Die Giftmischerin
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Geboren und aufgewachsen in Meißen, entdeckte Bettina Szrama früh ihre Begeisterung für Literatur und Geschichte. Nach der Wende weckte die Arbeit in einem renommierten Reitbetrieb in Hannover ihre Liebe zum Schreiben. Mit einer Geschichte über ihre reiterlichen Erfahrungen hatte sie ersten Erfolg und vertiefte ihr Können in einem Privatstudium an der Axel Andersson Akademie in Hamburg. Ein Besuch in Lemgo inspirierte sie zu ihrem ersten historischen Roman, der ihre Karriere als Autorin begründete. Heute lebt und schreibt sie in Magdeburg.
Beiträge
Mhhh ... schwierig
Bremen im ausgehenden 18. Jahrhundert: Gesche wächst gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder, Christoph, im behüteten Elternhaus des Schneiderehepaares Timm auf. Obwohl es ihr an kaum etwas mangelt, strebt sie dennoch nach mehr, und beginnt schon in jungen Jahren zu stehlen und schamlos zu lügen. Als der wohlhabende Gerhard Miltenberg um ihre Hand anhält, scheinen ihre Träume endlich wahr zu werden – hübsche Kleider, rauschende Feste, dies alles könnte sie haben. Doch schon in der Hochzeitsnacht muss Gesche feststellen, dass ihr angetrauter Ehemann an einer schlimmen Krankheit leidet, die ihm während der nächsten Jahre immer wieder zu schaffen macht. Als sich Avancen anderer Männer ergeben, ergreift Gesche nur zu gern nach diesen Gelegenheiten, denn sie versprechen nicht nur Leidenschaft, sondern auch finanzielle Geschenke. Eines Tages beschließt Gesche, dass es für ihren Mann an der Zeit ist, zu sterben – sein Tod würde ihr so vieles einfacher machen. Doch Gerhards Tod ist nur der Anfang, denn von nun an scheint es einfach, die Menschen aus dem Weg zu räumen, die ihrem erträumten Leben abträglich sind … Bettina Szrama gelingt es ausnehmend gut, das historische Bremen in ihrer Erzählung hauptsächlich durch ihre Figuren auferstehen zu lassen. Viel von diesem frühen Bremen bekommt der Leser jedoch leider nicht zu sehen, denn die Handlungen beschränken sich ausschließlich auf die Personen, und finden meist in geschlossenen Räumen statt. So sind es also eher die Charaktere, die das historische Flair transportieren, doch dies gelingt der Autorin durch deren Sprache und Benehmen scheinbar spielend leicht. Leider gab es nur wenige Protagonisten, die mir in diesem Roman wirklich sympathisch wurden. Außer den Eltern Timm und einer Handvoll anderen, scheint jeder ausschließlich auf die Erfüllung der eigenen Interessen bedacht, und dabei scheint jedes Mittel Recht zu sein. Besonders die Hauptfigur Gesche blieb mir während der gesamten Lesezeit unsympathisch und brachte mich teilweise dazu, das Buch wegzulegen. Auch wenn die Autorin das Wesen der Mörderin, die es immerhin tatsächlich gab, wahrscheinlich beispiellos gelungen in diesem Roman auferstehen ließ, fand ich Gesche mit jedem Kapitel abstoßender. Schlussendlich machte sie vor keinem Mord halt (auch dem an ihren kleinen Kindern nicht), auch wenn er ihr noch so wenige Taler einbrachte, und vergiftete schlussendlich 30 Menschen, von denen die Hälfte eines grausamen Todes starb. Der Buchtitel „Die Giftmischerin“ scheint mir nach Lektüre diesen Romans, der auf historisch belegten Tatsachen beruht, etwas überspitzt, denn sie mischt kein Gift, sondern bringt ihre Opfer mittels Arsen, dass