Ein Juwel in den Trümmern
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Beschreibung
Buchinformationen
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Ein Juwel in den Trümmern bietet viel gutes für Fantasy-Fans. Es spielt in einem Reich, in dem der ewige Sommer regiert, nachdem Magier die anderen Jahreszeitenkönigreiche zerstört haben - oder? Robin und Noire müssen aus ihrer Heimat, dem Sommerkönigreich fliehen und lernen auf ihrer Reise neue Menschen und Verbündete kennen. Allerdings auch neue Wahrheiten, die sie an allem zweifeln lassen, was sie bisher wussten. Ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten in die Geschichte einzusteigen. Das lag an dem sehr bildhaften Erzählstil, in den ich mich erst einfinden musste. Zum zweiten musste ich Robin und Noire erst kennenlernen um eine Verbindung mit ihnen aufzubauen. Aber: es hat sich gelohnt. Die Geschichte und das Konzept dahinter sind super spannend und man möchte am liebsten direkt wissen wie es weiter geht. Die Vorfreude auf den zweiten Band ist daher definitiv da!
Ein wirklich schöner Auftakt! In diesem Buch, das eher character-driven ist, werden die Handlung und die Charaktere langsam und detailreich entwickelt - und das bei einem malerischen Schreibstil, der einen in eine interessante Welt entführt. Eine sehr coole, schön umgesetzte Idee mit einer lesbischen Liebesgeschichte und Diversität, die ungezwungen in die Handlung eingewebt ist. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil!
Ich habe wirklich Freude daran gehabt, dieses Buch zu lesen. Allein das Cover ist atemberaubend schön und wäre mir im Buchladen sofort ins Auge gefallen. Sobald man es aufklappt, entführt einen der bildhafte Schreibstil in die Jahreszeitenkönigreiche, in denen der ewige Sommer vorherrscht. Erst habe ich ein wenig gebraucht, um in die teils metaphorische Sprache reinzukommen, aber es hat perfekt gepasst. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, die wir aus Robins Sicht erzählt bekommen, eine Prinzessin des Sommerkönigreichs, in dem Magier allein für ihre magischen Kräfte umgebracht werden. Hier sei gesagt, dass man auch mit ein paar brutaleren Szenen gut umgehen sollte, hier wird hin und wieder gefoltert und Blut vergossen. Was ich gleich zu Beginn hervorheben möchte, sind die Charaktere. Sie haben mir so gut gefallen, weil sie realistisch und facettenreich waren. Robins Gefühle kamen gut rüber, da sie viel an sich zweifelt und man so ihren Prozess, ihre eigene Magie anzunehmen, durchläuft. Sie war natürlich verwöhnt, aber alles andere wäre doch auch unrealistisch — sie ist schließlich als Prinzessin in einem Palast aufgewachsen. Dass sie fast darüber geweint hätte, ein Kleid zu tragen, fand ich recht amüsant. Ich wäre auch nicht so glücklich, wenn ich plötzlich keine Dusche und schönes Bett mehr hätte… Auch über die anderen Charaktere hat man nach einem anfänglichen ersten Bild, das man sich von ihnen gemacht hat, immer mehr erfahren, sodass aus ihnen sehr ausgefeilte Persönlichkeiten wurde. Jeder hat seine Schwächen und Ängste. Gideon hat z.B. Probleme damit, Blut zu sehen, und Beatrice ist Analphabetin, was man recht selten in Büchern oder Filmen sieht. Das ist mir positiv aufgefallen. Auch im Laufe des Buchs hat man eine Entwicklung von ihnen erlebt. Beatrice und Robin haben sich langsam angenähert. Am Anfang stehen viele Missverständnisse und Vorurteile zwischen ihnen, aber langsam erlebt man, wie eine Freundschaft zwischen ihnen aufblüht. Und das passiert so natürlich und mit schönen Dialogen, dass ich die sich anbahnende Liebesgeschichte total mitgefühlt habe. Das Tempo des Plots an sich würde ich eher als langsam beschreiben. Es wird viel Wert auf Charaktere und Charakterentwicklung gelegt. Mir persönlich hat das hier gut gefallen und war passend, anderen wäre es vielleicht zu langatmig. Stück für Stück erfährt man mehr über die Welt, in der man sich befindet, und es gibt immer etwas, was einen dazu bringt, Theorien aufzustellen. Den Plottwist habe ich mir tatsächlich schon gedacht und hatte die Theorie. Sehr stolz habe ich feststellen dürfen, dass sie stimmte, wodurch es natürlich keinen Überraschungseffekt gab. Als Fazit würde ich sagen, dass dieses Buch sehr detailreich die Geschichte und Charaktere im Laufe der Handlung entwickelt und einen hautnah dabei sein lässt. Dabei werden Diversität und gesellschaftliche Themen völlig natürlich eingebaut. Man muss gar nicht darauf aufmerksam gemacht werden, es ist einfach dort und völlig normal.

