Die Suche nach der letzten Zahl
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Beschreibung
Im Jahr 1918 landet Roald Amundsen, unterwegs zum Nordpol, vor der tschuktschischen Küste. Im Polarnebel zeichnen sich die Umrisse einer kleinen Siedlung ab. Wer sind die Bewohner, wie werden sie die Expedition empfangen? Der gemeinsame Winter verändert die Forscher ebenso wie die Einheimischen. Kagot, der Schamane, beginnt zu lesen, zu rechnen, die Maschinen zu öffnen; sein unstillbarer Erkenntnisdrang droht ihn aus der Bahn zu werfen. Amundsen findet in Kagot einen Bruder, mit dem er den Forschergeist teilt – aber auch eine tiefe Schuld.
Juri Rytchëu kennt nicht nur Amundsens Tagebücher, sondern auch die Überlieferungen seiner Vorfahren über die seltsamen Fremdlinge. Aus einer Episode der Wissenschaftsgeschichte macht er ein fesselndes Epos über die Begegnung von zwei Zivilisationen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Juri Rytchëu, geboren 1930 als Sohn eines Jägers in der Siedlung Uëlen auf der Tschuktschenhalbinsel im äußersten Nordosten Sibiriens, war der erste Schriftsteller dieses nur zwölftausend Menschen zählenden Volkes. Mit seinen Romanen und Erzählungen wurde er zu einem berufenen Zeugen einer bedrohten Kultur. Juri Rytchëu starb 2008 in St. Petersburg.
Beiträge
Mein erstes Buch dieses Autors, und ich war begeistert. Neben Tschinag und Aitmatov gilt er als einer der drei grossen "Steppen-/Stammesautoren". Im Gegensatz zu den beiden anderen Autoren ist dies eine Geschichte im klassischen "westlichen" Sinne. Der berühmte Polarforscher Amundsen überwintert in der Tschaun-Bucht ganz im Nordosten Sibiriens/Russlands nahe der Beringstrasse bei Alaska. Hier kommt es zur Konfrontation von Kulturen zwischen den indigenen Tschuktschen, den bürgerlichen Norwegern und den revolutionären Bolschewiki der Russischen Revolution. Dabei zeigen alle Seiten sowohl Unverständnis, als auch Neugier und Respekt. Zentraler Bestandteil der Handlung ist die Figur des Tschuktschen Kagot, der Schamane des Dorfes, der auf dem Schiff Amundsens zu arbeiten beginnt und eine Faszination für eine ihm unbekannte "Sprache" entwickelt. Rytchëu, selbst als Tschuktsche geboren, erzählt sehr packend und empathisch die Gedankengänge und Interaktionen der Figuren, die möglicherweise so stattgefunden haben könnten. Die Leserschaft erfährt viel über die mir bis anhin gänzlich unbekannten Sitten und Bräuche einer Zivilisation, die ein sehr entbehrungsreiches und einfaches, aber auch sehr friedliches Leben im ewigen Eis führt. Kann es kaum erwarten weiteres von Rytchëu zu lesen!
Beschreibung
Im Jahr 1918 landet Roald Amundsen, unterwegs zum Nordpol, vor der tschuktschischen Küste. Im Polarnebel zeichnen sich die Umrisse einer kleinen Siedlung ab. Wer sind die Bewohner, wie werden sie die Expedition empfangen? Der gemeinsame Winter verändert die Forscher ebenso wie die Einheimischen. Kagot, der Schamane, beginnt zu lesen, zu rechnen, die Maschinen zu öffnen; sein unstillbarer Erkenntnisdrang droht ihn aus der Bahn zu werfen. Amundsen findet in Kagot einen Bruder, mit dem er den Forschergeist teilt – aber auch eine tiefe Schuld.
Juri Rytchëu kennt nicht nur Amundsens Tagebücher, sondern auch die Überlieferungen seiner Vorfahren über die seltsamen Fremdlinge. Aus einer Episode der Wissenschaftsgeschichte macht er ein fesselndes Epos über die Begegnung von zwei Zivilisationen.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Juri Rytchëu, geboren 1930 als Sohn eines Jägers in der Siedlung Uëlen auf der Tschuktschenhalbinsel im äußersten Nordosten Sibiriens, war der erste Schriftsteller dieses nur zwölftausend Menschen zählenden Volkes. Mit seinen Romanen und Erzählungen wurde er zu einem berufenen Zeugen einer bedrohten Kultur. Juri Rytchëu starb 2008 in St. Petersburg.
Beiträge
Mein erstes Buch dieses Autors, und ich war begeistert. Neben Tschinag und Aitmatov gilt er als einer der drei grossen "Steppen-/Stammesautoren". Im Gegensatz zu den beiden anderen Autoren ist dies eine Geschichte im klassischen "westlichen" Sinne. Der berühmte Polarforscher Amundsen überwintert in der Tschaun-Bucht ganz im Nordosten Sibiriens/Russlands nahe der Beringstrasse bei Alaska. Hier kommt es zur Konfrontation von Kulturen zwischen den indigenen Tschuktschen, den bürgerlichen Norwegern und den revolutionären Bolschewiki der Russischen Revolution. Dabei zeigen alle Seiten sowohl Unverständnis, als auch Neugier und Respekt. Zentraler Bestandteil der Handlung ist die Figur des Tschuktschen Kagot, der Schamane des Dorfes, der auf dem Schiff Amundsens zu arbeiten beginnt und eine Faszination für eine ihm unbekannte "Sprache" entwickelt. Rytchëu, selbst als Tschuktsche geboren, erzählt sehr packend und empathisch die Gedankengänge und Interaktionen der Figuren, die möglicherweise so stattgefunden haben könnten. Die Leserschaft erfährt viel über die mir bis anhin gänzlich unbekannten Sitten und Bräuche einer Zivilisation, die ein sehr entbehrungsreiches und einfaches, aber auch sehr friedliches Leben im ewigen Eis führt. Kann es kaum erwarten weiteres von Rytchëu zu lesen!




