»Es ist unbeschreibbar, mit welcher Fröhlichkeit; Naivetät und Anmut die Ilse sich hinunter stürzt über die abenteuerlich gebildeten Felsstücke, die sie in ihrem Laufe findet, so daß das Wasser hier wild empor zischt oder schäumend überläuft, dort aus allerlei Steinspalten, wie aus tollen Gießkannen, in reinen Bögen sich ergießt, und unten wieder über die kleinen Steine hintrippelt, wie ein munteres Mädchen. Ja, die Sage ist wahr, die Ilse ist eine Prinzessin, die lachend und blühend den Berg hinab läuft.«
»Die Harzreise«, überschäumend vor Witz und Ironie, dann wieder nachdenklich, sinnierend, um sogleich wieder lachend auszubrechen, wenn es allzu romantisch wird. Einer der typischsten Texte Heinrich Heines und einer der schönsten Texte der deutschen Literatur. Er verdient es, in Leinen gebunden zu werden, und deshalb haben wir es getan. Eine ausführliche Einleitung von Joachim Bark, die den Einführungsband zu Heine erspart, sowie Anmerkungen und eine Zeittafel runden den Band ab. Ein wunderbares Geschenk – auch zum Selbstbeschenken.
Zeitlose Buchklassiker neu entdecken: hochwertige Ausgaben der Weltliteratur
Sie haben Sprichwörter geprägt, stehen auf Lehrplänen weltweit und ihre Autor:innen sind unvergessen: Zeitlose Buchklassiker gehören zum festen Kanon der Weltliteratur und faszinieren Leser:innen seit Generationen. Werke, die Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte überdauern und heute aktueller sind denn je.
Seit 2013 finden diese literarischen Meisterwerke in der Reihe „Erlesenes Lesen“ aus dem Alfred Kröner Verlag eine besondere Heimat.
Ergänzt durch fundierte Anmerkungen und ein einordnendes Nachwort ermöglichen diese Werkausgaben vor allem Studierenden, Literaturbegeisterten und kulturinteressierten Leser:innen einen einfachen, zugleich tiefgehenden Zugang zur großen Literatur und wecken nachhaltig die Freude am Lesen zeitloser Werke.
- Innen und außen besonders: Klassiker, die man gelesen haben muss
- Renommierter Verlag mit Tradition: der Alfred Kröner Verlag, inspiriert von Nietzsche
- „Erlesenes Lesen“: Weltliteratur zugänglich gemacht für alle Leser:innen
- Große Autor:innen von der Antike bis zur Moderne: von Marc Aurel über Büchner bis Stefan Zweig
- Klassische Literatur in hochwertig gestalteten Leinenbänden mit besonderer Haptik
Viele große Werke der Literatur wirken auf den ersten Blick anspruchsvoll oder sogar einschüchternd. Doch genau hier setzt der Alfred Kröner Verlag an: Die Kombination aus hochwertiger Gestaltung und verständlicher Aufbereitung macht klassische Literatur zugänglich, lesbar und neu erlebbar.
So werden aus vermeintlich anspruchsvollen Buchklassikern vertraute Geschich-ten, die begeistern und die Weltliteratur in jedes Wohnzimmer bringen!
Wundervolle kurzweilige Geschichte, sehr amüsante Dialoge und Erzählungen und das gepaart mit wunderschönen Naturbeschreibungen und einigen sehr schönen Gedichten. Die Schönheit von Wanderungen, der Natur und dem Harz im Speziellen schaffen Lust zum Aufbruch.
25. Jan. 2025
4,5
Wundervolle kurzweilige Geschichte, sehr amüsante Dialoge und Erzählungen und das gepaart mit wunderschönen Naturbeschreibungen und einigen sehr schönen Gedichten. Die Schönheit von Wanderungen, der Natur und dem Harz im Speziellen schaffen Lust zum Aufbruch.
„Wenn frohe Jugend und schöne Natur zusammenkommen, so freuen sie sich wechselseitig.“
Ich muss sagen, ich bin sehr überrascht, wie sehr mir dieser Reisebericht gefallen hat. Dass Heine schreiben kann, ist mir schon untergekommen. Aber, dass er so gut schreibt, damit habe ich nicht gerechnet.
