Blick ins Buch

Sci-Fi

Die Kinder des Wüstenplaneten

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Über das Buch

Paul Atreides, der Retter des Wüstenplaneten, ist verschwunden. In seiner Abwesenheit regiert seine Schwester Alia mit immer grausamerer Hand, bis sich schließlich die anderen Kinder von Paul Atreides gegen sie erheben. Doch der Machtkampf hat ungeahnte Folgen für den Planeten und das ganze Sternenimperium …

Editionen (4)

ISBN9783453319554
VerlagHeyne
Erscheinungsdatum14.12.20
Seitenzahl592

Merkmale

1 Bewertungen

MittelKomplexUngewöhnlichVielschichtigInformativNachdenklich

Rezensionen & Bewertungen

325 Bewertungen

45 Rezensionen

3,8

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  • st.fanie
    st.fanie

    687 Follower

    4,5

    Das Fundament von Dune 🌌 -Das Vermächtnis der Macht

    📖 Rezension – Die Kinder des Wüstenplaneten Die Kinder des Wüstenplaneten hat mich auf eine Weise zurückgelassen, die ich so gar nicht erwartet hatte. Am Anfang fiel es mir tatsächlich erstmal schwer, wieder in die Geschichte hineinzufinden. Nach allem, was zuvor geschehen ist, fühlt sich diese Welt plötzlich soviel anders an. Im zweiten Band hatte sich ja nun schon einiges verändert, doch nun nach dem Ende von Band 2 fühlte es sich zwar immer noch vertraut an, gleichzeitig jedoch auch so völlig fremd. Ich musste mich erst einmal neu orientieren. Doch genau wie in den ersten beiden Bänden habe ich gemerkt: Dieses Buch möchte nicht einfach konsumiert werden. Es fordert Aufmerksamkeit, Geduld – und immer wieder das Innehalten. Ich habe öfters pausiert dieses mal, aber nicht weil es anstrengend war, sondern weil es so viel zu verarbeiten gab, es fordert mehr den je, den Leser auf - Moral, Richtig oder Falsch, Veränderung und charakterliche Entwicklungen zu hinterfragen und zu verarbeiten. Gedanken über Macht, Verantwortung, Glaube und die Frage, wie weit ein Einzelner gehen darf, um etwas „Größeres“ zu sichern. Ich habe mich selbst immer wieder dabei ertappt, wie ich nicht nur gelesen, sondern aktiv mitgedacht und abgewogen habe. Was dieses Buch für mich so besonders macht, ist der Zwiespalt, den es auslöst. Ein Teil von mir wollte, dass die Geschichte einen anderen Weg geht. Dass sich Dinge „richtig“ anfühlen. Dass bestimmte Entwicklungen vielleicht ausbleiben. Und doch war da gleichzeitig das Verständnis dafür, warum alles genau so passiert, wie es passiert. Und genau dieser Konflikt hat das Lesen so intensiv gemacht. Frank Herbert schreibt nicht das, was man erwartet oder sich erhofft. Er schreibt das, was konsequent ist und zwingt einen damit, sich mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen. Die Welt wird größer, komplexer und auch unbequemer. Neue Machtgefüge entstehen, alte zerbrechen, und man merkt, dass nichts mehr so einfach ist wie zuvor. Am Ende bleibt ein Gefühl von Melancholie zurück. Kein klares „gut“ oder „schlecht“, sondern eher ein stilles Nachwirken. Vielleicht hätte ich mir an manchen Stellen etwas anderes gewünscht, aber genau das macht diesen Teil so stark. Es hat mich beschäftigt. Es hat mich herausgefordert. Und es hat mich nicht einfach losgelassen. Und vielleicht ist genau das das größte Kompliment, das man einem Buch machen kann?!!!! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

    Das Fundament von Dune 🌌
-Das Vermächtnis der Macht

    28. Apr. 2026

  • devouressofbooks
    devouressofbooks

    86 Follower

    3,5

    Episch, aber es zieht sich

    Zur Geschichte: wie in den vorherigen Büchern alles sehr gut durchdacht und auch spannend. Leider hat sich das ganze etwas in die Länge gezogen Leto II: ganz wie der Vater. Er akzeptiert sein tragisches Schicksal und wird irgendwie grössenwahnsinnig Ghanima: Ich mochte sie. In ihr lag stets auch eine Stimme der Vernunft Zusammengefasst: es liest sich wie eine komplexe, griechische Tragödie. Spannend und tragisch

