Die Neuerfindung der Wartburg im 19. Jahrhundert

Die Neuerfindung der Wartburg im 19. Jahrhundert

Taschenbuch

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Beschreibung

Gleich zweimal wurde die verfallene mittelalterliche Burg bei Eisenach im 19. Jahrhundert neu erfunden: 1817 wählten Burschenschafts- Studenten von vielen deutschen Universitäten (hauptsächlich aber aus Jena) die Wartburg, um ihr „Nationalfest“ abzuhalten. Zwanzig Jahre später interessierte sich der junge Fürst des mitteldeutschen Kleinstaats Sachsen-Weimar und Eisenach, Carl Alexander (1818–1901), dafür, die Burgruine zu restaurieren. Historische Ereignisse, aber auch Mythen und Legenden, die mit der Wartburg verknüpft sind, wurden im 19. Jahrhundert mit Wünschen und Sehnsüchten der Menschen verbunden: Das Mittelalter mit der Wartburg als trutziger Landgrafenburg, der sagenhafte Sängerkrieg, der Wohnort der Landgräfin Elisabeth und die Wartburg als Versteck für den in die Reichsacht gefallenen Martin Luther, der hier die Übersetzung des Neuen Testaments aus dem Hebräischen, dem Griechischen und Lateinischen in nur zehn Wochen schuf. Für viele Menschen ergaben sich Anknüpfungspunkte, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden.

Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
36
Preis
N/A

Autorenbeschreibung

Annette Seemann, Dr. phil., ist Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Französischen und Italienischen. Unter ihren zahlreichen Publikationen finden sich Biographien von Frauen und Monographien zu Weimar, wo sie seit 2002 lebt. Ein Schwerpunkt gilt der Kulturgeschichte Weimars vom 18. bis 20. Jahrhundert.