Die Verlobten

Die Verlobten

Taschenbuch
3.26
LiebesromanManesse WeltbibliothekGesellschaftsromanHochzeit

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Beschreibung

Große Gefühle vor großer Geschichte Oberitalien zur Zeit des dreißigjährigen Krieges. Lucia und Renzo, zwei einfache junge Leute, stehen kurz vor der Hochzeit. Doch der berüchtigte Feudalherr Don Rodrigo verhindert die Trauung. Lucia und Renzo fliehen, werden getrennt und vom Strudel der Zeitgeschichte mitgerissen, um erst nach zweijähriger Irrfahrt wieder zueinander zu finden. Manzoni schuf mit seinem großen historischen Fresko nicht nur die wundervoll romantische Geschichte einer unbezwingbaren Liebe, sondern auch das italienische Nationalepos schlechthin. "Ich habe Ihnen zu verkünden, dass Manzonis Roman alles überflügelt, was wir in dieser Art kennen." Goethe "Manzoni kann bitter ernst sein und überlegen ironisch, er ist unbeirrbar fromm, doch gerade diese Frömmigkeit schlägt um in Kritik an allem, was den Menschen um seine Würde bringen will." (Roland H. Wiegenstein, Süddeutsche Zeitung) Oberitalien zur Zeit des dreißigjährigen Krieges. Lucia und Renzo, zwei einfache junge Leute aus einem Dorf am Comer See, stehen kurz vor der Hochzeit. Der brutale und berüchtigte Landedelmann Don Rodrigo, der mehr aus Laune denn aus Leidenschaft gewettet hat, dass er das Mädchen besitzen werde, verhindert jedoch die Trauung; Lucia und Renzo fliehen, werden getrennt und vom Strudel der Zeitgeschichte mitgerissen: Lucia fällt einem weithin gefürchteten Feudalherrn in die Hände, während Renzo als vermeintlicher Volksverhetzer im Gefängnis landet. Nach seiner Befreiung schlägt er sich auf eigene Faust durch, bis er erfährt, dass seine geliebte Lucia in Mailand untergekommen ist. Doch dort ist die Pest ausgebrochen, und ein Wiedersehen scheint angesichts der Allgegenwart des Todes aussichtslos. Einfühlsam, realistisch und mit feiner Ironie entfaltet Manzoni vor unseren Augen die Geschicke all jener kleinen Leute vor dem Hintergrund großer historischer Umbrüche.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Historische Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
812
Preis
15.50 €

Autorenbeschreibung

Geboren am 15. März 1785 in Mailand als Sohn des Grafen Pietro Manzoni. Seine Kindheit und Jugend verbringt Alessandro in diversen Ordensinternaten. 1801 kehr er zum inzwischen von der Mutter getrennt lebenden Vater zurück. Manzoni findet Zugang zu den besten Mailänder Kreisen, eignet sich freiheitliches und demokratisches Gedankengut an und schreibt erste Dichtungen. 1805 zieht er zur Mutter nach Paris und kommt mit zahlreichen Geistesgrößen der Stadt in Verbindung. Er und beschäftigt sich mit Geschichte und Literatur. 1808 heiratet er die Bankierstochter Enrichetta Blondl, mit der er neun Kinder haben wird. 1810 kehrt er nach Italien zurück. In den folgenden Jahren schreibt er u. a. geistliche Hymnen und historische Dramen. 1827 erscheint sein Hauptwerk "I promessi sposi" ("Die Verlobten"). 1837, vier Jahre nach dem Tod seiner Frau Enrichetta, heiratet Manzoni erneut. Nach dem großen Erfolg von "Die Verlobten" zieht er sich mehr und mehr zurück, gibt die Dichtung auf und widmet sich ausschließlich historischen und sprachwissenschaftlichen Studien. Er erfährt mehrere königliche Ehrungen und wird 1862 zum Vorsitzenden der "Kommission zur Vereinheitlichung der Sprache" ernannt. Alessandro Manzoni stirbt am 22. Mai 1873 im Alter von 88 Jahren, ganz Italien trauert. Verdi schrieb für ihn sein berühmtes Requiem.