Robin ist die Prinzessin des Sommerkönigreichs, indem es verboten ist magische Kräfte zu besitzen. Dies ist, seitdem der ewige Sommer herrscht, der durch Magie hervorgerufen wurde und die vier großen Jahreszeitenkönigreiche zerstört hat. Als Robin bemerkt, dass sie eine Sommermagierein ist muss sie, zusammen mit ihrer besten Freundin Noire, aus ihrem Königreich fliehen und findet Schutz in einem im Wald angrenzenden Magier Lager. Dort lernt sie die Soldatin Beatrice und ihren Bruder Gideon kennen. Zusammen mit ihnen begibt sich Robin auf ein gefährliches Abenteuer. Ich persönlich liebe die Protagonistin sehr. Sie ist unabhängig und wächst im laufe des Romans immer weiter über sich hinaus. Hierbei hat sie viele Schwierigkeiten, die auf ihre Vergangenheit und die somit „verankerten“ Sichtweisen zusammenhängen. Auch Noire findet im laufe der Geschichte immer mehr zu sich. Anfangs ist sie noch eine sehr schüchterne Person und findet in Gideon eine Person, an die sie sich wenden kann. Gideon hat ebenso wie Noire mit seiner eigenen Vergangenheit zu kämpfen und lässt niemanden an sich heran. Erst durch Noire schafft er es, dass er jemanden findet, dem er sich anvertrauen kann. Seine Schwester Beatrice weiß nichts von seiner Vergangenheit und muss ihre eigenen Probleme meistern. Ein Juwel in den Trümmern ist ein Roman, der starke Protagonist*innen hervorbringt, die einander unterstützen aber nicht „die Maid in Nöten“ repräsentieren. Das Buch startet langsam und somit ist es dem Leser möglich gut in die Geschichte einzutauchen bevor diese ab der hälfte und vor allem gegen Ende immer mehr an Fahr aufnimmt. Das Buch Lea Diamandis ist für mich ein Jahreshighlight und ich kann es wirklich jedem empfehlen der starke Protagonist*innen in einer ungerechten Fantasy Welt liebt. Die Geschichte repräsentiert in meinen Augen vieles, was in der heutigen Gesellschaft noch schiefläuft. Ich jedenfalls kann es kaum abwarten, bis ich den zweiten Teil in den Händen halte.
