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Romane

Ein Leuchten

3,5(39)
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Über das Buch

Das neueste Werk des Nobelpreisträgers Jon Fosse – über den schmalen Grat zwischen Leben und Tod und eine Begegnung mit dem Licht in tiefer Dunkelheit

Ein Mann setzt sich ins Auto und beginnt zu fahren, ohne zu wissen, wohin er will. Er biegt mal rechts, mal links ab und bleibt schließlich am Ende eines Waldweges stecken. Es dämmert und beginnt zu schneien, doch anstatt umzukehren und Hilfe zu holen, wagt sich der Mann törichterweise in den dunklen Wald hinein. Tiefer und tiefer dringt er vor in die Dunkelheit, bis er sich unweigerlich verirrt. Er ist müde und friert, als ihm tief in der Finsternis des Waldes ein leuchtendes Wesen begegnet.

Eindringlich und traumhaft: Ein Leuchten ist das neueste Werk von Jon Fosse, dem «Beckett des einundzwanzigsten Jahrhunderts» (Le Monde).

ISBN9783498003999
VerlagRowohlt
Erscheinungsdatum12.12.23
Seitenzahl80

Rezensionen & Bewertungen

39 Bewertungen

10 Rezensionen

3,5

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  • saschamalz
    saschamalz

    119 Follower

    2,0

    Bewertung: 2 von 5 Sternen Ein schmales Büchlein – und dafür ein stolzer Preis. Die Handlung ist minimal: Ein Mann fährt durch einen Schneesturm, bleibt liegen, allein im Auto. Danach folgt ein endloser innerer Monolog, Gedankenfetzen über Leben und Vergangenheit, ohne klare Struktur. Schließlich taucht ein „Leuchten“ auf, das ihn anzieht. Er steigt aus, geht dem Licht entgegen. Das war’s – ein langsamer Übergang vom Leben zum Tod. Der Stil? Monoton. Die ständigen Wiederholungen wirken nicht meditativ, sondern ermüdend. Fosse dehnt den letzten Atemzug über Seiten, bis man selbst nach Luft ringt. Literarisch ambitioniert, ja – aber inhaltlich dünn. Wer Tiefe sucht, findet hier eher Leere. Warum nur 2 Sterne? • Kaum Handlung, kaum Spannung • Sprache wirkt manieriert und zäh • Emotionaler Abstand trotz existenziellem Thema • Hoher Preis für sehr wenig Substanz Mein Fazit: Hochpreisige Minimalprosa, die mehr Geduld als Vergnügen verlangt. Für Liebhaber radikaler Reduktion vielleicht interessant – für mich nicht überzeugend.

    24. Nov. 2025

  • sisu_me
    sisu_me

    47 Follower

    3,0

    Merkwürdig, ungewöhnlich, aber irgendwie besonders

    Der Inhalt lässt sich sehr schnell zusammenfassen: Ein Mann unbekannten Alters und ohne Name fährt aus Langeweile mit seinem Auto durch unbekannte Straßen, mal rechts mal links und bleibt stecken. Es ist Nacht, er verlässt das Auto und landet im Wald, müde und orientierungslos. Es erscheint eine leuchtende Gestalt, dann seine Eltern, dann ein Mann im schwarzen Anzug. Am Ende sind alle vereint und alles ist Nichts und Alles und Leuchtend und Schatten und Schwerelos gleichzeitig. So oder so ähnlich alles. Und das auf 80 Seiten für 22 Euro, was ich schon etwas unververhältnismäßig finde. Da ich das Buch aus der Bücherei geliehen habe, tat mir dieses kurze Lesevergnügen zumindest finanziell nicht weh. Das Buchcover ist sehr schön, atmosphärisch. Sprachlich ungewöhnlich. Es ist ein Monolog. Fragen werden formuliert, aber nicht als Frage gekennzeichnet. Irgendwie monoton, was Jon Fosse vielleicht sich bezweckte, fand der Monolog doch auch im Kopf des Protagonisten statt. Viele Wiederholungen, Beobachtungen, Merkwürdigkeiten, Überlegungen. Trotz der Kürze und wenig Handlung und vielen offnen Fragen (ich fragte mich zum Beispiel, ob seine Eltern denn bereits verstorben waren und wenn ja, warum er sich nicht wunderte, sie im Wald zu sehen, vermeintlich lebendig.... Oder wer der Mann im Anzug gewesen sein könnten.... Oder in welcher Zeit das spielte, dass er kein Handy mit hatte... ) bleibt die Geschichte im Kopf. Womöglich ein sehr passendes Buch für einen Buchclub o.ä. zum Besprechen und Diskutieren und Interpretieren.

    6. März 2026

  • 5,0

    Gedanken zwischen hell und dunkel, zwischen Leben und Tod. Was ist real und was Einbildung. Wohin soll man gehen, wenn man keine Richtung kennt? Eine Novelle über den Tod. Oder vielleicht doch über das Leben?

    3. Aug. 2024

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jon Fosse

Jon Fosse, 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund geboren und am Hardangerfjord aufgewachsen, gilt als einer der bedeutendsten europäischen Schriftsteller unserer Zeit. 2023 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Internationale Bekanntheit erlangte Fosse zunächst als Dramatiker. Seine mehr als dreißig Theaterstücke werden weltweit aufgeführt und brachten ihm zahlreiche Preise ein. In deutscher Übersetzung erschienen zunächst die Romane "Melancholie", "Morgen und Abend" und "Das ist Alise". Für sein Prosawerk "Trilogie" bekam er 2015 den Literaturpreis des Nordischen Rates verliehen, den renommiertesten Literaturpreis Skandinaviens. Mit "Der andere Name", dem ersten Band seines Romanprojekts "Heptalogie", war er 2020 für den International Booker Prize nominiert, mit dem letzten Band "Ein neuer Name" stand er 2022 auf der Shortlist und wurde mit den wichtigsten norwegischen Literaturpreisen Brageprisen und Kritikerprisen ausgezeichnet. Seit 2011 genießt er lebenslanges Wohnrecht in der "Grotte", einer Ehrenwohnung des norwegischen Königs am Osloer Schlosspark, und lebt mitunter auch in Hainburg an der Donau/Österreich oder in Frekhaug/Norwegen. Seit 2022 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

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