Beiträge

3
Alle
2

Ein 200-Seiten-Plot auf 800 gestreckt

Die Geschichte, die Manzoni zu erzählen hat findet bequem auf 200 Seiten Platz. Der Rest - wie schön er sich auch lesen lässt - ist überschüssiges Fett. Dieses Fett liest sich in etwa so: „Hier ist eine Nonne, die Lucia helfen wird, jedoch für die eigentliche Handlung komplett irrelevant ist. Die nächsten 80 Seiten erzählen dir trotzdem welche Gefühle diese Nonne hat und wie ihre Geschichte ist. MINI SPOILER: Ab S. 700 befindet sich Renzo in, von der Pest geplagtem Mailand. Hier blitzt m.E. das ganze Können Manzonis auf. Mit seiner melodischen Sprache schafft er in diesem Kapitel eine so dichte Atmosphäre und solch herzzerreißende Bilder, die einfach nur beeindrucken und berühren.

2

2,5 Sterne Der Schreibstil dieser Ausgabe ist gut zu lesen. Der Roman kam in seiner ersten Fassung 1827 heraus, schildert aber Begebenheiten aus dem Jahren 1628-1630. Der Autor hat sich viel Mühe gegeben, dem Leser diese Zeit nahe zu bringen, indem er auch immer wieder Erklärungen aus der politischen und wirtschaftlichen Lage Italiens in dieser Zeit schildert. So hat das Buch die Menschen der damaligen und jetzigen Zeit nicht nur unterhalten, sondern auch etwas zur geschichtlichen Bildung beigetragen. Abgerundet wird dies in der Ausgabe mit einer Anmerkung "Blick auf Italien zur Zeit unseres Romans". Besonders interessant fand ich die Lebensgeschichte der Nonne Gertrude, die als "die Signora" wirklich in einem Kloster in Monza lebte. Ihre Geschichte wird sozusagen als Roman im Roman geschildert. Die Geschichte der Hauptprotagonisten Renzo und Lucia, der Verlobten, deren Hochzeit auf dragische Weise verhindert wird, war dagegen recht farblos. Interessant fand ich auch die Geschichte der sogenannten Bravi die in Bergamo und den angrenzenden Provinzen mit Unterstützung einiger Adliger ihr Unwesen trieben und denen, eben durch diese Unterstützung, von der Justiz nicht beizukommen war. Bis auf diese beiden interessanten Themen war der Roman vom Plot her in der heutigen Zeit eher ein mittelmäßiger Klassiker für mich. Kann man gelesen haben, muss man aber nicht. Trotzdem werde ich auch Teil 2 in nächster Zeit lesen.

2

2,5 Sterne Der Schreibstil dieser Ausgabe ist gut zu lesen. Der Roman kam in seiner ersten Fassung 1827 heraus, schildert aber Begebenheiten aus dem Jahren 1628-1630. Der Autor hat sich viel Mühe gegeben, dem Leser diese Zeit nahe zu bringen, indem er auch immer wieder Erklärungen aus der politischen und wirtschaftlichen Lage Italiens in dieser Zeit schildert. So hat das Buch die Menschen der damaligen und jetzigen Zeit nicht nur unterhalten, sondern auch etwas zur geschichtlichen Bildung beigetragen. Abgerundet wird dies in der Ausgabe mit einer Anmerkung "Blick auf Italien zur Zeit unseres Romans". Besonders interessant fand ich die Lebensgeschichte der Nonne Gertrude, die als "die Signora" wirklich in einem Kloster in Monza lebte. Ihre Geschichte wird sozusagen als Roman im Roman geschildert. Die Geschichte der Hauptprotagonisten Renzo und Lucia, der Verlobten, deren Hochzeit auf dragische Weise verhindert wird, war dagegen recht farblos. Interessant fand ich auch die Geschichte der sogenannten Bravi die in Bergamo und den angrenzenden Provinzen mit Unterstützung einiger Adliger ihr Unwesen trieben und denen, eben durch diese Unterstützung, von der Justiz nicht beizukommen war. Bis auf diese beiden interessanten Themen war der Roman vom Plot her in der heutigen Zeit eher ein mittelmäßiger Klassiker für mich. Kann man gelesen haben, muss man aber nicht. Trotzdem werde ich auch Teil 2 in nächster Zeit lesen.

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