Als @lea.diamandis.autorin mir erklärte um was es genau geht und die Worte Own Voice, queer, dystopisch, High Fantasy, Slow Burn Romance, Mental Health und Feminismus in einem Atemzug fielen, war klar, dass ich es lesen muss. Als detailverliebte Leserin ist mir sofort dieser tolle Stil aufgefallen, der mich ab der ersten Seite in deinen Bann zog. Lea schreibt sehr passend zu ihrem Plot. Es ist ausgeschmückt, sie findet tolle Vergleiche und es liest sich einfach richtig magisch. Protagonistin Robin fühlte sich sofort wie eine Freundin an, aber ganz besonders verliebt habe ich mich in Nebencharakter Noire. Sie hat mich sehr an mich selbst erinnert. Introvertiert, still, nachdenklich, aber auch mit dem steten Willen über sich hinaus zu wachsen. Es macht so viel Spaß zu sehen, wie die Charaktere immer enger zueinander finden und es konnte mein Herz berühren. Lea schreckt nicht davor zurück ihre Protagonisten durch schwierige und brutale Situationen zu treiben, so kommt auch der Plottwist unerwartet und mit Vollgas direkt ins Herz. Die Liebesgeschichte entsteht langsam, leise und ist doch so laut. Durch die gut durchdachte Storyline und tolle Actionszenen wird es nie langweilig und das gibt Robin und ihrem Love Interest genug Zeit, sich kennenzulernen und Gefühle zu entwickeln. Die dunkle Atmosphäre hat mich bis zum Ende eingenommen und ich kann diese Geschichte nur wärmstens empfehlen, wenn man die o. g. Schlagworte ebenso liebt wie ich. Die ganze Kombination ist perfekt und ich freue mich auf Band 2, der im November erscheint.
Konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Die Grundstory mit den vier Jahreszeiten ist richtig klasse. Auch die Königreiche und das Worldbuilding sind toll und gut durchdacht. Der Anfang hatte es bereits in sich und man bekommt sofort einen Sinn dafür, wie brutal diese Welt ist. Leider bin ich mit der Hauptfigur Robin überhaupt nicht warm geworden. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie das Schloss verlässt fand ich sie noch ganz ok. Gefangen im goldenen Käfig ahnt sie nichts von ihrer Magie. Unter den Magiern entwickelt sie sich allerdings meiner Meinungs nach kaum weiter. Sie jammert sehr viel, steckt voller Vorurteile und verhält sich generell sehr egoistisch. Genauso erging es mir mit Noir. Sie ist durchweg unsicher, ängstlich und irgendwie war sie etwas nervig und hatte so gut wie keine Fehler. Zudem wird ständig erwähnt, wie sich alle mit der Situation fühlen. Dinge, die Figuren und Leser fühlen sollen, werden praktisch jedes Mal nochmal ausgesprochen und erklärt. Das machte einige Stellen leider sehr lang und hat den Lesefluss gebremst. Immer musste jeder erstmal von jedem hören, dass alles ok ist, oder dass es ok ist, dass derjenige so fühlt ( sei es Mut, Liebe oder Wut). Keiner war dabei, der die Gefühle des anderen nicht akzeptiert hat, auch, wenn er komplett anderer Meinung war. Das machte die Figuren auf eine seltsame Art unglaubwürdig, weil wie wahrscheinlich ist es, dass innerhalb einer Gruppe praktisch alle so rücksichtsvoll sind? Die Liebesgeschichten haben sich langsam entwickelt und waren schön anzusehen. Gerade Gideon hat es mir da angetan, da er mal nicht der perfekte Mann ist, sondern man sein Trauma gut verdeutlicht bekommt. Leider war mir der PlotTwist bereits ab der Szene klar, als die Wächterinnen das erste Mal zur Sprache kamen. Das war einfach zu offensichtlich leider und dadurch kam mir das Ende des Buches auch etwas abrupt und unbefriedigend vor. Die Fortsetzung verspricht spannend zu werden, da ich wahnsinnig gerne erfahren würde, was es genau noch mit Robins Vater auf sich hat und wie sie ins Schloss gelangen.
