Ein Sommer mit Goethe

Ein Sommer mit Goethe

Hardcover
4.53

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Beschreibung

"Es ist keine Schande, Goethe nicht gelesen zu haben. Es ist nur schade. Und man kann es ändern."

Gustav Seibts kleiner Goethe-Sommerkurs wendet sich an alle, die den Klassiker aus Weimar immer schon einmal kennenlernen wollten, aber sich nicht so recht herangetraut oder bestenfalls einmal Wer reitet so spät durch Nacht und Wind gelesen haben. In fünfzig Kapiteln führt dieses Buch uns mitten hinein in den Kosmos Goethes, stets mit O-Ton zur Hand, und zeigt uns, was er über die Liebe dachte, über Freundschaft, Freiheit, Ordnung und die Natur, sogar über Gott oder auch einfach nur über das richtige Outfit und die Kunst von Jungsein und Altern.

Ein Sommer mit Goethe ist keine mit Zitaten garnierte Kurzbiographie in Episoden. Die Latte liegt höher. Es ist ein bestens gelauntes Goethe-Buch, das Lust macht zum Selberlesen und Mitdenken, indem es Goethe in seinem Dichten und Nachdenken und Formulieren vorstellt, nach Themen und durchgehenden Motiven geordnet, der Chronologie seiner Werke folgend, alle Gattungen einbeziehend und stets verführerisch lockend mit ausgesuchten Goethe-Texten. Keiner dieser Ausflüge in Goethes Welt dauert länger als drei Seiten, jeder endet mit einer kleinen Zwischenmusik in Form eine Goethe-Spruchs oder -Gedichts. Der Cicerone, der uns diesen strahlenden Sommer mit Goethe beschert, gehört zu den besten Kennern, die wir in Deutschland haben.

Gustav Seibt wirbt auf unwiderstehliche Weise für unseren Nationaldichter und bietet auf nicht einmal 300 Seiten einen "Essential Goethe", der Goethe-Profis erfreuen wird, vor allem aber Goethe-Nichtschwimmern den lang ersehnten Rettungsring zuwirft.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Lyrik & Dramen
Sub-Genre
Kritiken & Literaturwissenschaft
Format
Hardcover
Seitenzahl
272
Preis
25.70 €

Autorenbeschreibung

Gustav Seibt ist Essayist, Historiker und Literaturkritiker. Er arbeitet seit 2001 für die Süddeutsche Zeitung. Zu den zahlreichen Ehrungen, mit denen er ausgezeichnet wurde, gehören der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa und der Hildegard-Bingen-Preis für Publizistik. Von ihm sind bei C.H.Beck die beiden Goethe- Bücher "Goethe und Napoleon" (C.H.Beck Paperback 2021) und "Mit einer Art von Wut" (2014) sowie zuletzt die Essay- Sammlung "In außerordentlichen Zeiten" (2023) erschienen.

Beiträge

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Alle
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Kompakter Goethe-Sommerkurs

Mein Erstkontakt mit einem Werk Johann Wolfgang von Goethes fand im Schultheater während der elften Klasse statt. Wir spielten den „Urfaust" und ich erinnere mich noch gut daran, wie der Text mich faszinierte, aber auch einschüchterte. In den vergangenen Jahren habe ich mich weniger mit Goethe beschäftigt, umso größer war die Neugier, „Ein Sommer mit Goethe" zu lesen. Und ich muss sagen: Was ist das nur für ein wundervolles, kluges Buch! Wer bei dem Titel eine seichte historische Geschichte mit dem berühmten deutschen Dichter als Protagonisten erwartet, wird enttäuscht sein – oder begeistert. Denn Gustav Seibts Werk entpuppt sich vielmehr als kleiner Sommerkurs, der dem Leser in kurzen, nach Themen sortierten Kapiteln verschiedene Facetten aus Leben und Werk Goethes nahebringt. Seibts Schreibstil ist dabei akademisch, gleichzeitig aber auch zutiefst persönlich und essayistisch. Das Buch richtet sich ebenso an Neulinge wie an eingefleischte Goethe-Kenner. Das Wunderbare an diesem Buch ist nicht nur, dass es zeigt, wie umfangreich und vielfältig Goethes Werk ist und ihn dadurch in neuem Licht erscheinen lässt. Auch der Dichter selbst wird durch so manche Anekdote greifbar. Besonders erfrischend: Der sechzehnjährige Goethe, gerade zum Studium in Leipzig eingetroffen und schockiert über seine unmoderne Garderobe, kleidet sich erstmal nach der neuesten Mode ein. Coolness wurde also auch 1765 großgeschrieben. Ähnlich moderne Bezüge arbeitet Seibt auch in „Faust II" heraus – etwa, wenn Faust und Mephisto am Kaiserhof nicht nur das Papiergeld erfinden, sondern damit Aktienspekulationen und Immobilienblasen der 2000er-Jahre vorwegnehmen. Das Buch hat meine Sicht auf Goethe als Person verändert: Der oft verklärt wirkende Über-Dichter war ein Mensch mit Gefühlen, Problemen und Sehnsüchten. Seibt stößt ihn dabei nicht vom Sockel; vielmehr reicht er dem Leser die Hand und hilft ihm hinauf. Nach der Lektüre fühlt man sich dem Menschen Goethe näher und hat große Lust, dessen Werke wieder oder neu zu entdecken.

Kompakter Goethe-Sommerkurs
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