sie in Mäusebutter erwirbt, um. Der Titel „Giftmörderin“, wie die Autorin Gesche im Nachwort nennt, ist meines Erachtens treffender. Ich persönlich hatte etwas andere Erwartungen an diese Geschichte, die u.a. durch den Titel des Buches aufgekommen waren. Auch wenn das historische Flair mich durchweg überzeugen konnte, so zogen sich die Geschehnisse manchmal ziemlich in die Länge. Ich habe lange Zeit an diesem Buch gelesen, mich immer wieder überwinden müssen, weiterzulesen, was ich zum Großteil den wenig gefangennehmenden Figuren zur Last legen möchte. Fazit: Die Giftmischerin” ist ein Buch, dass ich manchmal gern zur Seite gelegt und nie wieder weiter gelesen hätte. Das jedoch nicht etwa, weil die Geschichte an sich schlecht gewesen wäre, sondern weil ich die Hauptperson, die Mörderin, schrecklich fand – wahrscheinlich deshalb, weil dieser Roman auf realen Tatsachen beruht. Die meisten Morde in diesem Buch sind also keineswegs erfunden, und während Gesche ihre Kinder, Eltern und alle Nahestehenden nach und nach umbrachte, fand ich sie immer schrecklicher und schrecklicher. Doch Autorin Bettina Szrama muss man zugute halten, dass sie einen wirklich historisch sehr dichten und überzeugenden Roman geschrieben hat, der mich gänzlich ins Deutschland des anfänglichen 19. Jahrhunderts versetzte. Ein historischer Roman, der also eine perfekte Basis bietet, mich jedoch aufgrund der berühmtesten – und für mich überaus abstoßenden – Mörderin Deutschlands sowie so manch anderer wenig sympathischen Figur, einfach nicht für sich einnehmen konnte
. Kennst du eigentlich Gesche Gottfried? Ich kannte sie jedenfalls nicht, obwohl ich dachte ein gutes Wissen zum Thema: Serienmörder und Serienmöderinnen zu haben. Gesche Gottfied war jedenfalls Deutschlands erste Serienmörderin. Sie trieb im 19. Jahrhundert in Bremen ihr Unwesen und in „Die Giftmischerin“ geht es um ihre ungewöhnliche Lebensgeschichte! Für mich wirklich ein spannendes und interessantes Buch! Ich kann es sehr empfehlen! 4/5 ⭐️ . Gesche Margarethe Timm ist in eher ärmlichem, jedoch behüteten Verhältnissen aufgewachsen. Ihr fehlt es eigentlich an nichts, trotzdem strebt sie schon in jungen Jahren nach mehr. Sie lügt, sie stiehlt und kommt damit immer durch. Sie weiß, die Menschen um sie herum zu manipulieren. Irgendwann scheint ihr Lebensziel nach Reichtum sehr nah, denn sie heiratet in eine gut betuchte Familie ein. Mit der Zeit erkrankt ihr Mann jedoch schwer und sie möchte weiterziehen mit ihrem Leben und dafür muss sein Leben enden. Er war ihr erstes Opfer und ihre Reise zur Serienmörderin beginnt. . Stimmungsvoll entführt uns Szrama in das vergangene Bremen. Ich konnte mich durch den Schreibstil gut ins 19. Jahrhundert versetzten und haben gerne Mäuschen im Leben von Gesche gespielt. Die Tatsache das die Geschehnisse in diesem Roman der Realität nachempfunden sind machen Gesches Handlungen noch brutaler und schrecklicher. Die Autorin stellt Gesche so darf, wie sie war… als Monster. Sympathien sucht man hier vergeblich und meiner Meinung nach auch zurecht. Szrama beschreibt ebenso die harte Realität des 19. Jahrhunderts und zeigt deutlich auf, wie schwer das Leben war und mit welchen Abgründen ein jeder zu kämpfen hatte. Dies war meine erster historischer Kriminalroman und ich wurde nicht enttäuscht. Eine gelungenen Zeitreise!

Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Geboren und aufgewachsen in Meißen, entdeckte Bettina Szrama früh ihre Begeisterung für Literatur und Geschichte. Nach der Wende weckte die Arbeit in einem renommierten Reitbetrieb in Hannover ihre Liebe zum Schreiben. Mit einer Geschichte über ihre reiterlichen Erfahrungen hatte sie ersten Erfolg und vertiefte ihr Können in einem Privatstudium an der Axel Andersson Akademie in Hamburg. Ein Besuch in Lemgo inspirierte sie zu ihrem ersten historischen Roman, der ihre Karriere als Autorin begründete. Heute lebt und schreibt sie in Magdeburg.
Beiträge
Mhhh ... schwierig
Bremen im ausgehenden 18. Jahrhundert: Gesche wächst gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder, Christoph, im behüteten Elternhaus des Schneiderehepaares Timm auf. Obwohl es ihr an kaum etwas mangelt, strebt sie dennoch nach mehr, und beginnt schon in jungen Jahren zu stehlen und schamlos zu lügen. Als der wohlhabende Gerhard Miltenberg um ihre Hand anhält, scheinen ihre Träume endlich wahr zu werden – hübsche Kleider, rauschende Feste, dies alles könnte sie haben. Doch schon in der Hochzeitsnacht muss Gesche feststellen, dass ihr angetrauter Ehemann an einer schlimmen Krankheit leidet, die ihm während der nächsten Jahre immer wieder zu schaffen macht. Als sich Avancen anderer Männer ergeben, ergreift Gesche nur zu gern nach diesen Gelegenheiten, denn sie versprechen nicht nur Leidenschaft, sondern auch finanzielle Geschenke. Eines Tages beschließt Gesche, dass es für ihren Mann an der Zeit ist, zu sterben – sein Tod würde ihr so vieles einfacher machen. Doch Gerhards Tod ist nur der Anfang, denn von nun an scheint es einfach, die Menschen aus dem Weg zu räumen, die ihrem erträumten Leben abträglich sind … Bettina Szrama gelingt es ausnehmend gut, das historische Bremen in ihrer Erzählung hauptsächlich durch ihre Figuren auferstehen zu lassen. Viel von diesem frühen Bremen bekommt der Leser jedoch leider nicht zu sehen, denn die Handlungen beschränken sich ausschließlich auf die Personen, und finden meist in geschlossenen Räumen statt. So sind es also eher die Charaktere, die das historische Flair transportieren, doch dies gelingt der Autorin durch deren Sprache und Benehmen scheinbar spielend leicht. Leider gab es nur wenige Protagonisten, die mir in diesem Roman wirklich sympathisch wurden. Außer den Eltern Timm und einer Handvoll anderen, scheint jeder ausschließlich auf die Erfüllung der eigenen Interessen bedacht, und dabei scheint jedes Mittel Recht zu sein. Besonders die Hauptfigur Gesche blieb mir während der gesamten Lesezeit unsympathisch und brachte mich teilweise dazu, das Buch wegzulegen. Auch wenn die Autorin das Wesen der Mörderin, die es immerhin tatsächlich gab, wahrscheinlich beispiellos gelungen in diesem Roman auferstehen ließ, fand ich Gesche mit jedem Kapitel abstoßender. Schlussendlich machte sie vor keinem Mord halt (auch dem an ihren kleinen Kindern nicht), auch wenn er ihr noch so wenige Taler einbrachte, und vergiftete schlussendlich 30 Menschen, von denen die Hälfte eines grausamen Todes starb. Der Buchtitel „Die Giftmischerin“ scheint mir nach Lektüre diesen Romans, der auf historisch belegten Tatsachen beruht, etwas überspitzt, denn sie mischt kein Gift, sondern bringt ihre Opfer mittels Arsen, dass sie in