Die Täter sind unter uns
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Dr. Hubertus Knabe, geboren 1959 in Unna, studierte Geschichte und Germanistik in Bremen und promovierte in Berlin. Er arbeitet und publiziert seit mehr als 40 Jahren über die DDR und den Kommunismus. Sein Werk umfasst mehr als ein Dutzend Bücher sowie über zweihundert Aufsätze und Zeitungsartikel. Von 1992 bis 2000 war er leitender Wissenschaftler in der Stasi-Unterlagen-Behörde. Anschließend führte er 18 Jahre die Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen. Die West-Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit hat er im Auftrag des Deutschen Bundestages untersucht.
Beiträge
Gegen den Geschichtsrevisionismus
Das Buch ist eine quasi unveränderte Neuauflage der 2007 erstmals erschienen Ausgabe. Hubertus Knabe hat lediglich ein neues Vorwort hinzugefügt. Als ich zu lesen begann, erinnerte ich mich dunkel, bereits irgendwann einmal ein Buch von diesem Autor gekauft zu haben und Bingo: ich fand die alte Ausgabe im Taschenbuch, damals bei Ullstein/List herausgegeben. Hab ich also sehr, sehr alten SUB reduziert. Hubertus Knabe war viele Jahre lang Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen berüchtigten Stasi-Untersuchungsgefängnis. Seine absolute Ablehnung gegen die alte Stasi-Garde und wie sie die DDR und ihre Machenschaften immer noch verherrlicht, beschönigen und bestreitet, ist deshalb total gerechtfertigt. Beim Lesen wird man oft sehr wütend: auf die Politiker, denen gerechte Aufarbeitung und kritische Auseinandersetzung völlig egal sind, auf Richter, die zugunsten der Täter und nicht der Opfer urteilen, auf einen Staat, dem seine Bürger egal sind. Die Bilanz, die Hubertus Knabe 2007 zog, ist bis heute unverändert, fürchte ich. Verharmlosung, die Zeit für sich arbeiten lassen, Dinge schönreden und jetzt aktuell die AfD mit ihrem "DDR 2.0" und "Vollende die Wende", was ich wirklich nicht kapiere. Ich will die DDR, das Land, in dem ich meine Kindheit verbrachte, auf keinen Fall wieder so haben. Es war eine Diktatur mit einer Grenze, um die Leute im Inneren gefangen zu halten, nicht um sie von außen zu schützen. "Die Täter sind unter uns" ist ein immer noch wichtiges Buch, eine Stimme, die gehört werden sollte, eine laute Anklage, das historische Bild der DDR nicht zu nostalgisieren.
Eine ganz persönliche Abrechnung mit der Abwicklung der DDR von Hubertus Knabe. Viele Einzelheiten, schwer verschachtelt geschrieben und so viele Namen, die kaum einer wirklich alle kennen kann.
Ich muss gleich vorweg sagen, dass ich hier etwas komplett anderes bekommen habe, als ich es ursprünglich erwartete. Ich dachte wirklich, dass hier von interessanten Einzelfällen berichtet wird, die man nachvollziehen und verstehen kann. Statt dessen liest sich das Buch wie die ganz persönliche Abrechnung des Autors mit Dingen, mit denen er einfach nicht einverstanden ist. – Am Ende zeigt er kleinkariert und deutlich auf, dass auch bei der Abwicklung der DDR keine Krähe der anderen auch nur ansatzweise ein Auge ausgehackt hat. Dass die Bonzen schön ihre Schäfchen im Trockenen behalten haben und die Opfer leer ausgegangen sind. – Wenn man aber mal ehrlich ist, dann ist das heutzutage auch noch ganz genau so. Die Schreibweise soll wohl hochwisschenschaftlich sein. Und wirklich gut recherchiert ist der Stoff in jedem Fall. Das muss ich sagen. Aber die ganzen, stellenweise sterbenslangweiligen und über mehrere Zeilen gehenden Sätze sind hochgradig anstrengend und schwer verständlich. Das Thema selber ist interessant. Geht es doch um Unrecht mit System, aber man könnte es durchaus auch eingängiger und für Otto Normal verständlicher schreiben, dann würde sicherlich auch noch mehr das Buch lesen. Naja, ich habe mich durchgequält und kann es von meinem SuB nehmen. Mehr ist hier wohl nicht weiter zu sagen.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Dr. Hubertus Knabe, geboren 1959 in Unna, studierte Geschichte und Germanistik in Bremen und promovierte in Berlin. Er arbeitet und publiziert seit mehr als 40 Jahren über die DDR und den Kommunismus. Sein Werk umfasst mehr als ein Dutzend Bücher sowie über zweihundert Aufsätze und Zeitungsartikel. Von 1992 bis 2000 war er leitender Wissenschaftler in der Stasi-Unterlagen-Behörde. Anschließend führte er 18 Jahre die Gedenkstätte im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen. Die West-Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit hat er im Auftrag des Deutschen Bundestages untersucht.
