Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon.
Mit dem Autorenporträt aus dem Metzler Lexikon Weltliteratur.
Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.
Die Stadt Göttingen, »berühmt durch ihre Würste und Universität«, verlässt Heinrich Heine zur Reise in den Harz. Unterwegs begegnet er fast der gesamten Gelehrtenschaft des 19. Jahrhunderts, die er mit Scharfsinn und Biss karikiert – wofür er in der Realität schon mal Prügel einstecken muss. So entsteht nicht nur ein teils präziser, teils lyrisch-stimmungsvoller Reisebericht, sondern auch ein gesellschaftliches Panorama des bürgerlichen und akademischen Miefs im Biedermeier. Immerhin: »Wie ist doch die Natur im allgemeinen so schön!«
Wundervolle kurzweilige Geschichte, sehr amüsante Dialoge und Erzählungen und das gepaart mit wunderschönen Naturbeschreibungen und einigen sehr schönen Gedichten. Die Schönheit von Wanderungen, der Natur und dem Harz im Speziellen schaffen Lust zum Aufbruch.
25. Jan. 2025
4,5
Wundervolle kurzweilige Geschichte, sehr amüsante Dialoge und Erzählungen und das gepaart mit wunderschönen Naturbeschreibungen und einigen sehr schönen Gedichten. Die Schönheit von Wanderungen, der Natur und dem Harz im Speziellen schaffen Lust zum Aufbruch.
„Wenn frohe Jugend und schöne Natur zusammenkommen, so freuen sie sich wechselseitig.“
Ich muss sagen, ich bin sehr überrascht, wie sehr mir dieser Reisebericht gefallen hat. Dass Heine schreiben kann, ist mir schon untergekommen. Aber, dass er so gut schreibt, damit habe ich nicht gerechnet.
Ich muss einmal kurz flexen, wie gut ich den Lesezeitpunkt gesetzt habe. Ich bin grade das erste Mal im Harz und Heine hat diesen Text vor genau 200 Jahren veröffentlicht (auch wenn die Reise 1824 war. Egal). Deshalb wollte ich es auch lesen, hatte aber keine hohen Erwartungen.
Was ich jedoch geboten bekommen habe, war pure Schreibkunst. Heine war ein unglaublich guter Beobachter. Er hat seine Umgebung und die damalige Zeit so messerscharf erfasst und niedergeschrieben, ich war hin und weg. Ich habe sogar oftmals laut aufgelacht. Ich habe in letzter Zeit einen Podcast über die Entstehung der Sprache gehört und da wurde die Beobachtung geteilt, dass früher schöner geschrieben wurde. Und danach diesem Buch kann ich das vollends unterschreiben.
Dieses Buch hat natürlich grade einen besonderen Zauber, da ich auf seinen Spuren wandel. Ich weiß nicht, ob es mich zuhause auch so gecatcht hätte.
Also mein Tipp an alle: macht euch ein schönes Wochenende im Harz, schnürt eure Wanderstiefel, packt euch Heine ein und genießt seine Worte, während ihr euren Blick über diese schöne, wenn auch teils karge Natur schweifen lasst.
Ein wirklich schöner Reisebericht und ein wunderbares Dokument seiner Zeit.
Die tollen Beobachtungen wechseln sich immer wieder mit Gedichten von Heine ab, was für mich das i-Tüpfelchen an diesem Buch war.
Zum Schluss noch mein Lieblingszitat aus diesem Buch. Heine zu den von ihm entdeckten Hirschen:
„Wenn ich solch ein liebes, edles Tier sehe, so kann ich nicht begreifen, wie gebildete Leute Vergnüge daran finden, es zu hetzen und zu töten.“
Den halben Stern ziehe ich nur ab, weil ab und zu Anspielungen kamen, die ich nicht verstehe und die mich dann etwas rausgebracht haben.