Mäusebutter erwirbt, um. Der Titel „Giftmörderin“, wie die Autorin Gesche im Nachwort nennt, ist meines Erachtens treffender. Ich persönlich hatte etwas andere Erwartungen an diese Geschichte, die u.a. durch den Titel des Buches aufgekommen waren. Auch wenn das historische Flair mich durchweg überzeugen konnte, so zogen sich die Geschehnisse manchmal ziemlich in die Länge. Ich habe lange Zeit an diesem Buch gelesen, mich immer wieder überwinden müssen, weiterzulesen, was ich zum Großteil den wenig gefangennehmenden Figuren zur Last legen möchte. Fazit: Die Giftmischerin” ist ein Buch, dass ich manchmal gern zur Seite gelegt und nie wieder weiter gelesen hätte. Das jedoch nicht etwa, weil die Geschichte an sich schlecht gewesen wäre, sondern weil ich die Hauptperson, die Mörderin, schrecklich fand – wahrscheinlich deshalb, weil dieser Roman auf realen Tatsachen beruht. Die meisten Morde in diesem Buch sind also keineswegs erfunden, und während Gesche ihre Kinder, Eltern und alle Nahestehenden nach und nach umbrachte, fand ich sie immer schrecklicher und schrecklicher. Doch Autorin Bettina Szrama muss man zugute halten, dass sie einen wirklich historisch sehr dichten und überzeugenden Roman geschrieben hat, der mich gänzlich ins Deutschland des anfänglichen 19. Jahrhunderts versetzte. Ein historischer Roman, der also eine perfekte Basis bietet, mich jedoch aufgrund der berühmtesten – und für mich überaus abstoßenden – Mörderin Deutschlands sowie so manch anderer wenig sympathischen Figur, einfach nicht für sich einnehmen konnte
. Kennst du eigentlich Gesche Gottfried? Ich kannte sie jedenfalls nicht, obwohl ich dachte ein gutes Wissen zum Thema: Serienmörder und Serienmöderinnen zu haben. Gesche Gottfied war jedenfalls Deutschlands erste Serienmörderin. Sie trieb im 19. Jahrhundert in Bremen ihr Unwesen und in „Die Giftmischerin“ geht es um ihre ungewöhnliche Lebensgeschichte! Für mich wirklich ein spannendes und interessantes Buch! Ich kann es sehr empfehlen! 4/5 ⭐️ . Gesche Margarethe Timm ist in eher ärmlichem, jedoch behüteten Verhältnissen aufgewachsen. Ihr fehlt es eigentlich an nichts, trotzdem strebt sie schon in jungen Jahren nach mehr. Sie lügt, sie stiehlt und kommt damit immer durch. Sie weiß, die Menschen um sie herum zu manipulieren. Irgendwann scheint ihr Lebensziel nach Reichtum sehr nah, denn sie heiratet in eine gut betuchte Familie ein. Mit der Zeit erkrankt ihr Mann jedoch schwer und sie möchte weiterziehen mit ihrem Leben und dafür muss sein Leben enden. Er war ihr erstes Opfer und ihre Reise zur Serienmörderin beginnt. . Stimmungsvoll entführt uns Szrama in das vergangene Bremen. Ich konnte mich durch den Schreibstil gut ins 19. Jahrhundert versetzten und haben gerne Mäuschen im Leben von Gesche gespielt. Die Tatsache das die Geschehnisse in diesem Roman der Realität nachempfunden sind machen Gesches Handlungen noch brutaler und schrecklicher. Die Autorin stellt Gesche so darf, wie sie war… als Monster. Sympathien sucht man hier vergeblich und meiner Meinung nach auch zurecht. Szrama beschreibt ebenso die harte Realität des 19. Jahrhunderts und zeigt deutlich auf, wie schwer das Leben war und mit welchen Abgründen ein jeder zu kämpfen hatte. Dies war meine erster historischer Kriminalroman und ich wurde nicht enttäuscht. Eine gelungenen Zeitreise!






