steckt in der Klemme, weil ihr Bruder sich das Bein gebrochen hat, der Vater alleine nicht zwei Äcker bearbeiten kann und bich dazu gesundheitlich angeschlagen ist. Als Randalin einen goldenen Stößel im vom Königreich gepachteten Acker findet, könnte das Problem vorerst gelöst sein. Doch ihr Vater gibt den Stößel an den König. Statt dass sich seine Hoheit dankbar über die Ehrlichkeit der Finder und die Rückgabe zeigt, verlangt er nach dem zugehörigen Mörser. Wird dieser nicht gefunden droht Gefängnis. In ihrer "Wut" verfasst Randalin ein Schreiben an den König. Auch wenn der Schuss erstmal nach hinten losgeht, bekommt sie vom König das Angebot ihm zukünftig beratend zu Seite zu stehen. Sie merkt allerdings schnell wie frustrierend das Ganze ist, da ihre Vorschläge ignoriert werden. Und sie bemerkt die Anziehung, der sie sich nicht entziehen. Dem König geht es ähnlich, aber was würde passieren, wenn er hinter Randalins Geheimnis kommt? Puh. Irgendwie weiß ich auch nicht so richtig. Das Buch beginnt auf jeden Fall wirklich toll, da man direkt wissen will, wofür sich die Protagonistin entschuldigt. Hat mir gut gefallen. Im weiteren Verlauf war ich dann etwas am Überlegen, ob es etwas für mich ist. Randalin ist hier und da etwas unsicher, was einfach daraus resultiert, dass Niemand aus ihrer Familie sie wirklich ernst nimmt. Ihre Mutter hat nur Angst was die anderen Leute denken, wenn sie die junge Frau in Hosen sehen und ihr Bruder hält sie für keine Hilfe bei der Arbeit auf dem Bauernhof. Fand ich schon traurig. Laurent war für mich schwer einzuschätzen, da ich ihn irgendwie nicht sonderlich greifbar fand. Sowohl Randalins Stellenangebot, als auch einen Teil seiner Handlungen fand ich eher irritierend. Ich empfand ihn eher als anstrengend. Kurz gesagt, ich mochte Randalin ganz gern, aber mit Laurent hatte ich so meine Probleme. Handlungstechnisch erzählt Randalin ihre Geschichte im Rückblick, wobei es viel Schriftverkehr gibt, da die junge Frau so besser mit Worten umgehen kann. Ich hatte das Gefühl, dass es sich etwas zog und erst ab ca. der Hälfte Fahrt aufnahm ist aber wohl Ansichtssache. Das Ganze kommt auf jeden Fall mit Märchensetting daher, was gut gepasst hat. Fazit Wer auf der Suche nach einer etwas anderen Story ist, dem kann ich dieses märchenhafte Setting empfehlen. Auch wenn ich hin und wieder das Bedürfnis hatte beide Charaktere zu schütteln und zu fragen, was mit ihnen nicht stimmt, finden sie zum Glück ihren Weg. Somit findet die Story dann auch einen Pfad dem ich interessiert gefolgt bin. Am Ende gibt es 3,5 Sterne von mir

    6. März 2026

3 von 24 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 6824%

Ich mag den Schreibstil sehr auch wenn ich am Anfang etwas unsicher war, wer nun das Kapitel schreibt, wer Natascha ist etc. Jetzt bin ich aber super in die Geschichte gekommen und finde sie mega schön, märchenhaft aufgegleist!

Autorin / Autor

Über Anne Danck

Anne Danck, geboren 1991 und aufgewachsen in Berlin, war von jeher von zwei Dingen fasziniert: vom Schreiben und von der Biologie. Letzteres führte sie zum Studium aus Berlin fort und anschließend zurück, um als begeisterte Verhaltensbiologin zu promovieren. Das Schreiben wiederum ist die tägliche Therapie, die ihr beim Sortieren der Gedanken hilft.

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