Ich muss einmal kurz flexen, wie gut ich den Lesezeitpunkt gesetzt habe. Ich bin grade das erste Mal im Harz und Heine hat diesen Text vor genau 200 Jahren veröffentlicht (auch wenn die Reise 1824 war. Egal). Deshalb wollte ich es auch lesen, hatte aber keine hohen Erwartungen.
Was ich jedoch geboten bekommen habe, war pure Schreibkunst. Heine war ein unglaublich guter Beobachter. Er hat seine Umgebung und die damalige Zeit so messerscharf erfasst und niedergeschrieben, ich war hin und weg. Ich habe sogar oftmals laut aufgelacht. Ich habe in letzter Zeit einen Podcast über die Entstehung der Sprache gehört und da wurde die Beobachtung geteilt, dass früher schöner geschrieben wurde. Und danach diesem Buch kann ich das vollends unterschreiben.
Dieses Buch hat natürlich grade einen besonderen Zauber, da ich auf seinen Spuren wandel. Ich weiß nicht, ob es mich zuhause auch so gecatcht hätte.
Also mein Tipp an alle: macht euch ein schönes Wochenende im Harz, schnürt eure Wanderstiefel, packt euch Heine ein und genießt seine Worte, während ihr euren Blick über diese schöne, wenn auch teils karge Natur schweifen lasst.
Ein wirklich schöner Reisebericht und ein wunderbares Dokument seiner Zeit.
Die tollen Beobachtungen wechseln sich immer wieder mit Gedichten von Heine ab, was für mich das i-Tüpfelchen an diesem Buch war.
Zum Schluss noch mein Lieblingszitat aus diesem Buch. Heine zu den von ihm entdeckten Hirschen:
„Wenn ich solch ein liebes, edles Tier sehe, so kann ich nicht begreifen, wie gebildete Leute Vergnüge daran finden, es zu hetzen und zu töten.“
Den halben Stern ziehe ich nur ab, weil ab und zu Anspielungen kamen, die ich nicht verstehe und die mich dann etwas rausgebracht haben.
1. Apr. 2026
4,5
„Auf die Berge will ich steigen“
„Wenn frohe Jugend und schöne Natur zusammenkommen, so freuen sie sich wechselseitig.“
Ich muss sagen, ich bin sehr überrascht, wie sehr mir dieser Reisebericht gefallen hat. Dass Heine schreiben kann, ist mir schon untergekommen. Aber, dass er so gut schreibt, damit habe ich nicht gerechnet.
Ich muss einmal kurz flexen, wie gut ich den Lesezeitpunkt gesetzt habe. Ich bin grade das erste Mal im Harz und Heine hat diesen Text vor genau 200 Jahren veröffentlicht (auch wenn die Reise 1824 war. Egal). Deshalb wollte ich es auch lesen, hatte aber keine hohen Erwartungen.
Was ich jedoch geboten bekommen habe, war pure Schreibkunst. Heine war ein unglaublich guter Beobachter. Er hat seine Umgebung und die damalige Zeit so messerscharf erfasst und niedergeschrieben, ich war hin und weg. Ich habe sogar oftmals laut aufgelacht. Ich habe in letzter Zeit einen Podcast über die Entstehung der Sprache gehört und da wurde die Beobachtung geteilt, dass früher schöner geschrieben wurde. Und danach diesem Buch kann ich das vollends unterschreiben.
Dieses Buch hat natürlich grade einen besonderen Zauber, da ich auf seinen Spuren wandel. Ich weiß nicht, ob es mich zuhause auch so gecatcht hätte.
Also mein Tipp an alle: macht euch ein schönes Wochenende im Harz, schnürt eure Wanderstiefel, packt euch Heine ein und genießt seine Worte, während ihr euren Blick über diese schöne, wenn auch teils karge Natur schweifen lasst.
Ein wirklich schöner Reisebericht und ein wunderbares Dokument seiner Zeit.
Die tollen Beobachtungen wechseln sich immer wieder mit Gedichten von Heine ab, was für mich das i-Tüpfelchen an diesem Buch war.
