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Krimis

Endzeit

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Über das Buch

Kommissar Oppenheimers dritter Fall: ein packender Zweiter-Weltkriegs-Krimi über die Atompläne der Nazis von Glauser-Preisträger Harald Gilbers.

Berlin, Ende April 1945: Die letzten Tage des Dritten Reichs verbringen Kommissar Oppenheimer und seine Frau Lisa in einem Unterschlupf des Ganoven Ede. Doch in den chaotischen Wirren der Niederlage werden sie getrennt. Als Oppenheimer in Edes Auftrag einen verschwundenen Schuldner aufspüren soll, bekommt er unverhofft einen Hinweis auf Lisas Vergewaltiger, den russischen Deserteur Grigorjew. Er stößt auf ein Netz aus Lügen und Täuschungsmanövern, in dessen Zentrum ein Koffer mit brandgefährlichem Inhalt steht. Denn auch andere Mächte sind hinter Grigorjew her. Offenbar sollte er Material schmuggeln, das bei den Atomplänen der Nazis eine Rolle spielte. Und Oppenheimer weiß mehr von der Affäre, als er zunächst ahnt.

"Historisch sehr akkurat, atmosphärisch dicht und zudem noch ungemein spannend." FAZ

Editionen (2)

ISBN9783426516447
VerlagKnaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum02.05.17
Seitenzahl560

Rezensionen & Bewertungen

16 Bewertungen

6 Rezensionen

3,7

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  • patriclife
    patriclife

    392 Follower

    4,0

    Zeitgeschichtlich im ersten Teil interessant und der Fall ist kein klassischer Krimi

    Diesmal verschlägt mich das Buch in die letzten Tage des 2. Weltkrieges in Deutschland. Oppenheimer und seine Frau sind untergetaucht und bekommen Gesellschaft die merkwürdig ist beziehungsweise der Kopfer den die Gesellschaft dabei hat ist begehrt, denn nach dem Ende des Krieges versuchen mehrere Mächte an den Kopfer zu gelangen. Oppenheimer befindet sich mittendrin, da seine Frau von den russischen Befreiern vergewaltigt wurde und er auf Rache aus ist. Die Spannung ist bei der Krimireihe bisher für einen Krimi ok . Hauptsächlich lese ich die Reihe wegen den historischen Schilderungen und die Auswirkungen auf den normalen Bürger. Gerade die Zeit des Kriegsende zeigte unterschiedliche Emotionen . Sei es beim Anstehen an der Wasserpumpe oder dem langsamen Beginn des Lebens unter sowjetischer Herrschaft.

    21. Apr. 2024

  • beajayy
    beajayy

    433 Follower

    3,0

    Mit Oppenheimer zurück im chaotischen Berlin 1945: packende Atmosphäre, aber schwache Krimihandlung um einen mysteriösen Koffer. Der bisher enttäuschendste Teil der Serie.

    Nach den ersten beiden Bänden der Oppenheimer-Reihe hatte ich mich schon auf Bd. 3, “Endzeit” gefreut. Leider markiert der dritte Teil für mich einen deutlichen Qualitätsabfall gegenüber den Vorgängern. Während “Germania” mit seiner packenden Geschichte um einen Serienmörder im Berlin von 1944 noch brillierte und auch “Odins Söhne” trotz einiger Längen durch seine düstere Atmosphäre überzeugen konnte, verliert sich “Endzeit” zu sehr in historischen Details. Die Stärke des Autors liegt zweifellos in der atmosphärischen Darstellung des zerstörten Nachkriegs-Berlins. Die Beschreibungen des Überlebenskampfes, der nicht funktionierenden Infrastruktur und der allgegenwärtigen Not sind eindrucksvoll und authentisch. Besonders mutig finde ich, wie Gilbers das heikle Thema der Massenvergewaltigungen durch sowjetische Soldaten behandelt - sensibel und ohne Effekthascherei. Allerdings bleibt die eigentliche Krimihandlung um einen mysteriösen Koffer überraschend blass und nebensächlich. War schon in “Odins Söhne” die Tendenz zu episodenhaftem Erzählen erkennbar, so fehlt hier ein wirklich packender roter Faden. Die Vielzahl an Nebenfiguren und Handlungssträngen verwirrte mehr, als dass sie der Geschichte diente . Der Roman markiert für mich damit einen Wendepunkt der Serie weg vom Kriminalroman hin zum reinen historischen Roman. Als Geschichtsinteressierter Leser fand ich das Buch interessant, als Krimileser fühlte ich mich jedoch um die Spannung betrogen, die die ersten Bände noch auszeichnete. 3 von 5 Sternen für ein Buch, das zwar historisch präzise recherchiert ist, aber als Krimi leider nicht überzeugen kann. Schade, denn die Grundidee und das Setting hätten durchaus mehr Potential gehabt.

    16. Dez. 2024

  • arf
    arf

    44 Follower

    4,0

    Starker Fall

    Das Buch überzeugt mit einer dichten, beklemmenden Atmosphäre und einem fein gezeichneten Ermittler. Vor dem eindrucksvoll geschilderten historischen Hintergrund entfaltet sich eine spannende und klug konstruierte Handlung, die bis zum Schluss fesselt. Ein starker, atmosphärischer Krimi mit Tiefgang.

    15. Apr. 2026

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Harald Gilbers

Harald Gilbers, geboren 1969, stammt aus Moers am Niederrhein und lebt derzeit in Ostrhauderfehn. Er studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur beim Fernsehen, bevor er als freier Theaterregisseur tätig wurde. Sein Romandebüt »Germania«, der erste Fall für Kommissar Oppenheimer, erhielt 2014 den Friedrich-Glauser-Preis und wurde bislang in acht Sprachen übersetzt. In Japan schaffte es der Roman gleich auf zwei Jahres-Bestenlisten mit ausländischen Krimis. Die Fortsetzung, »Odins Söhne«, wurde 2016 in Frankreich mit dem Prix Historia als bester historischer Kriminalroman ausgezeichnet.

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