Im September 1826 unternahm Heine eine Fussreise von Göttingen durch den Harz bis nach Jena, von wo er schliesslich seine Reise nach Weimar zu Goethe fortsetzte. Seine Reiseeindrücke hielt er noch im selben Jahr unter dem Titel „Die Harzreise“ fest. Doch als reine Reisebeschreibung hätte „Die Harzreise“ sicher keinen Eingang in die Literaturgeschichte gefunden. Bekannt geworden ist das Werk durch seine versteckte Kritik an der Gesellschaft des Vormärz und der politischen Situation Anfang des 19. Jahrhunderts, d. h. in Zeiten der Restauration. Doch trotz seiner geschickten Vermischung von Natur- und Städtebeschreibungen und gesellschaftlicher und politischer Kritik wurde das Werk später, wie von Heine bereits befürchtet, durch die preussische Zensur stark entstellt. So schrieb er bereits vor der Zensur in seinem typisch sarkastischen Ton: „Ich bin neugierig, wie viel Tannenbäume die Censur auf dem Oberharze streichen wird“. „Die Harzreise“ begründete eine Reihe von Reisebildern, auf die später noch der Titel „Die Nordsee“ und das bekannte Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“ (beide ebenfalls als Hamburger Lesehefte erhältlich) folgen sollten. Worterklärungen und ein Nachwort mit Informationen über Leben und Werk Heinrich Heines vervollständigen die Ausgabe.
Wundervolle kurzweilige Geschichte, sehr amüsante Dialoge und Erzählungen und das gepaart mit wunderschönen Naturbeschreibungen und einigen sehr schönen Gedichten. Die Schönheit von Wanderungen, der Natur und dem Harz im Speziellen schaffen Lust zum Aufbruch.
25. Jan. 2025
4,5
Wundervolle kurzweilige Geschichte, sehr amüsante Dialoge und Erzählungen und das gepaart mit wunderschönen Naturbeschreibungen und einigen sehr schönen Gedichten. Die Schönheit von Wanderungen, der Natur und dem Harz im Speziellen schaffen Lust zum Aufbruch.
„Wenn frohe Jugend und schöne Natur zusammenkommen, so freuen sie sich wechselseitig.“
Ich muss sagen, ich bin sehr überrascht, wie sehr mir dieser Reisebericht gefallen hat. Dass Heine schreiben kann, ist mir schon untergekommen. Aber, dass er so gut schreibt, damit habe ich nicht gerechnet.
Ich muss einmal kurz flexen, wie gut ich den Lesezeitpunkt gesetzt habe. Ich bin grade das erste Mal im Harz und Heine hat diesen Text vor genau 200 Jahren veröffentlicht (auch wenn die Reise 1824 war. Egal). Deshalb wollte ich es auch lesen, hatte aber keine hohen Erwartungen.
Was ich jedoch geboten bekommen habe, war pure Schreibkunst. Heine war ein unglaublich guter Beobachter. Er hat seine Umgebung und die damalige Zeit so messerscharf erfasst und niedergeschrieben, ich war hin und weg. Ich habe sogar oftmals laut aufgelacht. Ich habe in letzter Zeit einen Podcast über die Entstehung der Sprache gehört und da wurde die Beobachtung geteilt, dass früher schöner geschrieben wurde. Und danach diesem Buch kann ich das vollends unterschreiben.
Dieses Buch hat natürlich grade einen besonderen Zauber, da ich auf seinen Spuren wandel. Ich weiß nicht, ob es mich zuhause auch so gecatcht hätte.
Also mein Tipp an alle: macht euch ein schönes Wochenende im Harz, schnürt eure Wanderstiefel, packt euch Heine ein und genießt seine Worte, während ihr euren Blick über diese schöne, wenn auch teils karge Natur schweifen lasst.
Ein wirklich schöner Reisebericht und ein wunderbares Dokument seiner Zeit.
Die tollen Beobachtungen wechseln sich immer wieder mit Gedichten von Heine ab, was für mich das i-Tüpfelchen an diesem Buch war.