Ein Juwel in den Trümmern ist die Geschichte der Prinzessin des Sommerkönigreichs und Sommermagierin Robin. Beide Titel lassen sich leider nicht miteinander vereinen, denn Magie ist im Sommerkönigreich verhasst. Der König lässt jeden Magier am Scheiterhaufen hinrichten. Da wären wir schon beim ersten Punkt, der mir gut gefallen hat: die Anfangsszene. Man erlebt mit Robin die Folterung einer Magierin mit, die so erschütternd ist, dass man die Knochen brechen hört und das Blut riecht. So widerlich die Szene auch ist, der Lea hat sich in ihrer Beschreibung selbst übertroffen. Insgesamt hat mir der Anfang am besten gefallen. Das Palastleben kennenzulernen und all die unterschiedlichen Leute, die vom Regime des Sommerkönigreichs geprägt sind, war interessant zu lesen und ich hätte noch gern mehr davon gelesen (ich mag Fantasypolitik sehr, das merkt man vermutlich an jeder meiner Rezensionen xD). Und dann der Plottwist, als Robin den Palast verlassen musste und in der Wildnis ausgesetzt war: Es stellte sich heraus, dass das Sommerkönigreich in vielerlei Hinsicht zurückgeblieben war. Das gefiel mir, weil man erst da realisiert hat, dass das Sommerkönigreich sich zwar wie traditionelle Fantasy angefühlt hat, es aber auch moderner und liberaler geht. An manchen Stellen der weiteren Geschichte war mir zu wenig Spannung vorhanden und zu viele Gespräche zwischen den Charakteren, die die Geschichte nicht vorangetrieben haben, eine Art Alltagsgeplänkel. Auch so etwas wie Reisevorbereitungen habe ich nur überflogen, weil ich zum interessanten Teil kommen wollte. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass die vielen Pläne, die die Charaktere aufstellen, scheitern, allerdings sind erstaunlich viele gut gegangen. Den Plottwist am Ende habe ich ungefähr bei der Hälfte des Buchs kommen sehen, fand jedoch Robins Reaktion darauf sehr uneinfühlsam - das war eigentlich der einzige Moment, in dem ich sie nicht verstehen konnte. Den Rest des Buchs ging das immer sehr gut, auch ihre Abneigung zur Magie und ihr Wohlfühlleben als Prinzessin konnte ich gut nachvollziehen. Ich frage mich, ob im zweiten Band alles so geschehen wird, wie die Charaktere es wollen, oder ob noch etwas kommt, was ihre Pläne zutiefst erschüttert. Ich bin gespannt! Danke an Lea für das Rezensionsexemplar!
Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Ein Juwel in den Trümmern bietet viel gutes für Fantasy-Fans. Es spielt in einem Reich, in dem der ewige Sommer regiert, nachdem Magier die anderen Jahreszeitenkönigreiche zerstört haben - oder? Robin und Noire müssen aus ihrer Heimat, dem Sommerkönigreich fliehen und lernen auf ihrer Reise neue Menschen und Verbündete kennen. Allerdings auch neue Wahrheiten, die sie an allem zweifeln lassen, was sie bisher wussten. Ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten in die Geschichte einzusteigen. Das lag an dem sehr bildhaften Erzählstil, in den ich mich erst einfinden musste. Zum zweiten musste ich Robin und Noire erst kennenlernen um eine Verbindung mit ihnen aufzubauen. Aber: es hat sich gelohnt. Die Geschichte und das Konzept dahinter sind super spannend und man möchte am liebsten direkt wissen wie es weiter geht. Die Vorfreude auf den zweiten Band ist daher definitiv da!
Ein wirklich schöner Auftakt! In diesem Buch, das eher character-driven ist, werden die Handlung und die Charaktere langsam und detailreich entwickelt - und das bei einem malerischen Schreibstil, der einen in eine interessante Welt entführt. Eine sehr coole, schön umgesetzte Idee mit einer lesbischen Liebesgeschichte und Diversität, die ungezwungen in die Handlung eingewebt ist. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil!
