Blick ins Buch

Romane

Die Wächterin von Köln

4,0(15)
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Über das Buch

Köln 1396/97: Elsbeth ist naiv und liebreizend, als sie mit sechzehn Jahren beginnt im Bordell „Zur schönen Frau“ zu arbeiten. Bald darauf wird einer ihrer Freier, der Ratsherr van Kneyart vergiftet aufgefunden und sie gerät ins Visier der Obrigkeit.

Auch ihr Halbbruder wird auf sie aufmerksam und bewahrt sie vor dem Galgen. Die beiden werden Vertraute und mit der Hilfe von Elsbeth, die für ihn im Dirnenhaus Informationen sammelt, wird er, sehr zum Gefallen seiner Frau, zum mächtigsten Mann Kölns und Elsbeth zur geschickten Drahtzieherin der Unterwelt. Als sie helfen kann, eine zu Unrecht verurteilte Frau vor der Verurteilung zu bewahren, beginnt der junge Henker Jörg ihre Weitsicht zu schätzen und zwischen den Gegnern entflammen Gefühle.

Editionen (2)

ISBN9783365008294
VerlagHarperCollins Taschenbuch
Erscheinungsdatum27.12.24
Seitenzahl448

Rezensionen & Bewertungen

15 Bewertungen

6 Rezensionen

4,0

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  • 4,5

    In Rekordzeit habe ich diese tolle Geschichte verschlungen, die uns ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Figuren aus anderen historischen Romanen der Autorin verschafft und ehemaligen Nebenfiguren eine Stimme gibt. Dabei wird auch noch das ein oder andere Geheimnis gelüftet. Wie mal ließ Petra Schier mich in die Zeit zwischen 1396 und 1424 in Köln eintauchen. Viel Zeit- und Lokalkolorit machen die Zeilen zudem lesenswert, da viel Historisches erlebbar wird und die Geschehnisse authentisch rüberkommen. Protagonisten Elsbeth ist eine Taufe Frau, die ihren Weg gefunden hat und uns genau wie ihren Liebsten Scharfrichter Meister Hans in Rückblenden ihre Geschichte erzählt. Wirklich wieder ein wunderbares Leseerlebnis. Ich hoffe auf viele weitere historische Romane aus der Feder der Autorin. Bis dahin werde ich noch sie wenigen genießen, die ich bislang noch nicht kenne.

    15. Jan. 2025

  • lesefuchs85
    lesefuchs85

    52 Follower

    4,0

    Das Geheimnis um die Wächterin von Köln – packend erzählt.

    Ich habe mich gefreut, endlich mal wieder ein Buch von Petra Schier zu lesen, da ich schon lange keines mehr von ihr in der Hand hatte. In diesem Roman begleiten wir Elsbeth, eine junge Frau, auf ihrem Weg zu einer unabhängigen Persönlichkeit. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: einerseits in den Jahren 1396/97 und andererseits viele Jahre später, im Jahr 1423. Dabei erfahren wir, wie aus der naiven, jungen Frau eine mächtige Bordellbesitzerin wird. Der Schreibstil ist leicht und verständlich, und das Buchcover passt gut zur Geschichte. Besonders schön fand ich, dass Elsbeth mir bereits aus der Adalina-Reihe bekannt war. Auch viele andere vertraute Gesichter tauchen hier wieder auf, was für mich wie ein kleines Nach-Hause-Kommen war. Der Alltag im Bordell und das Leben im mittelalterlichen Köln werden dabei sehr bildhaft und anschaulich beschrieben, sodass man beim Lesen richtig in diese Zeit eintauchen kann. Der Krimi-Anteil im Buch sorgt dafür, dass die Spannung durchgehend erhalten bleibt. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es endet, und weil mich die Geschichte um die „Wächterin von Köln“ sehr neugierig gemacht hat. Vieles, was im Buch vorkommt – insbesondere die Mordfälle –, hat mit der Lombarden-Reihe zu tun. Das hat mein Interesse geweckt, und ich möchte diese Bücher nun auch unbedingt lesen. Ich glaube, es wäre hilfreich gewesen, die Lombarden-Reihe vorher zu lesen, doch dieser Roman ist dennoch völlig unabhängig lesbar. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Dabei habe ich viel über das Leben des „unteren Volkes“ im mittelalterlichen Köln gelernt: darüber, wie sie lebten und um ihr Überleben kämpften. Eine Leseempfehlung für alle, die gerne historische Romane mit Krimi-Anteilen lesen. Ich freue mich schon auf weitere Bücher von Petra Schier.

    15. Jan. 2025

  • buch.klatsch
    buch.klatsch

    333 Follower

    2,5

    Tolle Idee, aber zu viele Genres und Figuren nehmen der Geschichte die Tiefe und Spannung.

    ╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗟𝗘𝗦𝗘𝗘𝗜𝗡𝗗𝗥𝗨𝗖𝗞 Der Einstieg ins Buch war spannend und ich mochte den historischen Rahmen, der für mich gut recherchiert wirkte. Die Kulisse im mittelalterlichen Köln wurde gut beschrieben und das Setting im Freudenhaus war mal etwas anderes. Allerdings hat die Geschichte Kapitel um Kapitel für mich an Reiz verloren. Für meinen Geschmack wollte die Autorin zu viel auf einmal: Das Buch wechselt zwischen Krimi, Liebesgeschichte und Roman, garniert mit „spicy“ Szenen. Für mich fehlte dadurch der rote Faden. Die Hauptfigur Elsbeth fand ich zwar sympathisch, aber sie blieb mir zu „perfekt“. Das Personenverzeichnis zum Buch fand ich anfangs hilfreich, aber irgendwann nur noch anstrengend, da die Vielzahl an Figuren nicht zu einem leichten Lesefluss beitragen hat. Auch die detaillierten Sexszenen im Freudenhaus waren für meinen Geschmack zu viel. Klar, es gehört zur Thematik, aber manche Beschreibungen waren einfach unangenehm – für mich hätte da weniger eindeutig mehr sein können. Leider hat mich die Geschichte emotional nicht gepackt und die Spannung hat im Verlauf immer mehr nachgelassen. Trotzdem gibt es auch positive Aspekte: Der Einblick in das Milieu und die gesellschaftlichen Strukturen war spannend und die historische Atmosphäre hat mir gefallen. ╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧 Tolle Idee, aber zu viele Genres und Figuren nehmen der Geschichte die Tiefe und Spannung. Ich bewerte das Buch mit 2,5 von 5 Sternen. Liebste Grüße 📚📖, Jeanette.

    Tolle Idee, aber zu viele Genres und Figuren nehmen der Geschichte die Tiefe und Spannung.

    30. Jan. 2025

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Petra Schier

Seit Petra Schier 2003 ihr Fernstudium in Geschichte und Literatur abschloss, arbeitet sie als freie Autorin. Neben ihren zauberhaften Liebesromanen mit Hund schreibt sie auch historische Romane. Sie lebt heute mit ihrem Mann und einem deutschen Schäferhund in einem kleinen Ort in der Eifel.

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