Du sollst nicht lügen!

Du sollst nicht lügen!

Hardcover
2.73
WahrheitLügeEhrlichkeitErfahrungsbericht

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Beschreibung

Origineller Erfahrungsbericht über einen einzigartigen Selbstversuch, 40 Tage lang die Wahrheit zu sagenLügen haben kurze Beine. Wenn dieser Kindheitsspruch stimmen würde, liefen wir auf Stummelbeinen durch die Welt. Denn wir lügen, sagt die Wissenschaft, bis zu 200-mal – am Tag. Aus Höflichkeit, aus Diplomatie oder weil es einfacher ist. Jürgen Schmieder sagt in einem Selbstversuch vierzig Tage lang nichts als die Wahrheit. Das Ergebnis: blaue Flecken, Nächte auf der Couch, diverse Beleidigungen, ein verlorener Freund. Manchmal fühlt er sich befreit und mutig, manchmal deprimiert und verunsichert. Privat (»Findest du meinen Hintern fett?«) und beruflich (»Mach doch deinen Scheiß alleine!«) gerät er in ungemütliche, aber auch witzig-erhellende Situationen. Ein amüsant-nachdenkliches Buch über das – kein bisschen eindeutige – Verhältnis von Wahrheit und Lüge.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Ratgeber & Sachbücher
Sub-Genre
Persönlichkeitsentwicklung
Format
Hardcover
Seitenzahl
336
Preis
15.40 €

Autorenbeschreibung

Jürgen Schmieder, Jahrgang 1979, studierte Germanistik, Volkswirtschaft und Medienwissenschaft in Regensburg, Film an der University of Michigan und Kulturjournalistik an der Filmhochschule München. Bereits während des Studiums arbeitete er für diverse Zeitungen und Zeitschriften (Michigan Daily, Cosmopolitan, Der Spiegel) sowie für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung.Zurzeit ist er Redakteur für sueddeutsche.de sowie Reporter und Autor für die Süddeutsche Zeitung. Er schreibt regelmäßig über Sport und ist Autor verschiedener erfolgreicher Kolumnen, u.a. „Mein Bauch gehört mir“ (auch als Buch erschienen in der Süddeutschen Zeitung Edition).

Beiträge

1
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Ehrlichkeit ohne Anstand und Empathie

Das Buch stand jetzt viele Jahre ungelesen im Buchregal. Der Klappentext hat mich damals im Buchgeschäft spontan angesprochen. Was sich auf den ersten Blick spannend anhörte, war leider eine ziemliche Enttäuschung. Jürgen Schmieder verzettelt sich und bringt bei seinem Experiment die Dinge völlig durcheinander. Er vergisst, dass "Ehrlichkeit" allein nicht funktionieren kann. Anstand und Empathie sind (für mich) fest damit verbunden. Diese Worte liest man nicht einmal in diesem Buch. Es braucht meines Erachtens kein Experiment dieser Art um zu wissen, dass man fremde Menschen nicht einfach zur Seite stoßen kann, nur weil man mal "ehrlich" schlechte Laune hat oder Arbeitskollegen, Freunde und Familie zu tiefst beleidigt, ohne die Dinge aus deren Sphäre zu betrachten. Auch wenn der Autor am Schluss versucht die Kurve zu kriegen, hat mich das Buch die meiste Zeit genervt und ich war froh, als es vorbei war. Ich war mehrfach kurz davor es abzubrechen, aber hatte immer gehofft, dass es vielleicht noch besser wird. Zu Beginn führt er noch ein paar interessante Erkenntnisse über das Lügen, den Unterschied zwischen Wahrheit und Ehrlichkeit und parallelen zur Bibel aus. Und dann geht der Rundumschlag los - ohne Rücksicht auf Verluste. Seine Ehrlichkeit ist in weiten Teilen des Buches "negativ". Er schreibt selbst, dass ihm ein ehrliches Lob schwerer fällt als eine ehrliche Beleidigung. Darin liegt auch das Problem dieses Buches. Es ist in weiten Teilen respektlos und zäumt das Pferd von hinten auf.

Ehrlichkeit ohne Anstand und Empathie
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