Ich habe wirklich Freude daran gehabt, dieses Buch zu lesen. Allein das Cover ist atemberaubend schön und wäre mir im Buchladen sofort ins Auge gefallen. Sobald man es aufklappt, entführt einen der bildhafte Schreibstil in die Jahreszeitenkönigreiche, in denen der ewige Sommer vorherrscht. Erst habe ich ein wenig gebraucht, um in die teils metaphorische Sprache reinzukommen, aber es hat perfekt gepasst. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, die wir aus Robins Sicht erzählt bekommen, eine Prinzessin des Sommerkönigreichs, in dem Magier allein für ihre magischen Kräfte umgebracht werden. Hier sei gesagt, dass man auch mit ein paar brutaleren Szenen gut umgehen sollte, hier wird hin und wieder gefoltert und Blut vergossen. Was ich gleich zu Beginn hervorheben möchte, sind die Charaktere. Sie haben mir so gut gefallen, weil sie realistisch und facettenreich waren. Robins Gefühle kamen gut rüber, da sie viel an sich zweifelt und man so ihren Prozess, ihre eigene Magie anzunehmen, durchläuft. Sie war natürlich verwöhnt, aber alles andere wäre doch auch unrealistisch — sie ist schließlich als Prinzessin in einem Palast aufgewachsen. Dass sie fast darüber geweint hätte, ein Kleid zu tragen, fand ich recht amüsant. Ich wäre auch nicht so glücklich, wenn ich plötzlich keine Dusche und schönes Bett mehr hätte… Auch über die anderen Charaktere hat man nach einem anfänglichen ersten Bild, das man sich von ihnen gemacht hat, immer mehr erfahren, sodass aus ihnen sehr ausgefeilte Persönlichkeiten wurde. Jeder hat seine Schwächen und Ängste. Gideon hat z.B. Probleme damit, Blut zu sehen, und Beatrice ist Analphabetin, was man recht selten in Büchern oder Filmen sieht. Das ist mir positiv aufgefallen. Auch im Laufe des Buchs hat man eine Entwicklung von ihnen erlebt. Beatrice und Robin haben sich langsam angenähert. Am Anfang stehen viele Missverständnisse und Vorurteile zwischen ihnen, aber langsam erlebt man, wie eine Freundschaft zwischen ihnen aufblüht. Und das passiert so natürlich und mit schönen Dialogen, dass ich die sich anbahnende Liebesgeschichte total mitgefühlt habe. Das Tempo des Plots an sich würde ich eher als langsam beschreiben. Es wird viel Wert auf Charaktere und Charakterentwicklung gelegt. Mir persönlich hat das hier gut gefallen und war passend, anderen wäre es vielleicht zu langatmig. Stück für Stück erfährt man mehr über die Welt, in der man sich befindet, und es gibt immer etwas, was einen dazu bringt, Theorien aufzustellen. Den Plottwist habe ich mir tatsächlich schon gedacht und hatte die Theorie. Sehr stolz habe ich feststellen dürfen, dass sie stimmte, wodurch es natürlich keinen Überraschungseffekt gab. Als Fazit würde ich sagen, dass dieses Buch sehr detailreich die Geschichte und Charaktere im Laufe der Handlung entwickelt und einen hautnah dabei sein lässt. Dabei werden Diversität und gesellschaftliche Themen völlig natürlich eingebaut. Man muss gar nicht darauf aufmerksam gemacht werden, es ist einfach dort und völlig normal.

