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Bei diesem Buch hatte ich Tränen in den Augen. 🥺
"Eins" von Sarah Crossan ist ein Jugendbuch über ein Thema, von dem man noch nicht so oft gehört hat. Inhalt: Tippi und Grace sind Zwillinge, Schwestern, die enger verbunden sind, als andere Geschwister. Sie sind an der Hüfte zusammengewachsen und teilen sich einige innere Organe. Doch nicht nur körperlich, sind sie eine Einheit - sie sind Seelenverwandte und ihre Herzen schlagen buchstäblich füreinander. (Klappentext) Die Charaktere: Tippi und Grace sind Zwillinge, die unterschiedlicher nicht sein können. Tippi ist laut, Grace ist leise. Tippi sagt, was sie denkt und Grace behält ihre Gedanken für sich. Man könnte meinen, dass sie aufgrund ihrer unterschiedlichen Persönlichkeiten es hassen, dass sie sich einen Körper teilen müssen, aber das Gegenteil ist der Fall. Die beiden können sich ein Leben, ohne den jeweils anderen nicht vorstellen. Ich finde die beiden unfassbar stark, weil sie ihr Leben genießen, auch mit dem Gedanken, dass ihre Lebenszeit deutlich kürzer sein könnte, als die der anderen Menschen. Auch die anderen Charaktere, wie beispielsweise Jon oder Yasmeen fand ich wirklich sympathisch, da sie Tippi und Grace nicht wie Außerirdische behandelt haben, sondern, als wären sie 2 ganz normale Mädchen. Die Sprache: Der Schreibstil dürfte für den einen oder anderen gewöhnungsbedürftig sein, denn hier hat man keinen Fließtext, sondern Verse, in denen die Geschichte erzählt wird. Man darf sich das aber nicht wie ein Gedicht vorstellen, sondern der Text ist normal geschrieben, bloß dass er eine andere Form besitzt. Mir persönlich sagt dieser Stil sehr zu, weil die Kapitel sehr kurz sind und man somit schneller durch die Seiten fliegt. Auch von der Wortwahl her, kann sich das Buch sehen lassen. Man merkt einfach, dass jedes Wort durchdacht worden ist. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Grace erzählt. Themen (könnte Spoilern): Man könnte vielleicht meinen, dass die "Krankheit" der beiden im Vordergrund steht, und das ist natürlich auch Bestandteil der Geschichte, allerdings geht es mehr um die Gefühlswelt der beiden. Teilweise fühlt es sich auch so an, als wären die Körper der beiden gar nicht zusammen gewachsen, weil so normale Themen, wie beispielsweise die erste Liebe, angesprochen werden. Was ich Schade fand war, dass man manche Sachen nur oberflächlich angekratzt hat, wie z. B. die Krankheit von Yasmeen, von der ich so in Büchern noch nie gelesen habe. Oder die Essstörung von Dragon, der jüngeren Schwester von Tippi und Grace oder die offensichtliche Trinksucht des Vaters. Ich finde, dass man dort mehr in die Tiefe hätte gehen können. Fazit: "Eins" von Sarah Crossan ist ein besonderes Jugendbuch, welches von 2 Mädchen erzählt, die siamesische Zwillinge sind. Wie ich es von der Autorin schon kannte, kann man auch hier kein Happy End erwarten. Das Ende hat sogar mir, die eigentlich nicht nah am Wasser gebaut ist, die Tränen in die Augen getrieben. Die Geschichte ist sehr kurzweilig, aber ich denke, dass ich mich bestimmt noch eine Weile an sie erinnern werde. Dennoch gibt es einen Stern Abzug, da mir Themen, die eigentlich super wichtig sind, zu wenig behandelt worden sind, obwohl man dort noch viel mehr hätte herausholen können. Dennoch ist das Buch eine klare Empfehlung von mir.
20. Apr. 2024
Bei diesem Buch hatte ich Tränen in den Augen. 🥺
"Eins" von Sarah Crossan ist ein Jugendbuch über ein Thema, von dem man noch nicht so oft gehört hat. Inhalt: Tippi und Grace sind Zwillinge, Schwestern, die enger verbunden sind, als andere Geschwister. Sie sind an der Hüfte zusammengewachsen und teilen sich einige innere Organe. Doch nicht nur körperlich, sind sie eine Einheit - sie sind Seelenverwandte und ihre Herzen schlagen buchstäblich füreinander. (Klappentext) Die Charaktere: Tippi und Grace sind Zwillinge, die unterschiedlicher nicht sein können. Tippi ist laut, Grace ist leise. Tippi sagt, was sie denkt und Grace behält ihre Gedanken für sich. Man könnte meinen, dass sie aufgrund ihrer unterschiedlichen Persönlichkeiten es hassen, dass sie sich einen Körper teilen müssen, aber das Gegenteil ist der Fall. Die beiden können sich ein Leben, ohne den jeweils anderen nicht vorstellen. Ich finde die beiden unfassbar stark, weil sie ihr Leben genießen, auch mit dem Gedanken, dass ihre Lebenszeit deutlich kürzer sein könnte, als die der anderen Menschen. Auch die anderen Charaktere, wie beispielsweise Jon oder Yasmeen fand ich wirklich sympathisch, da sie Tippi und Grace nicht wie Außerirdische behandelt haben, sondern, als wären sie 2 ganz normale Mädchen. Die Sprache: Der Schreibstil dürfte für den einen oder anderen gewöhnungsbedürftig sein, denn hier hat man keinen Fließtext, sondern Verse, in denen die Geschichte erzählt wird. Man darf sich das aber nicht wie ein Gedicht vorstellen, sondern der Text ist normal geschrieben, bloß dass er eine andere Form besitzt. Mir persönlich sagt dieser Stil sehr zu, weil die Kapitel sehr kurz sind und man somit schneller durch die Seiten fliegt. Auch von der Wortwahl her, kann sich das Buch sehen lassen. Man merkt einfach, dass jedes Wort durchdacht worden ist. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Grace erzählt. Themen (könnte Spoilern): Man könnte vielleicht meinen, dass die "Krankheit" der beiden im Vordergrund steht, und das ist natürlich auch Bestandteil der Geschichte, allerdings geht es mehr um die Gefühlswelt der beiden. Teilweise fühlt es sich auch so an, als wären die Körper der beiden gar nicht zusammen gewachsen, weil so normale Themen, wie beispielsweise die erste Liebe, angesprochen werden. Was ich Schade fand war, dass man manche Sachen nur oberflächlich angekratzt hat, wie z. B. die Krankheit von Yasmeen, von der ich so in Büchern noch nie gelesen habe. Oder die Essstörung von Dragon, der jüngeren Schwester von Tippi und Grace oder die offensichtliche Trinksucht des Vaters. Ich finde, dass man dort mehr in die Tiefe hätte gehen können. Fazit: "Eins" von Sarah Crossan ist ein besonderes Jugendbuch, welches von 2 Mädchen erzählt, die siamesische Zwillinge sind. Wie ich es von der Autorin schon kannte, kann man auch hier kein Happy End erwarten. Das Ende hat sogar mir, die eigentlich nicht nah am Wasser gebaut ist, die Tränen in die Augen getrieben. Die Geschichte ist sehr kurzweilig, aber ich denke, dass ich mich bestimmt noch eine Weile an sie erinnern werde. Dennoch gibt es einen Stern Abzug, da mir Themen, die eigentlich super wichtig sind, zu wenig behandelt worden sind, obwohl man dort noch viel mehr hätte herausholen können. Dennoch ist das Buch eine klare Empfehlung von mir.
20. Apr. 2024