Beiträge
Gegen den Geschichtsrevisionismus
Das Buch ist eine quasi unveränderte Neuauflage der 2007 erstmals erschienen Ausgabe. Hubertus Knabe hat lediglich ein neues Vorwort hinzugefügt. Als ich zu lesen begann, erinnerte ich mich dunkel, bereits irgendwann einmal ein Buch von diesem Autor gekauft zu haben und Bingo: ich fand die alte Ausgabe im Taschenbuch, damals bei Ullstein/List herausgegeben. Hab ich also sehr, sehr alten SUB reduziert. Hubertus Knabe war viele Jahre lang Leiter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen im ehemaligen berüchtigten Stasi-Untersuchungsgefängnis. Seine absolute Ablehnung gegen die alte Stasi-Garde und wie sie die DDR und ihre Machenschaften immer noch verherrlicht, beschönigen und bestreitet, ist deshalb total gerechtfertigt. Beim Lesen wird man oft sehr wütend: auf die Politiker, denen gerechte Aufarbeitung und kritische Auseinandersetzung völlig egal sind, auf Richter, die zugunsten der Täter und nicht der Opfer urteilen, auf einen Staat, dem seine Bürger egal sind. Die Bilanz, die Hubertus Knabe 2007 zog, ist bis heute unverändert, fürchte ich. Verharmlosung, die Zeit für sich arbeiten lassen, Dinge schönreden und jetzt aktuell die AfD mit ihrem "DDR 2.0" und "Vollende die Wende", was ich wirklich nicht kapiere. Ich will die DDR, das Land, in dem ich meine Kindheit verbrachte, auf keinen Fall wieder so haben. Es war eine Diktatur mit einer Grenze, um die Leute im Inneren gefangen zu halten, nicht um sie von außen zu schützen. "Die Täter sind unter uns" ist ein immer noch wichtiges Buch, eine Stimme, die gehört werden sollte, eine laute Anklage, das historische Bild der DDR nicht zu nostalgisieren.
Eine ganz persönliche Abrechnung mit der Abwicklung der DDR von Hubertus Knabe. Viele Einzelheiten, schwer verschachtelt geschrieben und so viele Namen, die kaum einer wirklich alle kennen kann.
Ich muss gleich vorweg sagen, dass ich hier etwas komplett anderes bekommen habe, als ich es ursprünglich erwartete. Ich dachte wirklich, dass hier von interessanten Einzelfällen berichtet wird, die man nachvollziehen und verstehen kann. Statt dessen liest sich das Buch wie die ganz persönliche Abrechnung des Autors mit Dingen, mit denen er einfach nicht einverstanden ist. – Am Ende zeigt er kleinkariert und deutlich auf, dass auch bei der Abwicklung der DDR keine Krähe der anderen auch nur ansatzweise ein Auge ausgehackt hat. Dass die Bonzen schön ihre Schäfchen im Trockenen behalten haben und die Opfer leer ausgegangen sind. – Wenn man aber mal ehrlich ist, dann ist das heutzutage auch noch ganz genau so. Die Schreibweise soll wohl hochwisschenschaftlich sein. Und wirklich gut recherchiert ist der Stoff in jedem Fall. Das muss ich sagen. Aber die ganzen, stellenweise sterbenslangweiligen und über mehrere Zeilen gehenden Sätze sind hochgradig anstrengend und schwer verständlich. Das Thema selber ist interessant. Geht es doch um Unrecht mit System, aber man könnte es durchaus auch eingängiger und für Otto Normal verständlicher schreiben, dann würde sicherlich auch noch mehr das Buch lesen. Naja, ich habe mich durchgequält und kann es von meinem SuB nehmen. Mehr ist hier wohl nicht weiter zu sagen.





