Die Pathologie der Normalität

Die Pathologie der Normalität

Taschenbuch
4.51
AnthropologieKrankheitKrankeGesund

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Beschreibung

"Die Kranken, das sind die Gesunden. Und die Gesunden, das sind in Wirklichkeit die Kranken." Diese provozierende These formulierte Erich Fromm als Ergebnis seiner jahrzehntelangen Erforschung der sogenannten Normalität. Seine Erkenntnisse haben ihn dazu geführt, eine neue "Wissenschaft vom Menschen" zu fordern und unter humanistischen Wertsetzungen selbst auch zu realisieren. Der schon heute legendäre Philosoph und Psychoanalytiker verdeutlicht in scharfen, weitsichtigen Analysen, wo die Krankheiten der modernen Gesellschaft und des einzelnen Menschen liegen, und er weist Wege auf, sie zu heilen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
224
Preis
13.40 €

Autorenbeschreibung

Erich Fromm wurde am 23. März 1900 in Frankfurt am Main als Kind orthodox-jüdischer Eltern geboren. Nach Studien der Psychologie, Philosophie und Soziologie - seine Lehrer waren Alfred Weber, Karl Jaspers und Heinrich Rickert - und der Promotion über Das jüdische Gesetz (1922) unterzog er sich in München und Berlin einer Ausbildung als Psychoanalytiker. Von 1930 an gehörte er zu jenem Kreis um Max Horkheimer, der später als "Frankfurter Schule" bekannt wurde. 1934 emigrierte Fromm in die Vereinigten Staaten, 1949 siedelte er nach Mexiko über, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1956 eine Professur innehatte. Seinen Lebensabend verbrachte er in Locarno. Erich Fromm starb am 18. März 1980.

Beiträge

1
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4.5

Ist das, was wir als „normales“ Verhalten betrachten, wirklich gesund oder ist es nur eine gut funktionierende Anpassung an eine kranke Gesellschaft? Erich Fromm argumentiert, dass viele psychische Störungen nicht individuelle Defekte sind, sondern Ausdruck einer kranken Kultur. Menschen, die sich scheinbar problemlos anpassen, könnten in Wahrheit innerlich leer, entfremdet und unfähig sein, wahre Liebe oder Freiheit zu empfinden. Fromm zeigt, dass psychische Gesundheit nicht bedeutet, sich blind einzufügen, sondern seine eigene Menschlichkeit bewusst zu leben. Dabei verbindet er Psychologie, Soziologie und Philosophie zu einer Analyse darüber, warum der moderne Mensch oft rastlos, ängstlich und manipulierbar ist. Er fordert dazu auf, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern die Wurzeln unserer gesellschaftlichen Fehlentwicklungen zu erkennen. Fazit: Ein anspruchsvolles, aber kraftvolles Werk. Wer bereit ist, die unbequemen Wahrheiten unserer Zeit zu hinterfragen, wird dieses Buch mögen 🌟

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