    26. Aug. 2025

  • strandpipare
    strandpipare

    92 Follower

    4,5

    Eine komplexe, vielschichtige Zukunftsvision

    Die Freude am Leben, seine Schönheit, ist nicht zu trennen von dem Umstand, dass das Leben einen überraschen kann“ (F. Herbert - Die Kinder des Wüstenplaneten - S. 110) Wir befinden uns in einer fernen Zukunft auf Arrakis, dem Wüstenplaneten. So langsam beginnen die ökologischen Veränderungen, deren Samen bereits in der Vergangenheit gelegt wurden, Fahrt aufzunehmen. Es regnet in der Wüste! Und während sich Teile der Gesellschaft an die neuen Bedingungen anpassen und die Wasserdisziplin lockern, wird anderen bewusst, dass diese Entwicklungen den Reichtum und die Identität des Wüstenplaneten bedrohen können. Die Handlung in „Die Kinder des Wüstenplaneten“ setzt etwa 9 Jahre nach den Ereignissen in „Der Herr des Wüstenplaneten“ ein. Alia, Paul Atreides Schwester, herrscht mit harter Hand über das Imperium. Aber sie ist innerlich zerrissen. Verschiedene Stimmen - gute, hilfreiche ebenso wie böse, machthungrige - kämpfen in ihrem Innern um die Vorherrschaft. Ist Alia besessen, wie es die Bene Gesserit behaupten? Um diese Frage zu klären, kehrt Lady Jessica nach Arrakis zurück. Gleichzeitig taucht in Arrakeen ein Priester auf, der die Staatsreligion in Frage stellt. Warum lässt ihn Alia gewähren? Wer ist dieser Blinde, der aus den Tiefen der Wüste kam? Auch auf Salusa Secundus, dem Heimatplaneten der Familie Corrino, werden Pläne geschmiedet. Ein Enkel des gestürzten Imperators Shaddam IV soll den Thron übernehmen. Dafür müssen allerdings die Thronfolger beseitigt werden - und man weiß auch schon wie. Die Zwillinge Ghanima und Leto II, die ungeachtet ihres 9-jährigen Kinderkörpers auf das Wissen von Generationen zurückgreifen können, erkennen die Gefahr für Leib, Leben und Zukunft - und suchen nach einem Ausweg. Band 3, der den Abschluss der ersten Dune-Trilogie bildet, ist deutlich umfang- und handlungsreicher als sein Vorgänger. Schön fand ich, dass die Wüste sowie ökologische Fragen wieder stärker in den Fokus gerückt wurden und auch die Sandwürmer nicht zu kurz kamen. Zudem war es faszinierend zu beobachten, wie sich dieses Geflecht aus Plänen und Intrigen entfaltet. Das Kreisen um die Frage, welchen Wert die Erkenntnisse der Vergangenheit haben und wie weit Kenntnis und Einfluss auf die eigene Zukunft gehen sollten, hatte etwas hypnotisches. Und die Entwicklungen auf den letzten 100 Seiten lassen mich etwas angespannt auf Band 4 schauen…

    30. Mai 2024

3 von 45 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Frank Herbert

Frank Herbert (1920-1986) wurde in Tacoma, Washington, geboren. Nach einem Journalismus-Studium arbeitete er unter anderem als Kameramann, Radiomoderator, Dozent und Austerntaucher, bevor 1955 sein Debütroman »The Dragon in the Sea« zur Fortsetzung in einem Science-Fiction-Magazin veröffentlicht wurde. Der Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm schließlich Mitte der 1960er-Jahre mit seinem Roman »Der Wüstenplanet«, der sowohl mit dem Hugo Award als auch mit dem Nebula Award ausgezeichnet wurde. Bis heute gilt »Der Wüstenplanet« zusammen mit den Nachfolgeromanen als einzigartige literarische Weltenschöpfung, die jede Generation von Leser*innen neu für sich entdeckt.

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