Zum Schluss noch mein Lieblingszitat aus diesem Buch. Heine zu den von ihm entdeckten Hirschen:
„Wenn ich solch ein liebes, edles Tier sehe, so kann ich nicht begreifen, wie gebildete Leute Vergnüge daran finden, es zu hetzen und zu töten.“
Den halben Stern ziehe ich nur ab, weil ab und zu Anspielungen kamen, die ich nicht verstehe und die mich dann etwas rausgebracht haben.
1. Apr. 2026
4,5
„Auf die Berge will ich steigen“
„Wenn frohe Jugend und schöne Natur zusammenkommen, so freuen sie sich wechselseitig.“
Ich muss sagen, ich bin sehr überrascht, wie sehr mir dieser Reisebericht gefallen hat. Dass Heine schreiben kann, ist mir schon untergekommen. Aber, dass er so gut schreibt, damit habe ich nicht gerechnet.
Ich muss einmal kurz flexen, wie gut ich den Lesezeitpunkt gesetzt habe. Ich bin grade das erste Mal im Harz und Heine hat diesen Text vor genau 200 Jahren veröffentlicht (auch wenn die Reise 1824 war. Egal). Deshalb wollte ich es auch lesen, hatte aber keine hohen Erwartungen.
Was ich jedoch geboten bekommen habe, war pure Schreibkunst. Heine war ein unglaublich guter Beobachter. Er hat seine Umgebung und die damalige Zeit so messerscharf erfasst und niedergeschrieben, ich war hin und weg. Ich habe sogar oftmals laut aufgelacht. Ich habe in letzter Zeit einen Podcast über die Entstehung der Sprache gehört und da wurde die Beobachtung geteilt, dass früher schöner geschrieben wurde. Und danach diesem Buch kann ich das vollends unterschreiben.
Dieses Buch hat natürlich grade einen besonderen Zauber, da ich auf seinen Spuren wandel. Ich weiß nicht, ob es mich zuhause auch so gecatcht hätte.
Also mein Tipp an alle: macht euch ein schönes Wochenende im Harz, schnürt eure Wanderstiefel, packt euch Heine ein und genießt seine Worte, während ihr euren Blick über diese schöne, wenn auch teils karge Natur schweifen lasst.
Ein wirklich schöner Reisebericht und ein wunderbares Dokument seiner Zeit.
Die tollen Beobachtungen wechseln sich immer wieder mit Gedichten von Heine ab, was für mich das i-Tüpfelchen an diesem Buch war.
Zum Schluss noch mein Lieblingszitat aus diesem Buch. Heine zu den von ihm entdeckten Hirschen:
„Wenn ich solch ein liebes, edles Tier sehe, so kann ich nicht begreifen, wie gebildete Leute Vergnüge daran finden, es zu hetzen und zu töten.“
Den halben Stern ziehe ich nur ab, weil ab und zu Anspielungen kamen, die ich nicht verstehe und die mich dann etwas rausgebracht haben.
super viele pointen und anspielungen von denen ich trotz vereinzelter erklärungen in den anmerkungennur ein teil verstanden habe aber musste vor lauter sprachwitz oft schmunzeln, kichern, grinsen. die gedichte sind auch beeindruckend vor allem wenn heine ie wirklich auf lock beim durchqueren von nörten verfasst hat, konnte aber auch nicht mit allen was anfangen. insgesamt sehr schön wieviel einem so ein alter text noch geben kann, vor allem humoristisch.
12. Dez. 2023
4,5
saugeil
super viele pointen und anspielungen von denen ich trotz vereinzelter erklärungen in den anmerkungennur ein teil verstanden habe aber musste vor lauter sprachwitz oft schmunzeln, kichern, grinsen. die gedichte sind auch beeindruckend vor allem wenn heine ie wirklich auf lock beim durchqueren von nörten verfasst hat, konnte aber auch nicht mit allen was anfangen. insgesamt sehr schön wieviel einem so ein alter text noch geben kann, vor allem humoristisch.