Zum Schluss noch mein Lieblingszitat aus diesem Buch. Heine zu den von ihm entdeckten Hirschen:
„Wenn ich solch ein liebes, edles Tier sehe, so kann ich nicht begreifen, wie gebildete Leute Vergnüge daran finden, es zu hetzen und zu töten.“
Den halben Stern ziehe ich nur ab, weil ab und zu Anspielungen kamen, die ich nicht verstehe und die mich dann etwas rausgebracht haben.
super viele pointen und anspielungen von denen ich trotz vereinzelter erklärungen in den anmerkungennur ein teil verstanden habe aber musste vor lauter sprachwitz oft schmunzeln, kichern, grinsen. die gedichte sind auch beeindruckend vor allem wenn heine ie wirklich auf lock beim durchqueren von nörten verfasst hat, konnte aber auch nicht mit allen was anfangen. insgesamt sehr schön wieviel einem so ein alter text noch geben kann, vor allem humoristisch.
12. Dez. 2023
4,5
saugeil
super viele pointen und anspielungen von denen ich trotz vereinzelter erklärungen in den anmerkungennur ein teil verstanden habe aber musste vor lauter sprachwitz oft schmunzeln, kichern, grinsen. die gedichte sind auch beeindruckend vor allem wenn heine ie wirklich auf lock beim durchqueren von nörten verfasst hat, konnte aber auch nicht mit allen was anfangen. insgesamt sehr schön wieviel einem so ein alter text noch geben kann, vor allem humoristisch.
12. Dez. 2023
3 von 5 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Heinrich Heine
Heine, Heinrich (bis zur Taufe 1825: Harry H.), 13. 12. 1797 Düsseldorf – 17. 2. 1856 Paris. Sohn des jüd. Textilkaufmanns Samson H. und der Peire (gen. Betty) van Geldern; Ostern 1810–14 Lyzeum Düsseldorf, Anfang 1815 kaufmänn. Lehrling in Frankfurt/M., ab Sommer 1816 im Bankhaus s. Onkels Salomon H. in Hamburg, der ihm 1818 ein Manufakturwarengeschäft Harry H. & Co. einrichtete, das Frühjahr 1819 liquidiert wurde. Unerwiderte Liebe zu s. Kusine Amalie H. 1819 Beginn des Jurastud. mit Hilfe s. Onkels in Bonn; Burschenschafter; hörte Vorlesungen bei Arndt und A. W. Schlegel. Sept. 1820 nach Göttingen, dort wegen e. Duellvergehens 23. 1. 1821 relegiert. April 1821 – Mai 1823 Fortsetzung des Stud. in Berlin, doch mehr Philos. (bei Hegel) und Lit. als Jura. Verkehr im Salon Rahel Varnhagens. 1822 Polenreise. Mai 1823 zu den Eltern nach Lüneburg, Aufenthalte in Cuxhaven, Helgoland und Hamburg. Jan. 1824 nach Göttingen, Sept. 1824 Fußreise durch den Harz nach Thüringen, Besuch bei Goethe. 3. 5. 1825 jurist. Examen in Göttingen. 28. 6. 1825 in Heiligenstadt Übertritt zum protestant. Christentum. 20. 7. 1825 Promotion zum Dr. iur. in Göttingen. Lebte in Lüneburg und Hamburg, Unglückl. Liebe zu s. Kusine Therese H. April 1827 Reise nach London. Herbst 1827 nach München, dort Nov. 1827/28 mit F. Lindner, Mitredakteur von Cottas ›Neuen allg. polit. Annalen‹, vergebl. Bemühungen um e. Professur. Juli – Nov. 1828 in Italien, Hamburg, 1829 Berlin und Potsdam, wieder Hamburg, Wandsbek und Helgoland. 1. 4. 1831 Reise nach Paris zu endgültigem Aufenthalt ebda. Dort Korrespondent der Augsburger ›Allg. Zeitung‹. Bemühte sich als Mittler zwischen Dtl. und Frankreich. Verkehr mit Meyerbeer, V. Hugo, Dumas, Börne, Béranger, G. Sand und Balzac; Anschluß an die Saint-Simonisten. Verbot s. Schriften in Dtl. durch den Bundestagsbeschluß gegen das Junge Dtl. 1835. Seit 1834 Beziehungen zu Augustine Cre´scence Mirat (Mathilde), die er am 31. 8. 1841 heiratete. 1843 und 1844 Besuche in Dtl. Seit 1837 Augenleiden, seit 1848 durch e. langsam tötende Rükkenmarksdarre dauernd ans Krankenlager gefesselt. Letzte Liebe zu der jungen Elise Krinitz (›Mouche‹). Grab auf dem Montmartre-Friedhof.