Robin ist die Prinzessin des Sommerkönigreichs, indem es verboten ist magische Kräfte zu besitzen. Dies ist, seitdem der ewige Sommer herrscht, der durch Magie hervorgerufen wurde und die vier großen Jahreszeitenkönigreiche zerstört hat. Als Robin bemerkt, dass sie eine Sommermagierein ist muss sie, zusammen mit ihrer besten Freundin Noire, aus ihrem Königreich fliehen und findet Schutz in einem im Wald angrenzenden Magier Lager. Dort lernt sie die Soldatin Beatrice und ihren Bruder Gideon kennen. Zusammen mit ihnen begibt sich Robin auf ein gefährliches Abenteuer. Ich persönlich liebe die Protagonistin sehr. Sie ist unabhängig und wächst im laufe des Romans immer weiter über sich hinaus. Hierbei hat sie viele Schwierigkeiten, die auf ihre Vergangenheit und die somit „verankerten“ Sichtweisen zusammenhängen. Auch Noire findet im laufe der Geschichte immer mehr zu sich. Anfangs ist sie noch eine sehr schüchterne Person und findet in Gideon eine Person, an die sie sich wenden kann. Gideon hat ebenso wie Noire mit seiner eigenen Vergangenheit zu kämpfen und lässt niemanden an sich heran. Erst durch Noire schafft er es, dass er jemanden findet, dem er sich anvertrauen kann. Seine Schwester Beatrice weiß nichts von seiner Vergangenheit und muss ihre eigenen Probleme meistern. Ein Juwel in den Trümmern ist ein Roman, der starke Protagonist*innen hervorbringt, die einander unterstützen aber nicht „die Maid in Nöten“ repräsentieren. Das Buch startet langsam und somit ist es dem Leser möglich gut in die Geschichte einzutauchen bevor diese ab der hälfte und vor allem gegen Ende immer mehr an Fahr aufnimmt. Das Buch Lea Diamandis ist für mich ein Jahreshighlight und ich kann es wirklich jedem empfehlen der starke Protagonist*innen in einer ungerechten Fantasy Welt liebt. Die Geschichte repräsentiert in meinen Augen vieles, was in der heutigen Gesellschaft noch schiefläuft. Ich jedenfalls kann es kaum abwarten, bis ich den zweiten Teil in den Händen halte.
Als @lea.diamandis.autorin mir erklärte um was es genau geht und die Worte Own Voice, queer, dystopisch, High Fantasy, Slow Burn Romance, Mental Health und Feminismus in einem Atemzug fielen, war klar, dass ich es lesen muss. Als detailverliebte Leserin ist mir sofort dieser tolle Stil aufgefallen, der mich ab der ersten Seite in deinen Bann zog. Lea schreibt sehr passend zu ihrem Plot. Es ist ausgeschmückt, sie findet tolle Vergleiche und es liest sich einfach richtig magisch. Protagonistin Robin fühlte sich sofort wie eine Freundin an, aber ganz besonders verliebt habe ich mich in Nebencharakter Noire. Sie hat mich sehr an mich selbst erinnert. Introvertiert, still, nachdenklich, aber auch mit dem steten Willen über sich hinaus zu wachsen. Es macht so viel Spaß zu sehen, wie die Charaktere immer enger zueinander finden und es konnte mein Herz berühren. Lea schreckt nicht davor zurück ihre Protagonisten durch schwierige und brutale Situationen zu treiben, so kommt auch der Plottwist unerwartet und mit Vollgas direkt ins Herz. Die Liebesgeschichte entsteht langsam, leise und ist doch so laut. Durch die gut durchdachte Storyline und tolle Actionszenen wird es nie langweilig und das gibt Robin und ihrem Love Interest genug Zeit, sich kennenzulernen und Gefühle zu entwickeln. Die dunkle Atmosphäre hat mich bis zum Ende eingenommen und ich kann diese Geschichte nur wärmstens empfehlen, wenn man die o. g. Schlagworte ebenso liebt wie ich. Die ganze Kombination ist perfekt und ich freue mich auf Band 2, der im November erscheint.
Konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Die Grundstory mit den vier Jahreszeiten ist richtig klasse. Auch die Königreiche und das Worldbuilding sind toll und gut durchdacht. Der Anfang hatte es bereits in sich und man bekommt sofort einen Sinn dafür, wie brutal diese Welt ist. Leider bin ich mit der Hauptfigur Robin überhaupt nicht warm geworden. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie das Schloss verlässt fand ich sie noch ganz ok. Gefangen im goldenen Käfig ahnt sie nichts von ihrer Magie. Unter den Magiern entwickelt sie sich allerdings meiner Meinungs nach kaum weiter. Sie jammert sehr viel, steckt voller Vorurteile und verhält sich generell sehr egoistisch. Genauso erging es mir mit Noir. Sie ist durchweg unsicher, ängstlich und irgendwie war sie etwas nervig und hatte so gut wie keine Fehler. Zudem wird ständig erwähnt, wie sich alle mit der Situation fühlen. Dinge, die Figuren und Leser fühlen sollen, werden praktisch jedes Mal nochmal ausgesprochen und erklärt. Das machte einige Stellen leider sehr lang und hat den Lesefluss gebremst. Immer musste jeder erstmal von jedem hören, dass alles ok ist, oder dass es ok ist, dass derjenige so fühlt ( sei es Mut, Liebe oder Wut). Keiner war dabei, der die Gefühle des anderen nicht akzeptiert hat, auch, wenn er komplett anderer Meinung war. Das machte die Figuren auf eine seltsame Art unglaubwürdig, weil wie wahrscheinlich ist es, dass innerhalb einer Gruppe praktisch alle so rücksichtsvoll sind? Die Liebesgeschichten haben sich langsam entwickelt und waren schön anzusehen. Gerade Gideon hat es mir da angetan, da er mal nicht der perfekte Mann ist, sondern man sein Trauma gut verdeutlicht bekommt. Leider war mir der PlotTwist bereits ab der Szene klar, als die Wächterinnen das erste Mal zur Sprache kamen. Das war einfach zu offensichtlich leider und dadurch kam mir das Ende des Buches auch etwas abrupt und unbefriedigend vor. Die Fortsetzung verspricht spannend zu werden, da ich wahnsinnig gerne erfahren würde, was es genau noch mit Robins Vater auf sich hat und wie sie ins Schloss gelangen.
Ein Juwel in den Trümmern ist die Geschichte der Prinzessin des Sommerkönigreichs und Sommermagierin Robin. Beide Titel lassen sich leider nicht miteinander vereinen, denn Magie ist im Sommerkönigreich verhasst. Der König lässt jeden Magier am Scheiterhaufen hinrichten. Da wären wir schon beim ersten Punkt, der mir gut gefallen hat: die Anfangsszene. Man erlebt mit Robin die Folterung einer Magierin mit, die so erschütternd ist, dass man die Knochen brechen hört und das Blut riecht. So widerlich die Szene auch ist, der Lea hat sich in ihrer Beschreibung selbst übertroffen. Insgesamt hat mir der Anfang am besten gefallen. Das Palastleben kennenzulernen und all die unterschiedlichen Leute, die vom Regime des Sommerkönigreichs geprägt sind, war interessant zu lesen und ich hätte noch gern mehr davon gelesen (ich mag Fantasypolitik sehr, das merkt man vermutlich an jeder meiner Rezensionen xD). Und dann der Plottwist, als Robin den Palast verlassen musste und in der Wildnis ausgesetzt war: Es stellte sich heraus, dass das Sommerkönigreich in vielerlei Hinsicht zurückgeblieben war. Das gefiel mir, weil man erst da realisiert hat, dass das Sommerkönigreich sich zwar wie traditionelle Fantasy angefühlt hat, es aber auch moderner und liberaler geht. An manchen Stellen der weiteren Geschichte war mir zu wenig Spannung vorhanden und zu viele Gespräche zwischen den Charakteren, die die Geschichte nicht vorangetrieben haben, eine Art Alltagsgeplänkel. Auch so etwas wie Reisevorbereitungen habe ich nur überflogen, weil ich zum interessanten Teil kommen wollte. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass die vielen Pläne, die die Charaktere aufstellen, scheitern, allerdings sind erstaunlich viele gut gegangen. Den Plottwist am Ende habe ich ungefähr bei der Hälfte des Buchs kommen sehen, fand jedoch Robins Reaktion darauf sehr uneinfühlsam - das war eigentlich der einzige Moment, in dem ich sie nicht verstehen konnte. Den Rest des Buchs ging das immer sehr gut, auch ihre Abneigung zur Magie und ihr Wohlfühlleben als Prinzessin konnte ich gut nachvollziehen. Ich frage mich, ob im zweiten Band alles so geschehen wird, wie die Charaktere es wollen, oder ob noch etwas kommt, was ihre Pläne zutiefst erschüttert. Ich bin gespannt! Danke an Lea für das Rezensionsexemplar!