1. Apr. 2026
4,5
„Auf die Berge will ich steigen“
„Wenn frohe Jugend und schöne Natur zusammenkommen, so freuen sie sich wechselseitig.“
Ich muss sagen, ich bin sehr überrascht, wie sehr mir dieser Reisebericht gefallen hat. Dass Heine schreiben kann, ist mir schon untergekommen. Aber, dass er so gut schreibt, damit habe ich nicht gerechnet.
Ich muss einmal kurz flexen, wie gut ich den Lesezeitpunkt gesetzt habe. Ich bin grade das erste Mal im Harz und Heine hat diesen Text vor genau 200 Jahren veröffentlicht (auch wenn die Reise 1824 war. Egal). Deshalb wollte ich es auch lesen, hatte aber keine hohen Erwartungen.
Was ich jedoch geboten bekommen habe, war pure Schreibkunst. Heine war ein unglaublich guter Beobachter. Er hat seine Umgebung und die damalige Zeit so messerscharf erfasst und niedergeschrieben, ich war hin und weg. Ich habe sogar oftmals laut aufgelacht. Ich habe in letzter Zeit einen Podcast über die Entstehung der Sprache gehört und da wurde die Beobachtung geteilt, dass früher schöner geschrieben wurde. Und danach diesem Buch kann ich das vollends unterschreiben.
Dieses Buch hat natürlich grade einen besonderen Zauber, da ich auf seinen Spuren wandel. Ich weiß nicht, ob es mich zuhause auch so gecatcht hätte.
Also mein Tipp an alle: macht euch ein schönes Wochenende im Harz, schnürt eure Wanderstiefel, packt euch Heine ein und genießt seine Worte, während ihr euren Blick über diese schöne, wenn auch teils karge Natur schweifen lasst.
Ein wirklich schöner Reisebericht und ein wunderbares Dokument seiner Zeit.
Die tollen Beobachtungen wechseln sich immer wieder mit Gedichten von Heine ab, was für mich das i-Tüpfelchen an diesem Buch war.
Zum Schluss noch mein Lieblingszitat aus diesem Buch. Heine zu den von ihm entdeckten Hirschen:
„Wenn ich solch ein liebes, edles Tier sehe, so kann ich nicht begreifen, wie gebildete Leute Vergnüge daran finden, es zu hetzen und zu töten.“
Den halben Stern ziehe ich nur ab, weil ab und zu Anspielungen kamen, die ich nicht verstehe und die mich dann etwas rausgebracht haben.
super viele pointen und anspielungen von denen ich trotz vereinzelter erklärungen in den anmerkungennur ein teil verstanden habe aber musste vor lauter sprachwitz oft schmunzeln, kichern, grinsen. die gedichte sind auch beeindruckend vor allem wenn heine ie wirklich auf lock beim durchqueren von nörten verfasst hat, konnte aber auch nicht mit allen was anfangen. insgesamt sehr schön wieviel einem so ein alter text noch geben kann, vor allem humoristisch.
12. Dez. 2023
4,5
saugeil
super viele pointen und anspielungen von denen ich trotz vereinzelter erklärungen in den anmerkungennur ein teil verstanden habe aber musste vor lauter sprachwitz oft schmunzeln, kichern, grinsen. die gedichte sind auch beeindruckend vor allem wenn heine ie wirklich auf lock beim durchqueren von nörten verfasst hat, konnte aber auch nicht mit allen was anfangen. insgesamt sehr schön wieviel einem so ein alter text noch geben kann, vor allem humoristisch.
12. Dez. 2023
3 von 5 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Heinrich Heine
Heinrich Heine, der als ›Vollender und Überwinder‹ der Romantik gilt, wurde vermutlich am 13. Dezember 1797 als Sohn jüdischer Eltern in Düsseldorf geboren. Er studierte von 1819 bis 1825 Jura in Bonn, Berlin und Göttingen. Am 25. Juni 1825 wurde Heine, dessen Vorname Harry lautete, protestantisch getauft, und er nahm den Vornamen Heinrich an. 1831 siedelte er dauerhaft nach Paris über. Heine, der ab 1848 wegen Krankheit an die »Matratzengruft« gefesselt war, starb am 17. Februar 1856 in Paris.